02.12.2016
San Diego droht Verlust der NFL-Franchise
Die San Diego Chargers werden wohl ihre Option ziehen und ab der kommenden Saison ebenfalls in Los Angeles spielen. Dies berichtet der TV-Sender "ESPN". Der Klub hat bis zum 15. Januar 2017 Zeit, sich für den Umzug zu entscheiden. In diesem Jahr waren bereits die Rams aus St. Louis nach L.A. gegangen.
Die Chargers, die bereits 1960 als Los Angeles Chargers in der National Football League gespielt haben, würden damit San Diego nach über 50 Jahren verlassen (1961 bis heute) und sich in der kalifornischen Metropole das Stadion zunächst mit den Rams teilen. Deren Besitzer Stan Kroenke lässt derzeit nahe des Flughafens im Vorort Inglewood eine 70.000 Zuschauer fassende Arena bauen. Die Kosten sollen 2,6 Milliarden Dollar betragen. Die Rams spielen derzeit im Los Angeles Coliseum.
Ursprünglich hatten die Rams, die Chargers und die Oakland Raiders einen Wechsel nach L.A. in die US-Sportmetropole beantragt. Die Rams bekamen im Januar die Zustimmung der NFL, die Chargers verschoben die Entscheidung, die Raiders gehen eventuell nach Las Vegas. Dort gibt es ab der neuen Saison ein Eishockey-Team, die Vegas Golden Knights treten als 31. Team in der NHL an .
Im November hatte es in San Diego eine weitere Abstimmung über eine neue Arena gegeben, doch lediglich 43 Prozent stimmten für die Finanzierungspläne. Gebraucht hätte es eine Zweidrittel-Mehrheit. Die Stadion-Situation der Chargers wird in jedem Fall beim Team-Eigentümer-Treffen im Dezember auf der Agenda stehen. Gleiches gilt für die Umstände der Oakland Raiders, die zunehmend intensiv auf einen Umzug nach Las Vegas drängen.
Sollten sich die Chargers gegen LA entscheiden - was laut "ESPN" nur noch durch ein "Wunder" passieren könnte-, hätten auch die Raiders die Option, sich den Rams anzuschließen. Endgültig geklärt ist demnach nichts, die Tendenzen sind allerdings ziemlich eindeutig.
mag/sid