30.12.2024
Buccaneers oder Falcons? Klares Bild in der NFC
In wenigen Tagen endet die Regular Season der NFL 2024/25. Für große Spannung ist dabei auf jeden Fall gesorgt. So müssen finale Playoff-Tickets ausgehändigt und in einem epischen "Endspiel" um die NFC-Krone gerungen werden.

Mit den bisherigen Saisonwerten, die Joe Burrow aufstellt, sind Top-Quarterbacks in der NFL-Vergangenheit oftmals mit dem MVP-Titel ausgezeichnet worden.
Das Problem dabei in dieser Saison: Trotz seiner unglaublichen 4918 Passing Yards und famosen 43 Touchdown-Pässe (plus zwei Rushing Scores) bei nur neun Interceptions steht der 28-Jährige mit seinen Cincinnati Bengals nach schwachem Saisonstart lediglich bei einer 9-8-Bilanz.
Und da sind dann MVP-Kandidaten wie Josh Allen von den bärenstarken Buffalo Bills, Lamar Jackson von den beständig erfolgreichen Baltimore Ravens oder auch Running-Back-Urgewalt Saquon Barkley (über 2000 Rushing Yards diese Saison) höher im Kurs.
Ob Burrow die individuelle MVP-Auszeichnung aber überhaupt kümmert? Nicht verbrieft. Viel wichtiger ist ohnehin der Umstand, dass das AFC-North-Team aus Cincy nach den ersten Partien der finalen Week 18 dieser Regular Season tatsächlich noch mitten im Playoff-Rennen steckt.
Das Kuriose: Erst am 12. Dezember hatte sich die Resthoffnung der Bengals auf ein Endrundenticket mathematisch bei lediglich 2,2 Prozent belaufen. Doch von elf damals notwendigen Voraussetzungen hakte das Team von Head Coach Zac Taylor (seit 2019 im Amt) eine nach der anderen ab und bekam dabei auch die bislang notwendige Schützenhilfe anderer Teams.
Auch ihr letztes Regular-Season-Spiel gegen Divisions-Rivale Pittsburgh Steelers entschieden die Bengals für sich (19:17) - der fünfte Sieg in Folge. Was aber muss nun passieren, damit es wirklich etwas mit Playoff-Football der Bengalischen Tiger wird? Ganz einfach: Drei Teams ringen innerhalb der AFC noch ums finale Ticket (Chiefs, Bills, Ravens, Texans, Steelers und Chargers bereits qualifiziert). Mit Namen: die Denver Broncos (9-7), die Miami Dolphins (8-8) und eben die Cincinnati Bengals (9-8).
Cincy muss nach dem erfolgreichen Must-Win-Game in Pittsburgh nun darauf hoffen, dass am Sonntagabend weder die Dolphins (bei den New York Jets) noch die Broncos (gegen Kansas City) gewinnen. Ansonsten zieht eben entweder Miami oder das ohnehin in der Pole Position liegende Denver in die Wild Card Round am Wochenende des 11. und 12. Januars ein.
Ein Umstand, der allerdings sowohl den Bengals als auch den Dolphins nicht schmecken wird: Weil Denvers Gegner - die Chiefs - bereit sicher als First Seed feststeht, sollen einige Leistungsträger beim amtierenden Super-Bowl-Champion um Patrick Mahomes mit Blick auf die Playoffs und den anvisierten dritten Titel in Folge geschont werden.
In der anderen Conference ist der Sachverhalt sogar noch klarer, auch hier sind bereits sechs Teams sicher Teil der Endrunde (Vikings, Eagles, Rams, Lions, Commanders, Packers).

Das finale NFC-Ticket wird dabei über den Gewinn der NFC South inklusive garantiertem Heimspiel in der Wild Card Round ausgespielt - und zwar im Fernduell zwischen den Tampa Bay Buccaneers (9-7), die ihre Chance mit einem Kantersieg am Schopfe gepackt haben (48:14 gegen Carolina), und den erst in dieser Nacht auf Montag knapp mit 24:30 Washington unterlegenen Atlanta Falcons (8-8).
Gewinnen die Bucs ihr Heimspiel gegen die Saints, sind sie weiter. Atlanta muss neben einem eigenen Sieg gegen Carolina auf einen Ausrutscher Tampa Bays hoffen.
Im finalen Sunday Night Game dieser Regular Season stehen sich außerdem noch die Detroit Lions und die Minnesota Vikings gegenüber. Der Sieger garniert seine Saison mit dem First Seed, konstantem Heimspielrecht in den Playoffs und einer freien Woche zum Start der Endrunde.
mag