11.08.2025
NFL-Kolumne von Adrian Franke
Die NFL ist zurück und gleich am ersten Preseason-Spieltag mangelte es nicht an Storylines. Shedeur Sanders entfachte prompt neuen Hype, während auch Jaxson Dart überzeugte. Travis Hunters Debüt zeigt eine klare Tendenz, in Seattle glänzt ein Receiver weiter und die Ravens haben noch eine Waffe zurück.

14 von 23 Pässen angebracht, 138 Yards, zwei Touchdowns, ein paar Würfe, die auf Social Media die Runden machten: Das Preseason-Debüt von Shedeur Sanders hätte sehr viel schlechter verlaufen können. Dabei half es, dass die Browns verletzungsbedingt nicht auf ihr volles Quarterback-Bataillon zugreifen konnten, wodurch Sanders lange auf dem Platz stand.
Doch ist der Hype, der unmittelbar folgte, nur bedingt gerechtfertigt. Gleichzeitig spielt das in Cleveland wiederum vielleicht nur bedingt eine Rolle.
Der Großteil seiner Plays war unspektakulär, aber produktiv. Und das kann eine Falle in der Preseason sein, da es gegen zumeist sehr simple Defenses umso eher möglich ist, mit schnellen, kurzen, präzisen und eher unauffälligen Pässen den Ball effizient zu bewegen. Schnelle Slants, designte Underneath Targets, Screens: Fast zwei Drittel von Sanders’ Pässen gegen die Panthers fanden innerhalb von neun Yards sowie hinter der Line of Scrimmage statt.
Doch zwei Punkte dazu: Sanders hatte auch seine Highlights. Der Scramble bei Dritter-und-Neun für ein neues First Down zeigte eine zumindest funktionale Mobilität. Der erste Touchdown war ein exzellent platzierter Ball in ein enges Fenster zwischen zwei Verteidiger. Der zweite Touchdown belegte, dass er mit sauberer Plattform genug Power in den Wurf legen kann. Sanders zeigte insgesamt häufig initial gute Bewegung in der Pocket, um seine Plattform für den Wurf früh im Play zu antizipieren und zu sichern.
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Und: Als "langweiliger" Game Manager effizient zu sein, den Ball In-Rhythm zu verteilen, das ist für Sanders mit seinem Skillset der vielversprechendste Weg, um sich potenziell für eine Starter-Rolle in der NFL zu empfehlen. So hat er gegen die Panthers gespielt.
Es war dabei längst nicht alles perfekt. Sanders war einige Male leicht Off-Target, vereinzelt verfehlte er Receiver auch etwas deutlicher. Er hatte Glück bei einem potenziellen Hospital Ball Mitte des zweiten Viertels sowie bei einer Beinahe-Interception über die Mitte bei einem langen Second Down wenig später. Mit seinen Reads war er einige Male in puncto Timing im Grenzbereich, was gegen eine Starting-Defense schnell bestraft wird.
Sanders hat in Ansätzen gezeigt, dass er als Ballverteiler in Kevin Stefanskis Offense spielen kann. Nicht mehr und nicht weniger, und das immerhin ohne Jerry Jeudy, Cedric Tillman und David Njoku, die drei mutmaßlichen Top-Playmaker der Browns. Die Starting-Receiver für Shedeur Sanders waren Jamari Thrash und Neuzugang Diontae Johnson, die mit Blick auf die Regular Season um den dritten Starter-Spot neben Jeudy und Tillman konkurrieren. Thrash spielte am Freitagabend im Slot, wo am ehesten eine offene Rolle neben den beiden Startern zu haben sein wird.
Es ist unheimlich schwierig, aus der Preseason wirklich legitime Schlüsse zu ziehen. Doch die Browns haben keinen unangreifbaren Starting-Quarterback; ganz im Gegenteil, Joe Flacco ist die Bilderbuch-Übergangslösung. Wenn überhaupt das noch an diesem Punkt seiner Karriere. Es wäre im unbedingten Interesse der Browns, dass einer der beiden Rookie-Quarterbacks sich für größere Aufgaben empfiehlt - und dann sollte er diese Chance auch definitiv bekommen.
