06.02.2018
Zwei Millionen Fans zur Parade am Donnerstag erwartet
Das hat es in Philadelphia noch nie gegeben: Zur Siegesparade der Eagles nach dem Super-Bowl-Sieg werden am Donnerstag zwei Millionen Fans erwartet. Schüler und Lehrer haben frei.
Was dieser famose Triumph den Fans der Eagles und den Einwohnern aus Philadelphia bedeutet, hat bereits die Nacht zum Montag gezeigt. Nach dem Super-Bowl-Sieg gegen die New England Patriots , dem ersten in der langen Franchise-Geschichte, kursierten tausende Videos im Netz, die nur einen Bruchteil dessen wiedergaben, was in der Stadt der brüderlichen Liebe im Anschluss abging.
Alle waren sie auf die Straßen gestürmt - und vergaßen dabei glatt ihr gutes Benehmen. Die Fans stiegen auf Straßenlaternen und schmissen in Zehner-Gruppen gar Autos auf die Seite - der komplette Ausnahmezustand.
Am Donnerstag gehen die Feierlichkeiten in die nächste Runde, dann aber offiziell und vermutlich in gesittetem Ausmaß. Am Dienstag verkündete Philadelphias Bürgermeister Jim Kenney, dass die Sieges-Parade der Eagles am Donnerstag um 11 Uhr (Ortszeit) stattfindet. Mannschaft, Trainer und Betreuer starten am Lincoln Financial Field(dem Stadion der Eagles) entlang der 20 Kilometer langen Broad Street - und werden gegen 12.30 Uhr an "Rocky Balboas" Treppenstufen am Museum of Art erwartet.
Dort geht es gegen 13 Uhr mit einer Zeremonie für die Super-Bowl-Champions weiter. "Es wird dramatisch. Es wird wundervoll. Es wird fantastisch", verkündete Kenney. "Ihr solltet wissen, dass jeder sich über vier Jahrzehnte darauf vorbereitet hat."
Zweimal hat die Stadt bisher ähnliche Szenen erlebt: Bei der Parade der Phillies (Major League Baseball) nach dem Triumph in der World Series 2008 waren zirka eine Million Menschen zugegen, beim Besuch von Papst Franziskus 2015 etwas weniger. Am Donnerstag geht Kenney von zwei Millionen Fans und Besuchern aus. Darauf bereitet sich die Stadt unter anderem mit 850 Dixie-Toiletten und 40 Foodtrucks vor, Getränke (kein Alkohol) und Essen darf jeder auch selbst mitbringen.
Alle Schulen werden am Donnerstag geschlossen sein, um "das einmalige Erlebnis richtig zu genießen und Schülern, Lehrern sowie Eltern die Chance zu ermöglichen, Geschichte mitzuerleben".
mkr