17.11.2025
Flammender Appell für QB
Die Seattle Seahawks haben denkbar knapp gegen die Los Angeles Rams verloren. Ursächlich waren nicht zuletzt die vier Interception von Sam Darnold. Doch während der Quarterback nach der Partie die Schuld auf sich nahm, stellte sich Ernest Jones IV vor seinen Teamkollegen.

Die Seattle Seahawks erlebten bei den Los Angeles Rams einen bitteren Abend. Trotz einer starken Defensiv-Leistung verloren sie knapp mit 19:21, damit ist die Serie von zehn Auswärtssiegen in Folge beendet.
Ursächlich waren nicht zuletzt die vier Interceptions, die sich Quarterback Sam Darnold erlaubte. So viel hatte er zuletzt 2019 geworfen, als er mit den New York Jets mit 0:33 bei den New England Patriots unterging und im Nachgang erzählte, dass er Geister gesehen habe.
"Ich kann mir nicht so viele Turnover erlauben", sagte ein konsternierter Darnold auf der Pressekonferenz. "Ich werde davon lernen, mir das Spiel nochmal anschauen und daran wachsen."
Zudem lobte er die Defense der Rams, die ihn dauerhaft unter Druck gesetzt hat. "Ich habe das Gefühl, dass sich ihr Pass Rush, die Linebacker und Safeties sehr gut verstehen und guten Football spielen. Sie machen es auf einem hohen Niveau und scheinen clever Spieler zu haben", befand der 28-Jährige.
Dennoch befand er, dass er selbst besser sein muss. "Das sind selbstverschuldete Fehler, wenn man den Ball so verliert", haderte er. "Manchmal ist es einfach besser, den Ball wegzuwerfen oder sogar einen Sack hinzunehmen, wenn nichts anders möglich ist."
Doch trotz dieser Leistung haben sich seine Teamkollegen vor ihn gestellt. So kam etwa Linebacker Ernest Jones IV extra in den Pressekonferenzraum, um Darnold in Schutz zu nehmen. "Sam spielt großartig. Wenn wir versuchen, ihn aufgrund dieser Partie zu definieren, kann ich nur sagen, dass er uns in jedem verdammten Spiel gehalten", startete er seinen flammenden Appell für seinen Quarterback.
Anschließend fügte er an: "Wenn er hier sitzt und sagt, dass es seine Schuld ist, kann ich nur widersprechen. Es sind Plays, die wir in der Defense hätten machen können... Es gab Möglichkeiten, wo wir den Gegner hätten stoppen können. Es ist Football. Er ist unser Quarterback. Wir stehen hinter ihm, und wenn ihr etwas zu sagen habt, dann ganz ehrlich f**** euch."
Auch Cooper Kupp machte Darnold keinerlei Vorwürfe. "Er hat seine Lektion gelernt und weiß, dass es Höhen und Tiefen gibt", so der Seahawks-Receiver. "Alles, was er machen muss, ist zurückzukommen und weiter Gas zu geben."
Das sieht auch Mike MacDonald so, denn er hob positiv hervor, dass Darnold das Team fast noch zum Sieg geführt hätte, wenn Jason Myers das 61-Yard-Field-Goal verwandelt hätte. "So ist er, seit er uns zu uns gekommen ist. Er ist ein ultimativer Wettkämpfer und toller Quarterback", lobte der Head Coach. "Wir lieben ihn."
Darüber hinaus wollte er sich nicht allzu viele Gedanken über die Niederlage machen, sondern richtete viel mehr Blick auf das Heimspiel gegen die Tennessee Titans am Sonntag. "Wir werden diese Woche im Training Vollgas geben, als ob wir das Field Goal getroffen hätten", kündigte er vollmundig an. "Es ist noch eine lange Saison und wir machen einfach weiter."
smu