football-world
    • Football Heute
    • Schlagzeilen
    • Videos
    • Wettbewerbe
  • USA
    • NFL
    • College
    • NFL in Deutschland
  • Europa
    • Football in Europa
  • Deutschland
    • GFL
    • Nationalmannschaft
  • Mehr Football
    • Podcast Icing the kicker
    • Flag Football
    • Regeln
  • Sonstiges
    • Wir über uns
    • Facebook
    • Instagram
    • Linkedin
    • Impressum
    • Datenschutz
    • Nutzungsbedingungen
Partner des kicker.de

    NFL

    30.09.2026

    Nach schwachen Start

    111 Snaps, kein Pressure: Mims wird zu Burrows Mauer

    Acht Starts am College, enorme körperliche Voraussetzungen und jede Menge Fragezeichen: Als die Cincinnati Bengals Amarius Mims 2024 in der ersten Runde drafteten, gehörte der Offensive Tackle zu den spannendsten Projekten seiner Klasse. Gut zwei Jahre später scheint sich das Risiko zunehmend auszuzahlen.

    Amarius Mims von den Cincinnati Bengals
    Amarius Mims spielt bisher eine hervorragende Saison IMAGO/Icon Sportswire

    Zum Start der Saison 2026 entwickelt sich Mims vor allem in der Pass Protection zu einer echten Mauer vor Joe Burrow. Nach dem Charting von Pro Football Focus hat der Right Tackle auf seinen ersten 111 Pass-Blocking-Snaps keinen einzigen Pressure zugelassen. Bemerkenswert ist dabei nicht nur die Zahl selbst, sondern vor allem, gegen wen Mims seine weiße Weste behalten hat.

    Ein körperlicher Ausnahmefall

    Dass Cincinnati in Mims besonderes Potenzial sah, ist angesichts seiner körperlichen Voraussetzungen wenig überraschend. Bei seinen Pre-Draft-Messungen brachte es der ehemalige Georgia-Tackle auf 6'7¾", also rund 2,03 Meter, und 340 Pfund - etwa 154 Kilogramm.

    Noch außergewöhnlicher sind seine Proportionen. Mims' Arme wurden mit 36? Inches gemessen und lagen damit im 95. Perzentil unter Offensive Tackles. Seine Wingspan von 86¾ Inches erreichte das 96. Perzentil, seine 11¼ Inches großen Hände sogar das 98. Perzentil.

    Trotz seiner Masse zeigte Mims zudem bemerkenswerte Explosivität. Sein Broad Jump von 111 Inches lag im 84. Perzentil seiner Positionsgruppe. Lediglich beim Vertical Jump von 25½ Inches fiel er mit dem 18. Perzentil deutlich ab. Die Bengals führen ihren Right Tackle mittlerweile sogar mit 6'8" und 350 Pfund.

    Acht Starts reichen für Pick Nummer 18

    Das Risiko bei Mims lag deshalb nie in seinen körperlichen Möglichkeiten, sondern in seiner fehlenden Erfahrung. Während seiner drei Jahre bei den Georgia Bulldogs kam er zwar in 29 Spielen zum Einsatz, startete allerdings lediglich achtmal.

    Sechs dieser Starts absolvierte er 2023. Eine Knöchelverletzung kostete ihn in seiner letzten College-Saison zusätzlich sechs Spiele. Trotzdem hatten die Bengals genug gesehen und wählten Mims im NFL Draft 2024 bereits an Position 18.

    Ein Detail unterstrich schon damals sein enormes Potenzial: In seinen acht College-Starts ließ Mims keinen einzigen Sack zu.

    Trotzdem blieben Fragen. Selbst Nick Saban thematisierte am Draft-Abend die geringe Erfahrung des Tackles und forderte angesichts seiner außergewöhnlichen körperlichen Voraussetzungen mehr Konstanz.

    Verletzungen bremsen den Start

    Seine NFL-Karriere begann anschließend nicht ohne Probleme. Bereits in seiner ersten Preseason zog sich Mims eine Pectoral-Verletzung zu und verpasste dadurch die ersten beiden Regular-Season-Spiele seiner Rookie-Saison. Später kamen Probleme am Knöchel und an der Hand hinzu.

    Von einem verlorenen Rookie-Jahr konnte dennoch keine Rede sein. Mims absolvierte 15 Spiele und stand 13-mal in der Starting Lineup. Schon damals wehrte er sich gegen die Darstellung, grundsätzlich verletzungsanfällig zu sein.

    2025 lieferte er schließlich ein wichtiges Gegenargument. Mims startete alle 17 Spiele und absolvierte 1051 der 1111 möglichen Offensive Snaps der Bengals - 94,6 Prozent. Dabei wurde er über die gesamte Saison nicht ein einziges Mal wegen Holdings bestraft und kassierte lediglich einen False Start.

    Seine Entwicklung 2026 kommt deshalb nicht aus dem Nichts. Vielmehr scheint Mims auf seiner ersten kompletten Saison als NFL-Starter aufzubauen.

    111 Pass-Blocking-Snaps - kein Pressure

    In den ersten drei Spielen der neuen Saison hat diese Entwicklung vor allem in der Pass Protection eine neue Stufe erreicht. Nach dem Charting von Pro Football Focus hat Mims auf 111 Pass-Blocking-Snaps keinen einzigen Pressure zugelassen. Kein Sack, kein Quarterback Hit und kein Hurry wird ihm von PFF zugerechnet.

    Bei Pressure-Zahlen handelt es sich allerdings um Charting-Daten und nicht um eine einheitliche offizielle NFL-Statistik. Andere Auswertungen können einzelne Plays deshalb anders bewerten. So wurde Mims beispielsweise von einer anderen Filmanalyse gegen Houston ein Pressure zugeschrieben.

    Nach der PFF-Auswertung steht trotzdem die Null - und gerade der Blick auf Mims' bisherige Gegner macht diese Bilanz bemerkenswert.

    Bain, Hunter, Anderson und Watt

    Bereits zum Saisonauftakt gegen die Tampa Bay Buccaneers bekam es Cincinnati unter anderem mit First-Round-Pick Rueben Bain Jr. zu tun. Eine Woche später wartete eine der gefährlichsten Pass-Rush-Kombinationen der NFL: Danielle Hunter und Will Anderson Jr. von den Houston Texans.

    In Week 3 folgte schließlich T.J. Watt. Gerade das Duell mit dem ehemaligen Defensive Player of the Year wurde zum bislang größten Statement von Mims. Der Bengals-Tackle stand Watt über weite Strecken gegenüber und blieb nach PFF erneut ohne zugelassenen Pressure.

    Damit hat Mims innerhalb seiner ersten drei Saisonspiele bereits mehrere der gefährlichsten Edge Rusher der Liga erlebt - ohne dass PFF ihm bislang auch nur einen Pressure gegen Burrow anrechnet.

    >> football-world als bevorzugte Quelle bei Google hinterlegen

    >> NFL 2026: Die große Saisonvorschau im kicker-Sonderheft

    nkr