09.09.2018
NFL, Week 1, Sunday: Spektaktel in New Orleans
Ein ereignisreicher Auftakt in den ersten NFL-Sonntag: Mit erwachten und enttäuschten Browns, mit einem enttäuschenden und geschlagenen Jimmy Garoppolo, mit blamablen Bills und so viel mehr. Der Überblick.
Zum ersten Mal lief Kirk Cousins in einem Ligaspiel in der Vikings-Uniform auf - und war bestens aufgelegt. Der Quarterback erwischte einen fehlerfreien Auftritt und führte Minnesota mit 244 Yards und zwei Touchdown-Pässen (auf WR Stefon Diggs und TE Kyle Rudolph) zum 24:16-Sieg über die San Francisco 49ers. Damit endete eine bemerkenswerte Serie: Nie zuvor hatte Niners-Quarterback Jimmy Garoppolo ein Spiel als Starter verloren; nicht in zwei Auftritten als New England Patriot und nicht in seinen fünf Partien für San Francisco. Grund dafür waren auch seine drei (!) Interceptions, die einen sehenswerten Touchdown-Pass (22 Yards) auf Rookie-Receiver Dante Pettis überstrahlten.
1:15 und 0:16 - die leidgeprägten Cleveland Browns wollen mit einem runderneuerten Roster wieder angreifen. Am Sonntag klappte das gegen einen Mitfavoriten auf die Vince-Lombardi-Trophäe zumindest im Ansatz - obwohl Steelers-Quarterback Ben Roethlisberger in der ersten Hälfte gleich dreimal gepickt wurde (alleine zweimal von Clevelands First-Round-Pick Denzel Ward), die Browns im Schlussviertel nach zwei Turnovern den Ausgleich sowie die Overtime erzwangen und dort die Siegchance dramatisch vergaben. Zuvor hatten Bell-Ersatz James Conner (zwei Rushing-TD) sowie Star-Receiver Antonio Brown (22-Yards-TD-Catch) Pittsburgh auf Kurs gebracht. Für Cleveland waren Quarterback Tyrod Taylor (20-Yards-Lauf), Carlos Hyde (1-Yard-Lauf) und Receiver Josh Gordon (17-Yards-Catch) erfolgreich. In der Overtime hatte Steelers-Kicker Chris Boswell die Chance, das Spiel zu entscheiden, doch vergab ebenso wie wenig später sein Pendant Zane Gonzalez nach einem Roethlisberger-Fumble. Es endete mit einem 21:21-Unentschieden!
Die New England Patriots sind erfolgreich gestartet. Der Super-Bowl-Verlierer setzte sich gegen die Houston Texans knapp mit 27:20 durch, weil die Texaner ihren letzten Drive nicht mehr zielführend zu Ende bringen konnten. Tom Brady erlebte einen durchwachsenen Start; nach einem Fumble von Houstons wiedergenesenem QB Deshaun Watson und seinem darauffolgenden Touchdown-Pass auf TE Rob Gronkowski (21 Yds) wurde Brady vom neuen Texans-Safety Tyrann Mathieu intercepted. Anschließend sollten aber noch zwei TD-Pässe folgen, während Watson auf der Gegenseite glücklos blieb und ebenfalls noch intercepted wurde (Stephon Gilmore in der Endzone).
Aufgrund der monströsen Defense hätte es für Jacksonville in der Vorsaison beinahe für den Super Bowl gereicht, ein neuer Angriff soll in diesem Jahr gestartet werden. Der erste Grundstein wurde dafür beim 20:15-Sieg in East Rutherford gelegt. Die New York Giants, bei denen Odell Beckham Jr. sein Comeback nach Knöchelbruch feierte, waren im Schlussviertel drauf und dran, die Partie zu drehen, doch "Sacksonville" hielt dem Druck stand. Rookie-Running-Back Saquon Barkley meldete sich mit einem ersten Touchdown an, der war ingesamt aber zu wenig, weil Quarterback Eli Manning trotz 224 Yards keinen erfolgreichen Pass in die Endzone zustande brachte und dazu gepickt wurde. Ebenso wie sein Pendant Blake Bortles; dem gelang aber ein 1-Yard-Touchdown-Pass auf Running Back T.J. Yeldon.
Was war sonst noch los? Einiges! In New Orleans spielte der Außenseiter aus Tampa ganz groß auf, und das vor allem dank Quarterback Ryan Fitzpatrick. Der Ersatz des gesperrten Jameis Winston steuerte 417 Yards und vier Touchdown-Pässe zum überraschenden 48:40-Sieg der Buccaneers bei den Saints bei. Nicht mal 439 Passing-Yards und drei TD-Pässe vom ebenfalls glänzend aufgelegten Drew Brees konnten daran etwas ändern.
In Baltimore wurde es ziemlich peinlich für die Gäste aus Buffalo: Das dritte Viertel hatte gerade erst begonnen, da stand es bereits 40:0 für die Ravens und die Bills wechselten ihren Quarterback Nathan Peterman aus! Ganze 24 Yards (inklusive zweier Interceptions) brachte der 24-Jährige, der damit auch sein drittes Spiel als Starter nicht beendete, zustande. Für ihn kam Josh Allen zu seinem Debüt, doch der Rookie konnte an der undankbaren Situation nichts mehr ändern. Immerhin brachte er es auf 74 Yards und drei Punkte für die Bills.
Das Comeback von Andrew Luck verlief derweil erfolglos. Knapp zwei Jahre hatte der Quarterback der Indianapolis Colts mit Schulterproblemen gefehlt, gegen die Cincinnati Bengals verlief nicht alles nach Plan. Zwar brachte er es am Ende auf 319 Yards und zwei TD-Pässe, allerdings auch auf eine Interception. Am Ende gewannen die Bengals mit 34:23.
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mkr