football-world
    • Football Heute
    • Schlagzeilen
    • Videos
    • Wettbewerbe
  • USA
    • NFL
    • College
    • NFL in Deutschland
  • Europa
    • Football in Europa
  • Deutschland
    • GFL
    • Nationalmannschaft
  • Mehr Football
    • Podcast Icing the kicker
    • Flag Football
    • Regeln
  • Sonstiges
    • Wir über uns
    • Facebook
    • Instagram
    • Linkedin
    • Impressum
    • Datenschutz
    • Nutzungsbedingungen
Partner des kicker.de

    NFL

    vor 18 Stunden

    Krise in der AFC South

    0-3 droht: Colts und Texans bereits mächtig unter Druck

    Zwei Spiele, zwei Niederlagen - und jetzt wartet auch noch der direkte Division-Rivale. Wenn die Indianapolis Colts am Sonntag die Houston Texans im Lucas Oil Stadium empfangen, geht es für beide Teams darum, einen kompletten Fehlstart in die Saison 2026 zu verhindern.

    C.J Stroud in einem NFL-Spiel mit den Houston Texans
    IMAGO/Newscom World

    Sowohl Indianapolis als auch Houston steht bei 0-2. Der Verlierer rutscht auf 0-3 ab und würde seine Ausgangslage im Kampf um die Playoffs nach historischen Maßstäben drastisch verschlechtern. Besonders brisant: Beide Teams spielen in der AFC South und kämpfen damit auch direkt um wichtige Vorteile innerhalb der Division.

    Ein 0-3-Start als historisches Warnsignal

    Wie unangenehm die Situation für den Verlierer werden könnte, zeigt ein Blick in die NFL-Historie. Eine historische Auswertung für den Zeitraum ab 1990 ergab, dass lediglich vier von 162 Teams nach einem 0-3-Start noch die Playoffs erreichten. Das entspricht gerade einmal 2,5 Prozent.

    Die Statistik bedeutet nicht, dass die Saison für Indianapolis oder Houston bei einer weiteren Niederlage bereits beendet wäre. Sie verdeutlicht allerdings, wie schwierig es in der Vergangenheit war, einen solchen Fehlstart noch zu korrigieren.

    Dazu kommt die Bedeutung des direkten Duells. Colts und Texans sind Konkurrenten in der AFC South. Das Ergebnis wirkt sich deshalb nicht nur auf die Gesamtbilanz aus, sondern gleichzeitig auf den Division Record, der bei möglichen Tiebreakern später in der Saison wichtig werden kann.

    Houston ist zum Angstgegner der Colts geworden

    Für Indianapolis kommt eine weitere unangenehme Statistik hinzu. Die Colts haben ihre vergangenen fünf Spiele gegen die Texans verloren. Der letzte Sieg gegen Houston gelang Indianapolis im September 2023.

    Seitdem hat sich das direkte Duell klar in Richtung der Texans entwickelt. Besonders bitter: Vier der fünf Niederlagen entschieden sich mit maximal acht Punkten Unterschied. Indianapolis wartet damit seit drei Jahren auf einen Erfolg gegen seinen Division-Rivalen.

    Eine sechste Niederlage in Serie würde nicht nur einen 0-3-Start bedeuten, sondern Houston gleichzeitig einen frühen Vorteil im direkten Vergleich verschaffen.

    Colts-Defense kassiert 74 Punkte

    Dass Indianapolis überhaupt ohne Sieg in dieses Spiel geht, liegt vor allem an einer Defense, die in den ersten beiden Wochen enorme Probleme hatte.

    Zum Saisonauftakt verloren die Colts mit 23:41 gegen die Baltimore Ravens. Eine Woche später folgte trotz einer lange offenen Partie ein 30:33 nach Overtime gegen die Kansas City Chiefs. Damit hat Indianapolis in nur zwei Spielen bereits 74 Punkte kassiert.

    Besonders gegen Kansas City waren die Probleme kaum zu übersehen. Die Chiefs produzierten insgesamt 523 Yards Offense. Patrick Mahomes warf alleine für 382 Yards.

