27.11.2017
Week 12: Eagles und Patriots marschieren - Browns bei 0:11
Die Bye-Weeks der NFL sind vorbei. Nach Week 12 haben alle 32 Teams in den kommenden Wochen noch fünf Spiele vor sich. Zeit also, einen letzten Play-off-Push zu starten. Die Philadelphia Eagles dürften ihr Ticket für die K.-o.-Runde sicher haben. Gegen Chicago dominierten Carson Wentz & Co einmal mehr. Auch New England hatte gegen Miami nur wenig Mühe. Derweil musste das erste NFL-Team seine Play-off-Hoffnungen begraben.
Das "Race to 10" haben die Philadelphia Eagles schon einmal gewonnen. Denn: Die Eagles erreichten als erstes Team die Marke von zehn Siegen (bei einer Niederlage). Freilich können sich Quarterback Carson Wentz und seine Mitspieler davon noch nichts kaufen - erst recht keinen Super-Bowl-Ring -, doch sendete Philadelphia einmal mehr ein beeindruckendes Ausrufezeichen an die Konkurrenz. Fun Fact: Schon zweimal waren die Eagles mit 10:1 in die Saison gestartet - zweimal zogen sie auch ins Endspiel ein.
Das 31:3 über die Chicago Bears (3:8) war bereits Phillys fünfter Sieg in Folge mit mehr als zehn Punkten Vorsprung. Die letzten vier Spiele gegen San Francisco (+23), Denver (+28), Dallas (+28) und nun eben Chicago (+28) entschieden die Eagles sogar mit jeweils mehr als 23 Punkten für sich. Wentz (23/36 Pässe, 227 Yds, 3 TDs, keine Int.) blieb nahezu fehlerfrei und bediente seine verschiedenen Receiver nach Belieben. Doch auch die Defense war mehr als nur "bärenstark": In der ersten Hälfte ließ sie kein einziges First Down der Bears zu.
Über neun Siege in Folge kann man sich bei den New England Patriots (9:2) zwar noch nicht freuen, dafür aber über sieben. Der Titelverteidiger hatte gegen die Miami Dolphins (4:7) nur wenig Mühe.
Dabei waren es die Superstars der Pats, die für klare Verhältnisse sorgten: Quarterback Tom Brady assistierte bei vier Touchdowns und stockte damit sein Konto auf 25 in der laufenden Saison auf. Fünf von Bradys 18 angekommenen Pässen landeten bei Tight End Rob Gronkowski, der daraus 82 Yards Raumgewinn und zwei Touchdowns produzierte. Für "Gronk" war es das 16. Karriere-Spiel mit mehr als einem TD. Neben dem akkuraten Passspiel war es aber auch das Run Game der Patriots, das die Dolphins zur Verzweiflung brachte: Allein Dion Lewis spulte mit seinen 15 Runs 112 der 196 Rushing Yards ab.
Den einzigen Rushing-TD gab es aber für Rex Burkhead - sein erster in der laufenden Saison.
So langsam aber sicher haben sich die Atlanta Falcons von ihrer Super-Bowl-Niederlage im vergangenen Februar freigespielt. Das Team um den letztjährigen MVP Matt Ryan feierte gegen die Tampa Bay Buccaneers (4:7) schon den dritten Erfolg in Serie und den siebten des Jahres. Siegbringend war vor allem die Leistung von Wide Receiver Julio Jones, der eines seiner besten Spiele in seiner Karriere ablieferte: Der 28-Jährige fing zwölf Pässe für 253 (!) Yards und zwei Touchdowns. Ein TD-Pass kam dabei nicht von QB Ryan, sondern von Wide Receiver Mohamed Sanu. Schon zweimal zuvor hatte Jones die Marke von 250 Yards geknackt: Letzte Saison kam er gegen Carolina gar auf 300 Yards, vor drei Jahren gegen Green Bay auf 259. Kein weiterer NFL-Profi hat jemals mehr als eine Partie mit 250 oder mehr Receiving-Yards absolviert.
Eine für die Teilnahme an den Play-offs vielleicht richtungsweisende Partie war das Spiel zwischen den Kansas City Chiefs und den Buffalo Bills. Die Bills (6:5) schnappten sich durch das 16:10 nicht nur das W, sondern kletterten mindestens bis Montagabend (Ortszeit) auf den sechsten und letzten Play-off-Platz in der AFC. Die Baltimore Ravens (5:5) können im Monday Night Game mit einem Sieg über Houston (4:6) allerdings wieder an Buffalo vorbeiziehen.
Die Chiefs (6:5) sind als Spitzenreiter der AFC West zwar nach wie vor für die K.-o.-Runde gesetzt, jedoch klopfen die L.A. Chargers (5:6) nach dem Thanksgiving-Sieg in Dallas schon an der Tür. Auch Kansas Citys Form ist derzeit alles andere als Play-off-würdig: Fünf der letzten sechs Spiele gingen verloren.
New York Jets - Carolina Panthers 27:35
Die Carolina Panthers (8:3) freuten sich vor ihrem Gastspiel bei den New York Jets (4:7) auf die Rückkehr von Tight End Greg Olsen, der die letzten acht Wochen wegen eines Fußbruchs verpasst hatte. Die Freude währte jedoch nur kurz: Nach nur einem Catch verließ Olsen das Feld wegen einer erneuten Fußverletzung schon wieder. Immerhin: Die Panthers flogen mit einem 35:27-Erfolg zurück nach Charlotte. Linebacker Luke Kuechly hatte im vierten Viertel mit einem Defensive-TD die Wende besorgt.
Indianapolis Colts - Tennesee Titans 16:20
Die Titans (7:4) haben ihren AFC-Wildcard-Platz gegen die Colts (3:8) bestätigt. Allerdings hatte Tennessee mehr Mühe als gedacht: Ein DeMarco-Murray-Touchdown sechs Minuten vor Schluss machte das 20:16 perfekt. Es war Tennessees erster Sieg in Indianapolis nach neun Niederlagen in Serie.
Cincinnati Bengals - Cleveland Browns 30:16
In Cleveland haben sie derweil nach der elften Niederlage im elften Spiel endlich Gewissheit, dass es mit den Play-offs in dieser Saison nichts mehr wird. Cincinnati dagegen darf sich nach dem fünften Sieg noch leise Hoffnungen machen. Bereits vor dem Spiel hatten Mathematiker die Chancen der Browns auf 1:19 Trillionen beziffert.
Detroit - Minnesota 23:30
Dallas - Los Angeles Chargers 6:28
Washington - New York Giants 20:10
Atlanta - Tampa Bay 34:20
Cincinnati - Cleveland 30:16
Indianapolis - Tennessee 16:20
Kansas City - Buffalo 10:16
New England - Miami 35:17
New York Jets - Carolina 27:35
Philadelphia - Chicago 31:3
San Francisco - Seattle 13:24
Los Angeles Rams - New Orleans 26:20
Arizona - Jacksonville 27:24
Oakland - Denver 21:14
Pittsburgh - Green Bay
Baltimore - Houston
ssc