Cleveland sollte sehr großes Interesse daran haben, über die nächsten Wochen möglichst viele Datenpunkte bezüglich Sanders zu sammeln. Und wenn er zeigen kann, dass er eine Chance auch früh in der Saison verdient hat, könnte das Clevelands Saison eine echte Perspektive geben. Und dem erneuten Rebuild einen Funken Hoffnung.
Ich bin weit davon entfernt, den Sanders-Hype nach einem funktionalen Preseason-Auftritt mit ein paar guten Pässen zu eröffnen. Aber Perspektive ist hier wichtig: In der Quarterback-Situation der Browns braucht es nicht viel Hype, um in neue Richtungen zu denken.
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Bei den Giants kamen zum Preseason-Auftakt gegen die Bills alle vier Quarterbacks - Russell Wilson, Jameis Winston, Jaxson Dart und Tommy DeVito - zum Einsatz, während mit Malik Nabers und Darius Slayton zwei der drei Top-Receiver nicht spielten. Wilson als der klar so auch kommunizierte Starter eröffnete die Partie, Dart übernahm ab dem zweiten Drive. Und der Rookie hinterließ bei insgesamt 21 Dropbacks (12/19, 154 YDS, TD) einen überaus positiven Eindruck.
Dart hatte einen der Highlight-Würfe ligaweit in der ersten Preseason-Woche: Sein Touchdown-Pass auf Lil’Jordan Humphrey war nicht nur ein gut platzierter Go-Ball bei Third Down; Dart warf den Ball auch unter direktem Druck. Obwohl ein Rusher zentral durchbrach, blieb Dart in der Pocket, gab seinem Receiver eine Chance und brachte den Ball sauber raus.
Vor allem aber spielte er schnell. Sein Timing und die Geschwindigkeit im Treffen von Entscheidungen wirkte schärfer, als etwa bei Shedeur Sanders. Auch Dart verfehlte einige Bälle, auch Dart hatte ein Mal Interception-Glück, wenn auch bei einem abgefälschten Pass. Bei Third Down kurz vor der Halbzeitpause übersah er zudem einen offenen Crosser und versuchte einen viel schwierigeren Pass Richtung Sideline, der nicht ankam.
Aber: Auch Dart zeigte mehrfach seine Mobilität als Scrambler. Es war auch deshalb ein positives Debüt, weil Dart seine Playmaker-Qualitäten gegen Pressure andeuten konnte.
Erstrunden-Rookie-Kollege Abdul Carter kam nur zu Beginn des Spiels auf eine Handvoll Snaps. Gegen Buffalos Starter gelangen ihm bei drei Pass-Rush-Snaps drei Quarterback-Pressures. Es war in einer Mini Sample Size ein eindrucksvolles Debüt des Pass-Rushers.
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Auch der Nummer-1-Overall-Pick gab am Wochenende sein Debüt, wenngleich Cam Wards erster NFL-Spieltag mit gerade einmal acht Dropbacks ungleich kürzer verlief, als die der Rookie-Kollegen Shedeur Sanders und Jaxson Dart.
Dementsprechend wenig Vielfalt gab es in seinen Würfen: Sieben seiner acht Pässe waren direkte Dropbacks ohne Play Action und ohne Screen, darunter kein Downfield Shot und kein Pass hinter die Line of Scrimmage.
Es fiel direkt auf, dass Ward gegen die Bucs anfangs meist nicht zu seinem primären Read gehen konnte - was wiederum vereinzelt zu leicht verzögerten Reads führte.
Ein Touch-Pass auf seine linke Seite zu Calvin Ridley bei Erster-und-20 sowie ein weiterer Pass auf Ridley bei einem tieferen Crosser waren seine beiden besten Pässe. Unmittelbar danach hatte er großes Glück, dass ein Ball Richtung Sideline nicht vom Verteidiger darunter abgefangen wurde. Allzu viele übergreifende Takeaways ließ das Debüt aber nicht zu.
Calvin Ridley, Tyler Lockett und Van Jefferson spielten fast das gesamte erste Viertel für eine Titans-Offense, die weitestgehend aus 11-Personnel agierte. In 12-Personnel waren Ridley und Jefferson primär auf dem Platz. Okonkwo spielte alle Tight-End-Snaps mit den Startern. Mit den Backups kamen die Rookies Elic Ayomanor und Chimere Dike rein, mit Bryce Oliver in der X-Receiver-Rolle.
