17.09.2026
Vorbild Premier League
In Buffalo gibt es eine große Neuerung im Vergleich zur vergangenen Saison. Damit sind aber keine Neuzugänge oder der neue Head Coach Joe Brady gemeint, sondern die neue Heimspielstätte der Buffalo Bills.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag ist es endlich soweit: Die Buffalo Bills eröffnen ihr neues Stadion beim Thursday Night Game gegen die Detroit Lions. Ein Training und zwei Preseason-Spiele hat das Heimteam zwar bereits in dem neuen Stadion absolviert, richtiger NFL-Football wird aber erst im Duell gegen die Lions gespielt.
Das bisherige Heimstadion der Buffalo Bills war das Highmark Stadium. Diese wurde 1972 bis 1973 erbaut und am 17. August 1973 eröffnet. Seit 2016 hat das Stadion eine Kapazität von 71.608 Plätzen. Ihr letztes Spiel trugen die Bills am 4. Januar diesen Jahres aus, beim Duell mit den New York Jets in Woche 18 der vergangenen NFL-Saison.
Auf einen neuen Namen des Heimstadions müssen sich Bills-Fans aber nicht einstellen. Auch zu den Heimspielen der kommenden Saisons werden sich die Zuschauer im Highmark Stadium einfinden. Die Kapazität wurde allerdings nicht erhöht, sondern sogar verringert. Von nun an können 60.108 Footballverrückte die Spektakel der Bills-Heimspiele verfolgen. Je nach Event kann die Kapazität aber auch auf 66.000 Plätze erweitert werden.
Die Kosten für den Bau beliefen sich auf etwa 2,2 Milliarden Dollar. Damit ist die neue Heimstätte der Bills das zweitteuerste Stadion der NFL. Nur das SoFi Stadium hat mit 4,9 Milliarden Dollar noch deutlich mehr gekostet.
Auf eine volle Überdachung haben die Bills aber bewusst verzichtet. Das raue Wetter, besonders im Winter im Westen des Bundesstaats New York, ist typisch für die Heimspiele der Bills gewesen und soll es auch bleiben. Stattdessen entschied man sich für einen Kompromiss: Rund 64 % der Zuschauerränge sind im neuen Stadion überdacht, was gerade bei heftigem Schneefall, das Zuschauen etwas erträglicher machen wird. Ein netter Nebeneffekt: Mehr Lärm der Fans auf dem Spielfeld.
Als Vorlage und Inspiration diente das Tottenham Hotspur Stadium, wie Eigentümer Terry Pegula verriet. Im neuen Highmark Stadium sitzen die Fans näher am Spielfeld als im Vorgängerstadion. Die Tribüne ist steiler angelegt worden und verschafft so einen besseren Blick auf das Geschehen.
Ebenfalls stark verankert ist die Tailgate-Kultur in den USA. Auch hierauf wurde geachtet, so wurden mehr Parkplätze geschaffen um so Platz für Fans zu schaffen, die teilweise auch ohne Tickets fürs Stadion anreisen. Keine Sorge, die Bills-Fans fliegen also auch zukünftig spektakulär durch Klapptische.
Die Bills haben für das erste Spiel im neuen Stadion zwei Besonderheiten geplant. Zum einen wurde der Rasen vor gerade einmal zwei Wochen ausgetauscht, weshalb beide Teams bei besten Grundbedingungen aufeinandertreffen werden. Um die Eröffnung des neuen Stadions gebührend zu feiern, haben die Bills zum anderen für eine besondere Halbzeit gesorgt. Während der Pause wird es eine Halftime-Show geben, bei der OneRepublic der Haupt-Act sein wird.
nhu, tih