07.09.2026
Vor dem Start der Saison
Die Los Angeles Rams gehen mit einem der spektakulärsten Kader der NFL in die Saison 2026 - und wissen genau, wie sie außerhalb von Los Angeles inzwischen wahrgenommen werden. Nach mehreren Blockbuster-Moves nimmt das Team seine Rolle als einer der großen Titelfavoriten offensiv an.

Mit dem amtierenden MVP Matthew Stafford, Defensive Player of the Year Myles Garrett und Rückkehrer Aaron Donald versammelt Los Angeles enorme Starpower. Safety Quentin Lake glaubt deshalb, dass sich die Rams in der NFL nicht unbedingt beliebter gemacht haben.
"All diese anderen Teams hassen uns wahrscheinlich", erklärte Lake. "Sie denken vermutlich, wir wären so etwas wie die neuen Dodgers."Der Vergleich mit dem MLB-Team aus Los Angeles kommt nicht von ungefähr. Ähnlich wie die Dodgers haben die Rams ihren ohnehin starken Kader mit mehreren prominenten Neuzugängen weiter verstärkt.
Besonders die Defense wurde aufgerüstet. General Manager Les Snead holte Cornerback Trent McDuffie per Trade von den Kansas City Chiefs und verpflichtete anschließend dessen ehemaligen Teamkollegen Jaylen Watson. Danach folgte der Blockbuster Trade für Garrett.
Die Verpflichtung des Star-Pass-Rushers hatte schließlich noch einen weiteren Effekt: Donald entschied sich Ende August dazu, seinen Ruhestand zu beenden und zu den Rams zurückzukehren.
Damit ist die Marschroute in Los Angeles eindeutig. Nach dem Einzug ins NFC Championship Game in der vergangenen Saison soll 2026 der nächste Schritt folgen. "Es ist etwas Besonderes, Teil eines Teams zu sein, das wirklich All-in gehen und neue Verstärkungen holen kann, damit wir unsere Ziele erreichen können", sagte Defensive Lineman Kobie Turner.
Die Erwartungen sind entsprechend hoch. Bereits 2025 gehörten die Rams zu den stärksten Teams der NFL, scheiterten im NFC Championship Game jedoch an den Seattle Seahawks, die anschließend den Super Bowl LX gewannen. Snead reagierte darauf mit einer aggressiven Offseason und verstärkte insbesondere die Secondary und den Pass Rush.
Trotz der individuellen Klasse warnt Head Coach Sean McVay davor, den Erfolg bereits vor dem ersten Snap als selbstverständlich anzusehen. "Am Ende geht es darum, wie wir als Team zusammenfinden", erklärte McVay. "Aber es ist schwer zu bestreiten, dass diese Ansammlung an individuellen Spielern von oben bis unten etwas Besonderes ist."
Die NFL-Geschichte liefert genügend Beispiele dafür, dass große Namen allein keine Meisterschaft garantieren. Die Philadelphia Eagles wurden 2011 vor der Saison als "Dream Team" bezeichnet und beendeten das Jahr lediglich mit einer 8:8-Bilanz.
nkr