Von keinem Spieler aus dem Seahawks-Camp habe ich so viel Hype mitbekommen wie von Tory Horton. Der Rookie-Fünftrunden-Receiver, der nach auskurierter Verletzung mittlerweile wieder bei 100 Prozent ist, fiel immer wieder positiv auf und sorgte für einige Camp-Highlights.
Dieser Eindruck bestätigte sich im ersten Preseason-Spiel. Horton bewegte sich leichtfüßig, er zeigte scharfe Cuts, er kreierte Separation gegen die Raiders. Und er hatte ein weiteres Highlight in Form eines Touchdowns bei Third-Down, als er sich nach dem Catch blitzartig drehte und durch mehrere Verteidiger hindurch manövrierte.
Mit Jaxon Smith-Njigba und Cooper Kupp sind die Seahawks im Slot mehr als ausreichend besetzt. Outside soll Marquez Valdes-Scantling als Field-Stretcher fungieren - doch hier sind Snaps zu haben. Horton könnte der Outside-Receiver für all die tieferen In-Breaking-Routes in Kubiaks Offense werden.
"Ich sehe die gleichen Dinge, die ihr auch seht", bestätigte Coach Mike Macdonald vergangene Woche gegenüber Reportern deren Eindrücke bezüglich des Rookie-Receivers aus dem Training, und fügte hinzu: "Ein weiser Mann - Steve Smith Sr. - hat einmal gesagt, dass Rookies ein Play pro Tag machen müssen, um sich in den Vordergrund zu spielen. Das macht er. Er macht jeden Tag mehrere Plays."
Der Preseason-Start knüpfte daran nahtlos an. Wenn Horton so weiter macht, wird es schwer sein, ihn nicht auch im September aufzustellen.
Das Quarterback-Duell bei den Colts nimmt jedes Hindernis mit, das man nur finden kann. Der Plan in Indianapolis war, dass Anthony Richardson im ersten Spiel die ersten eineinhalb Viertel bekommt, mit Daniel Jones als "Starter" in Woche 2. Das klappte für genau sieben Snaps, ehe Richardson nach einem Sack - der höchstwahrscheinlich auf ihn selbst ging - durch einen freien Rusher mit einer Verletzung am kleinen Finger raus musste.
Immerhin scheint dabei nichts Schlimmeres passiert zu sein, sodass Head Coach Shane Steichen bereits angekündigt hat, dass sie kommende Woche tauschen könnte, und dann Richardson - statt, wie eigentlich geplant, Jones - den Großteil der ersten Hälfte in Woche 2 spielen könnte.
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Richardson hatte viel Momentum aus dem Camp mitgenommen, in dem er übereinstimmenden Berichten zufolge der klar bessere Quarterback war. Das Spiel gegen die Ravens hätte seine Gelegenheit sein können, diesen Status zu zementieren, und zu zeigen, dass er tatsächlich seine Fundamentals so merklich verbessert hat, dass seine Accuracy konstanter wird. Auf dieser Mission hat er jetzt wieder eine Woche verloren, und das ist das Thema seiner bisherigen NFL-Karriere: Der Faktor Zeit wird kritischer, und Richardson steht zu häufig nicht auf dem Platz.
Das bringt das Spiel gegen die Packers am kommenden Samstag besonders in den Fokus. Die Colts trainieren unter der Woche vorher bereits gemeinsam mit Green Bay, was zusätzliche Aufschlüsse liefern sollte. Jones machte seine Sache gegen Baltimore zumindest Underneath ordentlich. Dieses Level muss Richardson nach wie vor unter Beweis stellen.
Die Bengals fahren in dieser Preseason eine neue Strategie. Nach mehreren schwachen Starts in die Regular Season über die letzten Jahre bekommen die Starter in diesem Jahr Einsatzzeit in der Preseason - und zumindest hier präsentieren sich Joe Burrow und Co. in exzellenter Frühform.
