11.08.2025
ELF - Week 13
In einem hochklassigen Schlagabtausch setzten sich die Munich Ravens knapp mit 30:27 gegen die Madrid Bravos durch. Vor Week 14 ist das Playoff-Rennen der European League of Football damit weiterhin extrem offen.

Der dramatische Kampf um die Playoff-Plätze in der European League of Football geht weiter. Die Munich Ravens haben sich in einem nervenaufreibenden Duell mit 30:27 (14:7) gegen die Madrid Bravos behauptet und damit ihre gute Ausgangsposition gefestigt.
Während sich Stuttgart Surge mit einem klaren Sieg den Titel in der West Division gesichert hat, wird es zwischen Rhein Fire, die Paris Musketeers, Frankfurt Galaxy und die Bravos am letzten Spieltag ein brisantes Fernduell um die verbliebenen Plätze geben.
Die Spanier sind durch die Niederlage bei den Ravens etwas ins Hintertreffen geraten. Die Münchner legten in dem Duell ein Traumstart hin. Gleich im ersten Viertel brach Running Back Justin Rodney über die linke Seite durch und vollendete einen 84-Yards-Lauf zum Touchdown.
Die Madrilenen antworteten im zweiten Viertel mit einem kurzen Pass von Quarterback Reid Sinnett auf Jordi Torrededia zum 7:7-Ausgleich. Doch die Ravens schlugen umgehend zurück - Tabor fand Marvin Rutsch mit einem 20-Yards-Pass über die Mitte in der Endzone. Kurz vor der Pause bot sich den Bravos die Chance zum Ausgleich, doch Sinnetts Pass in die Endzone wurde von Cole Coleman abgefangen.
Nach der Pause verkürzten die Bravos mit einem langen Touchdown Drive, den Sinnett selbst mit einem kurzen Lauf vollendete. Der geblockte Extrapunkt ließ die Ravens jedoch mit einem Punkt Vorsprung ins Schlussviertel gehen. Dort entwickelte sich ein wahres Offensivspektakel: Madrid drehte die Partie zunächst mit Touchdown und erfolgreicher Two Point Conversion, München antwortete postwendend - ebenfalls mit Touchdown und Two Point Conversion - und lag wieder knapp mit 22:21 vorn.
Die Bravos gingen durch Eduard Molina erneut in Führung, verpassten aber die Two Point Conversion. Drei Minuten vor Schluss marschierten die Ravens noch einmal übers Feld, ehe Tabor selbst zum Touchdown lief. Wieder entschieden sich die Ravens, für die zwei Punkte zu gehen, anstatt den Extrapunkt zu schießen - wieder waren sie erfolgreich. Madrid kam in den Schlusssekunden noch in Field-Goal-Reichweite, doch der 56-Yards-Versuch zum Ausgleich von Alvaro Penas segelte vorbei, sodass die Ravens mit 30:27 gewannen.
Dabei geriet auch der Rekord von Sinnett in den Hintergrund. Der Quarterback knackte mit 3594 Passing Yards die Bestmarke von Jadrian Clark, der 2023 mit Rhein Fire auf 3586 Passing Yards kam.
Auch das Rückspiel zwischen den Prague Lions und der Frankfurt Galaxy war ein echter Thriller. Acht Sekunden vor Schluss hielt Quarterback Jameson Wang die Hessen mit einem Touchdown-Pass auf Normen Schumm im Spiel. Für die Verlängerung brauchte es die Two Point Conversion - und die saß: Wang fand Brevin Easton in der Endzone zum 21:21-Ausgleich. In der Overtime war es erneut das Duo Wang/Easton, das für Galaxy punktete. Der letzte Versuch der Lions, das Match auszugleichen, endete in einer Interception von Bijon Harris und besiegelte den 28:21-Auswärtssieg für Frankfurt.
Weniger Nervenkitzel, aber ebenso wichtig für das Playoff-Rennen, war der 34:24-Heimerfolg von Rhein Fire gegen die Raiders Tirol. Der Titelverteidiger kontrollierte das Geschehen nach der Halbzeit, ließ die Österreicher zwar immer wieder herankommen, hielt aber in den entscheidenden Momenten dagegen und festigte so seine Position im Kampf um die letzten Playoff-Plätze.
Derweil hat Stuttgart Surge mit einem klaren 44:3-Sieg über die weiterhin sieglosen Cologne Centurions sich den Titel in der West Division gesichert. Auch die Paris Musketeers haben ihre Hausaufgaben erledigt und mit 77:0 gegen die Helvetic Mercenaries gewonnen. Durch die Niederlage der Bravos haben sie sich nun auf den sechsten Rang vorgeschoben und brauchen nur noch einen Sieg, um die Postseason abzusichern.
val