25.08.2025
Neue Regeln in diesem Jahr
Der Roster Cut in der NFL steht vor der Tür. Ab dem 26. August beginnt für 544 Spieler der nächste Schritt: das Practice Squad. football-world liefert die wichtigsten Informationen zu der Kader-Verkleinerung und dem Practice Squad.

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Für fast 1200 Spieler endet in den kommenden Tagen der Traum vom 53er-Kader. Rund anderthalb Wochen vor dem Saisonauftakt müssen alle 32 NFL-Teams ihr Roster von 90 auf 53 Spieler reduzieren.
Doch nicht alle Karrieren sind damit gestoppt: Viele finden einen Platz im Practice Squad - dem Trainingskader der Mannschaften. Dort bleiben sie im System, können weiterentwickelt werden und im Bedarfsfall sogar in den aktiven Kader aufrücken. Football-world liefert die wichtigsten Informationen.
Bis spätestens Dienstag, 26. August 2025, 22 Uhr deutscher Zeit müssen alle Franchises in der NFL ihre Kader von 90 Spielern auf die erlaubten 53 reduzieren.
Der Rest wird gecuttet, über das Waiver-System verteilt oder landen in der Free Agency. Dabei laufen entlassene Spieler, die noch keine vier NFL-Saisons auf dem Buckel haben sowie aus dem IPP stammen, durch die Waiver Wire.
Doch viele von ihnen erhalten direkt eine neue Möglichkeit: Ab Mittwoch, 27. August 2025, 18 Uhr können die Practice Squads offiziell besetzt werden.
Jedes NFL-Team darf in dieser Spielzeit insgesamt 17 Spieler in sein Practice Squad aufnehmen, 16 dieser Plätze sind regulär für NFL-Spieler vorgesehen. Der zusätzliche siebzehnte Spot geht an einen Spieler außerhalb der USA. Er gibt internationalen Talenten die Chance, sich in der Liga zu etablieren, ohne dass ihr Platz den regulären Kader belastet.
Viel dieser Spieler kommen über das International Pathway Programm IPP in die Liga. Das ist vor allem für die deutschen Spieler relevant: Der 25-jährige Offensive Lineman Leander Wiegand, der im Frühjahr von den New York Jets verpflichtet wurde, gehört ebenso zu diesem Programm wie Kicker Lenny Krieg von den Atlanta Falcons und Tight End Maximilian Mang von den Indianapolis Colts.
Alle drei erhielten die sogenannte "Roster Exemption", die es ermöglicht, ohne Anrechnung auf den 90-Mann-Trainingskader ins Team integriert zu werden. Für die Regular Season bedeutet das: Sie haben einen sicheren Platz im Practice Squad und damit die Möglichkeit, sich direkt im NFL-Alltag zu entwickeln.
Die Practice-Squad-Regeln sind klar definiert, um ein Gleichgewicht zwischen Entwicklung und Erfahrung sicherzustellen. Vor allem Rookies und Spieler mit weniger als zwei jahren NFL-Erfahrung finden hier Platz.
Darüber hinaus dürfen die Teams auch erfahrene Profis aufnehmen: Bis zu sechs Veterans sind 2025 unabhängig von ihrer NFL-Erfahrung erlaubt, im vergangenen Jahr waren es noch. Damit ergibt sich eine Mischung aus jungen Talenten, die langfristig aufgebaut werden sollen, und Routiniers, die im Notfall sofort einspringen können.
Practice-Squad-Spieler sind nicht nur Trainingspartner, sondern können auch im regulären Spielbetrieb eingesetzt werden. Jede Woche dürfen Teams bis zu zwei Spieler aus ihrem Practice Squad für den Spieltag hochziehen.
Diese Flexibilität ist jedoch begrenzt: Ein Spieler darf höchstens dreimal pro Saison auf diese Weise aktiviert werden. Danach muss er fest in das 53-Man-Roster übernommen werden, wenn er weiter eingesetzt werden soll.
Außerdem gilt: Practice-Squad-Spieler können jederzeit von anderen Teams verpflichtet werden, allerdings nur für deren aktiven 53-Mann-Kader. Um Abgänge zu verhindern, dürfen die Teams jede Woche bis zu vier ihrer Spieler schützen.
Auch finanziell ist ein Platz im Practice Squad attraktiv. Spieler mit weniger als zwei NFL-Saisons verdienen 2025 ein festes Gehalt von 13.000 Dollar pro Woche.
Erfahrenere Profis mit mehr als zwei Jahren Erfahrung dürfen ihre Verträge frei verhandeln, wobei ein wöchentliches Minimum von 17.500 Dollar und ein Maximum von 22.000 Dollar festgelegt ist.
mgs