28.04.2026
Wann entscheidet sich der Unrestricted Free Agent?
Nach wie vor haben die Pittsburgh Steelers keine Klarheit auf der Quarterback-Position. Was natürlich am weiterhin im Schatten hantierenden Aaron Rodgers liegt. Einen Schritt hat das Franchise aus Pennsylvania immerhin getätigt.

Spekulationen, dass Aaron Rodgers beim NFL Draft in Pittsburgh erscheinen und sein zweites NFL-Jahr in der "Steel City" selbst einläuten würde, waren schon im Vorfeld heruntergekocht worden. Bei der Lotterie selbst tauchte der 42-Jährige dann auch nicht auf.
Dauerthema bleibt A-Rod aber dennoch. Schließlich muss sich der frühere Star der Green Bay Packers früher oder später entscheiden - für oder gegen sein 22. Jahr in der National Football League, für oder gegen einen Verbleib bei den Steelers.
Und dass das Franchise aus der AFC North weiterhin mit dem einmaligen Super-Bowl-Champion plant, unterstreichen nicht nur immer wieder aufploppende Aussagen etwa vom neuen Head Coach Mike McCarthy oder bisherigen Mitspielern. Sondern zugleich auch der Umstand, dass Pittsburgh bis dato keinen erfahrenen Spielmacher an Land gezogen hat und stattdessen im Draft mit Drew Allar (3. Runde, 76. Stelle) ein entwicklungsfähiges Talent an Land gezogen hat. Der 24-jährige Will Howard (zwei Jahre Erfahrung) und 30-jährige Mason Rudolph (neun) runden den aktuellen Quarterback Room ab.
Das Bittere für Trainer McCarthy, das Team und die Fans? Einen genauen Zeitplan, bis wann Rodgers seine Entscheidung verkünden wird, existiert - zumindest in der öffentlichen Debatte (vielleicht im Geheimen) - nicht. So könnte es unter Umständen noch lange dauern, bis Klarheit herrscht.
Mit einem kleinen Hebel hat Pittsburgh nun immerhin etwas eingegriffen: Der sogenannte UFA Tender für Unrestricted Free Agents, von denen Rodgers einer ist, ist auf den Routinier gesetzt worden.
Das kommt selten vor, bewirkt im Grunde aber Folgendes: Sollte der weiterhin durchaus abliefernde Quarterback (24 Touchdowns bei nur sieben Interceptions in der vergangenen Saison) am Ende einer Verlängerung zustimmen, würde er zehn Prozent Gehaltserhöhung bekommen. Was in diesem Fall sein Gehalt für 2026/27 auf etwa 15 Millionen US-Dollar anwachsen ließe. Obendrein sichert sich die "Steel City" ab, wenn sich der Spieler bis zum Start der Training Camps im Juli für ein anderes Team entscheiden würde - ein Compensatory Pick würde dann als Ausgleich fällig werden. Zusätzlich wird noch die Möglichkeit, nach Beginn des Trainingslagers zu einem anderen Team zu wechseln, eingeschränkt. Die Steelers halten in diesem Fall die exklusiven Verhandlungsrechte für Rodgers, falls er bis zum 22. Juli oder dem ersten Tag des Trainingslagers in Pittsburgh - je nachdem, welches Datum später liegt - keinen Vertrag mit einem anderen Team unterzeichnet.
Als UFA gelten Spieler übrigens, wenn sie mindestens vier NFL-Spielzeiten auf dem Buckel und einen auslaufenden Vertrag haben.
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