02.08.2025
"Ich habe alles getan"
Micah Parsons ist einer der besten Pass Rusher der NFL und ein absoluter Anker der Dallas Cowboys. Dennoch versandeten Vertragsgespräche in der Vergangenheit dem Vernehmen nach, weswegen nun sogar ein Wechsel Thema wird.

Im Jahr 2021 hatten sich die Cowboys im Draft mit ihrem damaligen Erstrunden-Pick (12. Stelle) für Micah Parsons entschieden. Ein Top-Schachzug, schließlich avancierte der frühere Penn-State-College-Spieler seither zu einem Elite-Profi.
Der Defensive End brachte es etwa in 63 Regular-Season-Einsätzen bislang auf 52,5 Sacks, 256 Total Tackles und neun Forced Fumbles. Allein in jeder Spielzeit verbuchte Parsons bislang stets mindestens zwölf Sacks.
Alles Zahlen, die eine Vertragsverlängerung rechtfertigen und den Defensive End gehaltstechnisch ins aller oberste Regal hieven sollten. Sollten.
Denn die Wahrheit sieht momentan so aus, dass sich die Cowboys-Manager mit der Seite Parsons nicht auf einen neuen, üppigen Vertrag einigen können. Diverse Verhandlungen in der Vergangenheit haben noch zu keinem Durchbruch geführt. Das führte nun sogar dazu, dass sich der 26-jährige Star selbst zu Wort meldete und einen Trade verlangte - an sich keine Seltenheit in der NFL bei stockenden Gesprächen mit einem Franchise-Management.
Parsons' Worte auf Social Media lassen aber tief blicken - zumal der Quarterback-Jäger als Cowboys-Fan aufgewachsen war und sich damals 2021 im Draft sein Kindheitstraum erfüllte. So schreibt der Defense-Star hier: "Ich wollte hier bleiben ... Ich habe alles getan, um klarzumachen, dass ich ein Cowboy sein und den Stern weiterhin auf meinem Helm tragen wollte. Ich wollte vor den besten Fans des Sports spielen und wieder in dieses amerikanische Team aufgenommen werden."
Doch nun nach den offenbar wenig gewinnbringenden Gesprächen "möchte ich nicht mehr hier sein". Parsons soll US-Medien zufolge auch deswegen angefressen sein, weil sein Agent David Mulugheta bei bisherigen Gesprächen nicht anwesend sein durfte, eine vor Monaten getroffene Abmachung mit Teambesitzer Jerry Jones sich bislang eben nicht erfüllte und der Boss zuletzt auch noch etwas gegen den momentan verletzt fehlenden Spieler stichelte.
Parsons dazu: "Ich möchte nicht länger zu Verhandlungen hinter verschlossenen Türen gezwungen werden, ohne dass mein Agent anwesend ist. Ich möchte nicht mehr, dass man mir Vorwürfe macht, weil ich mich verletzt habe, während ich alles für die Organisation, unsere Fans und meine Teamkollegen aufs Spiel gesetzt habe. Ich möchte nicht mehr, dass Geschichten über mich erfunden und in den Medien verbreitet werden. Ich habe absichtlich geschwiegen, in der Hoffnung, etwas zu erreichen." Doch das sei ihm nicht gelungen, weswegen er nun nicht in sein fünftes und letztes Rookie-Jahr für 24 Millionen US-Dollar für die Dallas Cowboys gehen will.
mag