25.11.2024
Kansas City und die engen Spiele
Die Kansas City Chiefs sind schwer zu besiegen, egal wie die Umstände sind. Davon wissen die Gegner in dieser Saison ein Lied zu singen. Patrick Mahomes spricht sich aber auch mal für mehr Klarheit aus.

Zweimal in Folge haben die Kansas City Chiefs den Super Bowl gewonnen. Das oberste Ziel dieser Saison lautet deshalb natürlich: den sogenannten "Three-peat" schaffen, was bislang noch keinem Team aus der National Football League geglückt ist.
Angefixt von diesem großen Ziel hatte Chiefs-Spielmacher Patrick Mahomes zuletzt bei der ersten Saisonniederlage bei den Buffalo Bills (9-2) auch nicht lange gehadert, wie einst die Miami Dolphins eine "perfect season" nicht mehr schaffen zu können.
"Ungeschlagen zu sein, war cool. Aber das ist nicht unser ultimatives Ziel. Wir werden also weiter darauf hinarbeiten", so Mahomes vor einer Woche.
Nun zu Week 12 bog Kansas City auch direkt wieder auf die Siegerstraße ein, musste beim 30:27 bei den bilanztechnisch sehr schwachen Carolina Panthers (3-8) aber ein hartes Stück Arbeit leisten. Nach sehr spätem 27:27-Ausgleich des Außenseiters nahm dabei Mahomes selbst die volle Verantwortung, lief bei einem Spielzug stark selbst mehr als 30 Yards und ebnete so den Weg fürs entscheidende Field Goal zum gefeierten Erfolgserlebnis.
Was sich aber auch hier wieder bestätigt hat: Die nun bei 10-1 stehenden Chiefs um Superstar Mahomes, der in dieser Regular Season schon ungewohnt viele Interceptions geworfen hat (elf bei 18 Touchdowns) tun sich schwer, eine Partie mal klar für sich zu entscheiden.
Der Sieg über die Panthers war bereits der achte Sieg bei nur einem Score Unterschied, das ist eingestellter NFL-Rekord innerhalb der ersten elf Spiele einer Saison. Die Hälfte ihrer Erfolgserlebnisse sind gar auf den finalen Spielzug eines Matches angekommen - einmal via geblocktem Field Goal, einmal via Overtime-Touchdown, einmal via um Millimeter nicht gültigen Touchdown eines Gegners (Week 1 beim Duell mit den Ravens) und zweimal via selbst verwandeltem Field Goal bei Ablauf der Uhr.
Ganz schön viel Drama also immer bei Auftritten des amtierenden Super-Bowl-Champions, der auch im Februar das große Finale gegen die San Francisco 49ers erst nach famoser Aufholjagd in der Verlängerung für sich entschieden hatte (25:22). Und durchaus zu viel Thrill für den Geschmack von Mahomes selbst. Der 29-jährige Spielmacher und dreimalige NFL-Champion äußerte sich nach dem zehnten Saisonsieg vor den US-Medien zwar angetan, Spiele stets knapp zu gewinnen, wünschte sich aber auch mal etwas mehr Zeit zum Relaxen.
So sagte der Quarterback: "Ich habe immer gesagt, dass es etwas Gutes ist, Spiele so knapp zu gewinnen - gerade für den späteren Verlauf der Saison und die Playoffs. Dass man weiß, dass man solche Situationen schon erlebt hat - und weiß, wie man mit ihnen umgehen muss. Aber ich würde es lieben, auch mal ein Spiel vor dem allerletzten Spielzug zu gewinnen. Du willst auch einige Blowouts."
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mag