09.03.2025
Nach Trade-Gesuch
Was zu einer Schlammschlacht hätte werden können, lösen die Cleveland Browns mit viel Geld. Und so bleibt Top-Verteidiger Myles Garrett dem Team erhalten.

Vor rund einem Monat hatte sich Myles Garrett an sein langjähriges Team gewandt und sich gewünscht, in dieser Offseason wechseln zu dürfen - zu einer Mannschaft mit Super-Bowl-Ambitionen. "Mein Ziel war es nie, von Cleveland nach Canton (Ruhmeshalle des American Football; Anm. d. Red.) zu kommen, sondern immer, um den Super Bowl zu spielen und ihn zu gewinnen", so der Athlet Anfang Februar. "Mit diesem Ziel vor Augen habe ich darum gebeten, von den Cleveland Browns getradet zu werden."
In den letzten Tagen war aber durchgesickert, dass das Management der Cleveland Browns ihren Pass Rusher nicht gern ziehen lassen wollten. Hätte der 29-Jährige, der 2017 als First Overall Pick nach Ohio gekommen war, daraufhin weiter auf einen Trade gepocht, es hätte eine Schlammschlacht zwischen Franchise-Legende und Franchise geben können. Hätte.
Denn wie an diesem Sonntag in US-Medien überraschend durchsickerte, verständigten sich beide Parteien hinter verschlossener Tür nun doch auf einen Verbleib des Quarterback-Jägers bei den Browns.
Was wenig überraschend sehr teuer für Cleveland wurde: Garrett nämlich erhielt einen neuen Vierjahresvertrag mit dem Gesamtvolumen von 160 Millionen US-Dollar - 123,5 Millionen davon voll garantiert. Das hievt den Defensive End ins oberste Regal der NFL-Stars. Der Routinier, der in bislang 117 Regular-Season-Einsätze auf stolze 102,5 Sacks, 20 Forced Fumbles und 352 Tackles kommt, ist damit fortan der teuerste Nicht-Quarterback der bisherigen Football-Geschichte.
Das Interessante dabei ist natürlich, dass Garrett für den Moment aus neutraler Sicht das viele Geld über den sportlichen Anspruch gestellt hat. Denn die Browns haben die jüngste Regular Season mit der schwachen Bilanz von 3-14 abgeschlossen und zugleich viel an Cap Space bereits ausgegeben. Vor allem an Denzel Ward (teuerster Cornerback der NFL) und den verletzten Quarterback Deshaun Watson, der trotz Achillessehnenriss weiterhin seinen Bombastvertrag mit 230 Millionen US-Dollar (alles garantiert) hält.
Und eben wegen seiner Verletzung dafür sorgt, dass die Browns aus der AFC North in dieser Offseason auch in Sachen Quarterback handeln müssen. Gerüchteweise soll Interesse an Daniel Jones (Vikings), Carson Wentz (Chiefs) und Kirk Cousins (Falcons) bestehen.
mag