07.02.2025
All-Pro Jackson nur Zweiter
Josh Allen ist zum ersten Mal in seiner Karriere zum MVP der NFL gewählt worden. Sportlich absolut verdient, kam die Wahl doch überraschend.

Damit, dass Allen bei den NFL Honors in New Orleans am Donnerstag (Ortszeit) zum Most Valuable Player gekürt werden würde, hatten nur noch die Wenigsten gerechnet. Und das lag keineswegs in seinen Leistungen oder Statistiken in der zurückliegenden NFL-Saison begründet. Doch nachdem sich bei der Wahl zum First-Team All-Pro unlängst Lamar Jackson durchgesetzt hatte, war der Quarterback der Baltimore Ravens als klarer Favorit in den Abend gegangen.
Seit Einführung des MVP-Awards 1957 war es zuvor nämlich erst einmal vorgekommen, dass ein Quarterback, der nicht im First-Team All-Pro stand, danach zum alleinigen MVP gekürt wurde: 1987 gewann Denvers John Elway, als Joe Montana First-Team All-Pro war (2003 wurde Titans-QB Steve McNair Co-MVP mit First-Team All-Pro Peyton Manning).
In einem der engsten MVP-Rennen der jüngeren Vergangenheit setzte sich Allen aber mit 27 von 50 Erst-Stimmen und insgesamt 383 Punkten doch noch gegen Jackson (23, 362) durch. Die gleichen Wähler hatten dem amtierenden MVP Jackson bei der All-Pro-Abstimmung noch 30 Stimmen gegeben und Allen nur 18.
"Ich weiß, dass dies eine individuelle Auszeichnung ist und Most Valuable Player draufsteht", strahlte Allen bei der Awards-Show. "Aber ich denke, sie rührt vom Erfolg des Teams her. Und ich liebe mein Team." Der Quarterback ist nach O.J. Simpson (1973) und Thurman Thomas (1991) der dritte Spieler der Buffalo Bills, der als MVP ausgezeichnet wird. Der 28-Jährige beendete die Regular Season mit 28 Touchdown-Pässen, zwölf Rushing Touchdowns und lediglich sechs Interceptions.
Allen hatte die Bills einmal mehr zum Gewinn der AFC East geführt, war - nach einem Sieg gegen Jacksons Ravens in den Divisionals - aber im AFC Championship Game erneut an Patrick Mahomes und den Kansas City Chiefs gescheitert, die am Sonntag um den dritten Super-Bowl-Triumph in Folge spielen.
Jackson, 2019 und 2023 zum MVP gekürt, wäre zweifellos erneut ein würdiger Gewinner gewesen. Statistisch gesehen legte der 28-Jährige die beste Saison seiner NFL-Karriere hin. Mit 4172 Passing Yards und 41 Touchdown-Pässen (bei nur vier Interceptions) sorgte er für persönliche Bestwerte, zudem schaffte er als erster Spieler in der NFL-Geschichte 4000 Passing Yards und 900 Rushing Yards in einer Saison.
Most Valuable Player: Josh Allen (Buffalo Bills)
Offensive Player of the Year: Saquon Barkley (Philadelphia Eagles)
Defensive Player of the Year: Patrick Surtain II (Denver Broncos)
Offensive Rookie of the Year: Jayden Daniels (Washington Commanders)
Defensive Rookie of the Year: Jared Verse (Los Angeles Rams)
Comeback Player of the Year: Joe Burrow (Cincinatti Bengals)
Coach of the Year: Kevin O'Connell (Minnesota Vikings)
Antonio Gates, Tight End (San Diego/Los Angeles Chargers)
Eric Allen, Cornerback (Philadelphia Eagles, New Orleans Saints, Oakland Raiders)
Jared Allen, Defensive End (Kansas City Chiefs, Minnesota Vikings, Chicago Bears, Carolina Panthers)
Sterling Sharpe, Wide Receiver (Green Bay Packers)
ski