21.05.2025
Vorschlag der Packers abgelehnt
Während des Spring Meetings in Minneapolis haben sich die 32 Teams der NFL gegen ein Verbot des sogenannten "Tush Push" ausgesprochen. Am Ende fehlten der erforderlichen Mehrheit offenbar zwei Stimmen.

Der Vorschlag der Green Bay Packers für eine Regeländerung, die den sogenannten "Tush Push" verboten hätte, wurde am Mittwoch abgelehnt - wenn auch nur denkbar knapp. Das geht aus übereinstimmenden US-amerikanischen Medienberichten hervor.
Nach Informationen von ESPN stimmten 22 der 32 Teams für den entsprechenden Vorschlag und damit die Mehrheit der Franchises. Allerdings hätte der Vorschlag eine Mehrheit von 24 Stimmen benötigt, um umgesetzt zu werden.
Zuvor hatten sich Jeffrey Lurie, der Besitzer der Philadelphia Eagles, sowie der langjährige Eagles-Center Jason Kelce gegenüber den anderen Teambesitzern für den "Tush Push", den die Eagles berühmt gemacht haben, ausgesprochen. Bereits im März hatte der 37-Jährige erklärt, "Football ist ein Sport, in dem es auf das Physische ankommt, auf Aggression und auf unseren Willen gegen euren Willen, um ein Yard zu kämpfen". Die Packers hatten in ihrer Begründung für ein Verbot unter anderem die Sorge um die Sicherheit der Spieler angeführt, auch wenn die NFL angab, dass bislang bei einem "Tush Push" noch keine Verletzung registriert wurde.
In dem von den Eagles oder den Buffalo Bills bevorzugten Spielzug, der kurz vor der Endzone oder dem First-Down-Marker ausgeführt wird, wird der Ballempfänger quasi mit dem Snap von seinen Mitspielern nach vorn gedrückt und so idealerweise über beispielsweise die Goal Line gewuchtet für einen Touchdown.
Zwar sahen die Fans den "Tush Push" in der vergangenen Saison laut ESPN Research nur in 0,28 Prozent aller ausgespielten Plays, doch die Eagles und die Bills haben eine hervorragende Erfolgsquote von 87 Prozent bei ihren Versuchen vorzuweisen. Der Rest der Liga steht bei einer Erfolgsquote von 71 Prozent - und wird sich auch nächste Saison daran versuchen müssen, die Eagles, Bills und Co. bei diesem Play zu stoppen.
Beim Treffen der Teambesitzer in Minneapolis wurde nicht nur über den "Tush Push" debattiert, es wurden auch andere Entscheidungen und Regelanpassungen getroffen. So bestätigte die NFL bereits am Dienstag, dass die Spieler am Flag-Football-Turnier bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles teilnehmen dürfen.
Am Mittwoch stimmten die Teambesitzer zudem für eine Regelanpassung, die es einem Team, das in Rückstand liegt, erlaubt, jederzeit in einer Partie einen Onside Kick zu versuchen. Vergangene Saison war dies nur im vierten Viertel möglich.
pja