    Indianapolis muss deshalb dringend einen Weg finden, gegnerische Drives früher zu stoppen. Zwei Spiele mit durchschnittlich 37 zugelassenen Punkten sind für ein Team mit Playoff-Ambitionen auf Dauer kaum aufzufangen.

    Pierce fehlt der Colts-Offense

    Gleichzeitig hat Indianapolis auch offensiv einen wichtigen Ausfall zu verkraften. Wide Receiver Alec Pierce verletzte sich gegen Kansas City erneut an seiner linken Ferse. An dieser war er bereits in der Offseason operiert worden.

    Pierce soll aufgrund der Verletzung auf Injured Reserve gesetzt werden und würde damit mindestens vier Spiele verpassen.

    Damit verliert die Colts-Offense eine wichtige vertikale Waffe ausgerechnet vor einem Spiel, in dem Indianapolis seine Defense möglicherweise erneut mit vielen eigenen Punkten entlasten muss.

    Houston hat das gegenteilige Problem

    Bei den Texans sieht die Situation anders aus. Auch Houston steht bei 0-2, doch insbesondere die zweite Niederlage offenbarte Probleme auf der anderen Seite des Balls.

    Nach dem 31:36 gegen die Buffalo Bills zum Saisonauftakt kamen die Texans gegen die Cincinnati Bengals gerade einmal auf sechs Punkte. Houston verlor mit 6:20.

    Während Indianapolis dringend seine Defense stabilisieren muss, benötigt Houston deshalb vor allem offensiv eine Reaktion.

    Im Mittelpunkt steht zwangsläufig Quarterback C.J. Stroud. Der Texans-Quarterback soll eine Offense wieder in Gang bringen, die gegen Cincinnati keinen einzigen Touchdown zustande brachte. Einfacher wird diese Aufgabe durch die aktuelle Personalsituation nicht.

    Fragezeichen hinter Nico Collins

    Besonders der Gesundheitszustand von Nico Collins bleibt vor dem Division-Duell ein Thema. Der Star-Receiver verpasste bereits die Partie gegen Cincinnati aufgrund einer Hamstring-Verletzung. Auch am Mittwoch konnte Collins noch nicht trainieren.

    Damit bleibt zunächst offen, ob Stroud gegen Indianapolis auf seinen wichtigsten Receiver zurückgreifen kann. Zusätzlich gibt es Probleme in der Offensive Line. Tackle Trent Brown und Guard Ed Ingram verpassten ebenfalls das Training am Mittwoch. Ingram hatte bereits gegen Cincinnati nicht zur Verfügung gestanden.

    Für eine Offense, die ohnehin nach Rhythmus sucht, kommen diese Fragezeichen zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.

    Gleiche Bilanz, unterschiedliche Probleme

    Genau das macht das Duell zwischen Indianapolis und Houston so interessant. Auf dem Papier befinden sich beide Teams mit 0-2 in derselben Situation. Der Weg dorthin könnte allerdings kaum unterschiedlicher sein.

    Die Colts haben in zwei Spielen 74 Punkte zugelassen und müssen dringend Antworten in der Defense finden. Houston wiederum kommt aus einer Partie, in der die eigene Offense lediglich sechs Punkte erzielte.

    Dazu kommen Verletzungen auf beiden Seiten, fünf Colts-Niederlagen in Folge gegen Houston und die zusätzliche Bedeutung eines direkten Duells innerhalb der AFC South.

    Nach drei Saisonwochen wird weder für Indianapolis noch für Houston eine endgültige Entscheidung im Playoff-Rennen fallen. Für den Verlierer wird der Weg allerdings erheblich schwieriger.

    Denn während ein 1-2-Start noch vergleichsweise schnell korrigiert werden kann, gehört ein 0-3-Start historisch zu den schlechtesten Ausgangslagen, die sich ein NFL-Team für den weiteren Saisonverlauf schaffen kann.

    >> football-world als bevorzugte Quelle bei Google hinterlegen

    >> NFL 2026: Die große Saisonvorschau im kicker-Sonderheft

    nkr