23.01.2017
NFL, NFC Championship: Falcons zerlegen die Packers
Das erste Ticket für Super Bowl 51 (findet in der Nacht vom 5. auf den 6. Februar statt) geht an die Atlanta Falcons. Das Team von Quarterback Matt Ryan ließ den zuletzt hochgehandelten Green Bay Packers um Spielmacher Aaron Rodgers nicht den Hauch einer Chance und gewann mit 44:21. Schon zur Pause hatte Atlanta einen deutlichen 24:0-Vorsprung herausgespielt - und brachte diesen Vorteil, anders als vor vier Jahren, auch ins Ziel.
Rückblick: Wir schreiben das NFC-Championship-Game 2012/13. Die Atlanta Falcons führten gegen die San Francisco 49ers erst mit 17:0 und zur Pause immerhin noch mit 24:14. Am Ende aber stand eine 24:28-Niederlage und damit auch das Ende aller Super-Bowl-Träume (San Francisco unterlag im Endspiel schließlich Baltimore 31:34). Vier Jahre und einen Tag später vertrieb Atlanta die bösen Geister von 2013 und zog erstmals seit 1998 wieder ins NFL-Endspiel ein.
Im letzten Spiel im Georgia Dome, 25 Jahre lang Atlantas Heimspielstätte, ließen es Matt Ryan und Co. noch einmal richtig krachen. Der Quarterback der Falcons produzierte 392 Yards und legte zugleich vier Touchdowns auf (keine Interception, kein "Sack"). Julio Jones (neun Receptions, 180 Yards) sammelte dabei die meisten Flugmeilen, gefolgt von Mohamed Sanu (52 Yards, ein Touchdown) und Devonta Freeman (42 Yards, ein TD). Doch auch Atlantas Laufspiel funktionierte prächtig: Freeman (14 Carries, 42 Yards), Tevin Coleman (elf Carries, ein Rush-TD) und Spielmacher Ryan (23 Yards inkl. Rush-TD; sein erster seit September 2012) erliefen die meisten der Rush-Yards, sodass Green Bay gegen die beste Offensive der NFL letztlich chancenlos war.
Bei den Packers lief von A bis Z beinahe alles schief: Schon im ersten Drive hatte Kicker Mason Crosby, in der Vorwoche noch Matchwinner beim 34:31-Erfolg in Dallas gewesen, ein Field Goal aus 41 Yards neben die gelben Sticks geschossen. Eine Angriffsserie später verlor Fullback Aaron Ripkowski an der gegnerischen Elf-Yard-Linie das Ei ("Fumble"). Dazu brachte Aaron Rodgers (27/45, 287 Yards, drei TDs, eine Interception) den Angriff der Packers trotz der Rückkehr von Jordy Nelson (spielte trotz mehrerer Rippenbrüche) zu spät ins Rollen. Erst nach über 35 Minuten Spielzeit punkteten die Gäste aus dem US-Bundesstaat Wisconsin erstmals. Bis zu diesen Zeitpunkt hatte die Offensive der Falcons die Packers-Defensive wie eine Dampfwalze überrollt und schon 31 Zähler auf die Anzeigetafel gebracht.
Nicht nur das Endresultat, sondern auch das Duell der Quarterbacks ging somit deutlich an Atlantas Ryan. "Matty Ice", neben Rodgers einer der großen Favoriten auf den Titel des MVP, kann seine beeindruckende Saison in 14 Tagen bei der 51. Auflage des Super Bowls noch krönen und seinen großen Traum, "die Meisterschaft nach Atlanta geholt zu haben", verwirklichen.
Atlanta - Green Bay 44:21
New England - Pittsburgh (0.40 Uhr)
Atlanta - Sieger New England/Pittsburgh
ssc