Burrow bekam die ersten beiden Drives im Spiel gegen die Eagles, beide endeten mit Touchdown-Pässen. Tight End Tanner Hudson und Ja'Marr Chase gelangen jeweils gute Plays nach dem Catch auf dem Weg Richtung Endzone, Burrow brachte neun seiner zehn Pässe für 123 Yards an.
Ob man Starter in der Preseason angesichts des Verletzungsrisikos lieber schonen oder ihnen ein paar Snaps geben sollte, um möglichen Offseason-Rost abzuschütteln, ist eine Debatte, die seit Jahren geführt wird. Und auch unter den NFL-Top-Coaches gibt es hier keine Einigkeit: Während Sean McVay berüchtigt dafür ist, Starter komplett aus der Preseason raus zu halten, bekommen Patrick Mahomes und die Chiefs-Starter unter Andy Reid stets vergleichsweise viele Snaps.
Die Bengals fahren jetzt eine gezielt andere Strategie, es sollen auch nicht die letzten Snaps für die Starter in dieser Preseason gewesen sein. Vielleicht ist etwas dran, dass das Team mehr Spielpraxis vor der Regular Season braucht. Vielleicht aber lag es auch daran, dass Burrow über die letzten Jahre regelmäßig angeschlagen in der Saisonvorbereitung war und eher dadurch anfangs der Rhythmus fehlte.
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Travis Hunter ist eine der spannenderen Personalien vor der neuen Saison, bedingt durch die Frage: Könnte er tatsächlich ein Starter in der Offense und in der Defense sein? Die Jaguars hatten im Camp einen Plan dafür, um ihm Trainingstage auf beiden Seiten des Balls zu geben. Woche 1 der Preseason allerdings zeichnete ein klares Bild: Hunter spielte elf der zwölf Starter-Snaps in der Offense - und keinen in der Starting-Defense. Fünf seiner elf Starter-Snaps kamen im Slot, einzig ein Play der Starter aus 12-Personnel mit Brian Thomas und Dyami Brown auf dem Feld verpasste er. In der Defense kam er erst im zweiten und dritten Drive aufs Feld.
Ebenfalls erwähnenswert bei den Jaguars, deren Backfield-Rotation unter dem neuen Head Coach Liam Coen noch offen ist: Travis Etienne spielte alle (!) Snaps mit der Starting-Offense. Tank Bigsby kam anschließend für zwei Drives mit den Backups rein. Danach teilten sich die Rookies Bhayshul Tuten und LeQuint Allen das Backfield. Tutens erster Snap kam erst spät im zweiten Viertel.
Für J.J. McCarthy begann die Saison als Starting-Quarterback der Minnesota Vikings unter anderem ohne Aaron Jones - Jordan Mason spielte alle Snaps mit den Startern - und ohne Justin Jefferson
Er zeigte gutes Ball Placement aus der Bewegung heraus, seine Base war teilweise noch etwas weit, doch der Ball kam meist sauber raus. Sein klarster Miss kam bei Third Down bei einem trotz sauberer Pocket zu hoch angesetzten Wurf über die Mitte. Das sind Dinge, an denen er weiter arbeiten muss: mehr Touch und mehr Konstanz in die Würfe zu bekommen. Doch ging es in McCarthys erstem Spiel zurück von der Verletzung in erster Linie darum, zu zeigen, dass er seinem Körper vertraut, dass die Mobilität und die Power da sind. All das war in kleiner Sample Size sichtbar.
Nicht, dass die Baltimore Ravens noch mehr Explosivität bräuchten - aber es ist spannend, sich vorzustellen, was für ein Element Keaton Mitchell der Offense noch geben könnte. Mitchell hatte eine spektakuläre 2023er Saison, als er bei 47 Runs sieben über mindestens 15 Yards hinlegte und über zehn Yards pro Catch verzeichnete. Die 2024er Saison verpasste er infolge eines Kreuzbandrisses fast komplett, jetzt scheint er wieder bei 100 Prozent zu sein: Neun Runs für 68 Yards hatte Mitchell zum Preseason-Auftakt der Ravens, darunter ein 22-Yard-Touchdown bei dem er seine Agilität und Beschleunigung zeigte, sowie zuvor bereits ein 23-Yarder, bei dem er geduldig Richtung Line pushte, um dann nach außen zu explodieren. Mitchell war auch Baltimores Kick-Returner (3 Returns für 64 Yards).
