31.08.2026
Nach Verhaftung
Die Green Bay Packers müssen zum Start der neuen NFL-Saison ohne Josh Jacobs auskommen. Die NFL hat den Running Back auf die Commissioner Exempt List gesetzt. Die Entscheidung folgt drei Tage nach der formellen Anklage gegen den 28-Jährigen wegen zweier Vergehen im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen Vorfall im Mai.

Jacobs zählt damit vorerst nicht zum 53-Mann-Kader der Packers. Er darf weder am Training teilnehmen noch bei Spielen dabei sein, erhält während dieser Zeit allerdings weiterhin sein Gehalt.
Jacobs wurde wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung angeklagt. Sein erster Gerichtstermin ist für den 17. November angesetzt. Die NFL führt parallel eine eigene Untersuchung durch und muss mit einer möglichen Disziplinarmaßnahme nicht auf den Abschluss des juristischen Verfahrens warten.
Mit Zustimmung der Packers darf Jacobs während seiner Zeit auf der Commissioner Exempt List weiterhin für Meetings, individuelle Workouts, medizinische Behandlungen und andere Aktivitäten außerhalb des regulären Football-Betriebs im Teamgebäude sein.
Seine Anwälte erklärten, dass es sich bei der Maßnahme um ein administratives Verfahren während der laufenden Prüfung und noch nicht um eine endgültige Entscheidung handle. Jacobs respektiere den Prozess der NFL sowie die Packers, seine Coaches und Teamkollegen und freue sich auf seine Rückkehr.
Sollte die NFL Jacobs später sperren, kann die Zeit auf der Commissioner Exempt List unter den im Collective Bargaining Agreement festgelegten Voraussetzungen auf eine solche Sperre angerechnet werden.
Aufgrund der unklaren Situation hatten die Packers bereits ihre Running-Back-Tiefe verstärkt. Green Bay holte Kaleb Johnson per Trade von den Pittsburgh Steelers.
Johnson war 2025 an Position 83 gedraftet worden, konnte sich in Pittsburgh allerdings nicht durchsetzen. Als Rookie kam der ehemalige Iowa-Running-Back in zehn Spielen bei 28 Carries auf lediglich 69 Rushing Yards.
Neben Johnson stehen Green Bay mit MarShawn Lloyd und Chris Brooks weitere Optionen für das Backfield zur Verfügung. Vor allem bei Lloyd hoffen die Packers auf den Durchbruch. Der Drittrundenpick von 2024 absolvierte aufgrund zahlreicher Verletzungen bislang lediglich ein NFL-Spiel.
nkr