08.02.2018
San Francisco 49ers statten Neuzugang mit Top-Vertrag aus
Was sich angedeutet hat, ist nun Gewissheit: Jimmy Garoppolo soll auf Dauer das Zugpferd der San Francisco 49ers sein - und erhält dafür den am höchsten dotierten Vertrag der NFL-Geschichte. Für die kommenden fünf Spielzeiten erhält 26-Jährige 137,5 Millionen US-Dollar, 74 Millionen davon garantiert. Viel Geld für einen noch recht unerfahrenen Profi, wenngleich dieser binnen kürzester Zeit schon für ein großes Versprechen steht.
Wenig verwunderlich haben die San Francisco 49ers Jimmy Garoppolo nicht von dannen ziehen lassen. Stattdessen haben sie den vielversprechenden Quarterback, der erst mitten in der abgelaufenen NFL-Spielzeit von den New England Patriots an Land gezogen wurde, mit einem Top-Vertrag ausgestattet. Genauer gesagt: mit dem größten Vertrag, den es je im American Football gegeben hat.
Das neue Arbeitspapier von "Jimmy G" läuft über die kommenden fünf Spielzeiten und beläuft sich finanziell auf stolze 137,5 Millionen US-Dollar, 74 davon garantiert, der Rest gewohntermaßen per Boni erreichbar. Damit übertrumpft Garoppolo den bisherigen Top-Verdiener Matthew Stafford - und zwar um 500.000 US-Dollar pro Jahr. Denn der Spielmacher der Detroit Lions, der insgesamt 135 Millionen US-Dollar (rund 112 Millionen Euro) macht, ist bisher der Spitzenreiter gewesen.
Das Erstaunliche dabei: Während der 30-jährige Stafford und ehemalige Erstrunden-Pick schon seit 2009 in "Motor City" spielt, hat Garoppolo noch nicht allzu viel geleistet. Der 2014 in der 2. Runde an Land gezogene Quarterback musste sich bei den Patriots zunächst hinter Tom Brady anstellen, ehe er nach dessen "DeflateGate"-Sperre 2016 zweimal starten durfte - und jeweils gewann.
Weil Superstar Brady seinen Platz wohl auch in naher Zukunft nicht räumen wird, zog es den ungeduldig gewordenen Spielmacher weiter - und zwar zu den Niners, die dafür lediglich einen Zweitrunden-Pick opfern mussten. Nach kurzer Eingewöhnungszeit übernahm Garoppolo in San Francisco schließlich die Pocket - und führte das Franchise von der katastrophalen Bilanz von 1:10 immerhin noch zu einem ansehnlichen 6:10. Macht zusammen: sieben Siege in sieben NFL-Starts.
Ein zweischneidiges Schwert insgesamt: Denn auf der einen Seite steht die bislang makellose Bilanz sowie ein überzeugendes Auftreten auf dem Feld, auf der anderen Seite die geringe Erfahrung sowie das Fehlen von Entscheidungs- oder Play-off-Spielen.
"Wir haben uns alle Optionen genau angesehen - und ja, es gab auch andere Quarterbacks, die uns gefallen haben", gewährte Head Coach Kyle Shanahan ein wenig Einblick in die Entscheidungsfindung. "Am Ende aber waren wir uns alle einig." General Manager John Lynch dazu - bereits vor einem Monat: "Wenn du auf dieser Position den richtigen Mann gefunden hast, dann ist das großartig für dein Franchise."
mag