Es brauchte genau ein Play, um zu sehen, dass Rookie TreVeyon Henderson den New England Patriots mehr Explosivität gibt, als die Patriots letztes Jahr im ganzen Team haben. Zugegeben, das mag überspitzt formuliert sein - aber allzu weit entfernt von der Wahrheit ist es nicht. Henderson begann seine NFL-Karriere spektakulär mit einem Kickoff-Return-Touchdown, der seinen Speed und seine Beschleunigung eindrucksvoll untermauerte. Rhamondre Stevenson begann das Spiel für die Offense, wurde dann aber von Henderson abgelöst, der auch den zweiten Drive bekam und mit Stevenson rotierte. Antonio Gibson kam erst mit den Backups rein. Das könnte ein sehr klarer Blick schon auf die Regular-Season-Rotation in New Englands Backfield sein
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Bei den Arizona Cardinals zeichnet sich eine Veränderung in der Wide-Receiver-Hierarchie ab, die mitunter auch im Camp schon zu beobachten war: Beim Preseason-Auftakt gegen die Chiefs bestand 11-Personnel zwar zumeist aus Marvin Harrison Jr., Zay Jones und Michael Wilson. Doch die Cardinals spielten - wie gewohnt - primär aus 12-Personnel, worin Harrison jeden Snap spielte und Zay Jones der zweite "Starting" Receiver war. Er könnte hier Wilson in der internen Hackordnung verdrängt haben, was vor allem relevant für Harrisons Rolle ist: Mit Zones auf dem Platz als X-Receiver könnte Harrison mehr in der Formation herum bewegt werden. Wilson dagegen ist effizienter in der Big-Slot-Rolle.
Bei den Detroit Lions hatten im Spiel gegen die Falcons die ersten vier Receiver abermals frei, was die Tür für eine größere Workload von Rookie Isaac TeSlaa öffnete. Spannend war dabei vor allem seine Rolle: TeSlaa spielte in erster Linie X-Receiver. Der Rookie war im College ein Big Slot, bringt aber die physischen Voraussetzungen mit, um X-Receiver zu spielen. Dafür wird er noch Zeit brauchen, könnte dann aber deutlich eher eine Rolle in der Lions-Offense finden, die im Slot mit Amon-Ra St. Brown herausragend besetzt ist. Bei einem gut designten Play zeigte TeSlaa prompt seine Physis am Catch Point zu seinem ersten Touchdown.
Im ersten inoffiziellen Depth Chart der Denver Broncos war Rookie R.J. Harvey nur als fünfter Running Back gelistet. Das erste Preseason-Spiel gegen die 49ers zeichnete ein anderes Bild. Harvey spielte 12 von 13 Snaps mit den Startern bei First und Second Down, Dobbins bekam alle fünf Third-Down-Snaps. Das war kurioserweise die "vertauschte" Rollenverteilung als gedacht für die beiden Backs. Zumindest aber war es ein klarer Hinweis darauf, dass Harvey und Dobbins das Backfield anführen werden, und dass der Rookie - wenig überraschend - eine große Rolle bekommen wird. Audric Estime kam erst in der zweiten Hälfte zum Einsatz.
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Eine Sekunde vor der Halbzeitpause im Spiel gegen die Steelers hatten die Jaguars zwei Optionen: Einen Hail Mary, vermutlich in Form mehrerer Querpässe, zu werfen - oder zu versuchen, das längste Field Goal in der Geschichte der NFL zu verwandeln. Die Jags entschieden sich für Letzteres - und wurden Zeuge davon, wie Cam Little ein 70-Yard-Field-Goal (!) zwischen die Stangen knallte!
Der Vollständigkeit halber sei hier erwähnt, dass Preseason-Bestmarken nicht als "offizielle" Rekorde gezählt werden. Es ist also im wahrsten Sinne des Wortes ein Rekord, der keiner ist. Doch den Moment dieses ersten Preseason-Wochenendes kann niemand mehr Cam Little nehmen.
Adrian Franke