15.09.2018
Aktie von Sportartikelhersteller "Nike" auf Rekord-Hoch
Die neue Saison in der National Football League hat begonnen - und bislang nicht nur sportliche Nachrichten erzeugt: Denn neben dem Fortbestand der Hymnen-Proteste taucht auch der Name Colin Kaepernick wieder vermehrt auf. Das erfreut vor allem "Nike".
Dank der heftig diskutierten Kampagne mit NFL-Rebell Colin Kaepernick hat die Aktie des US-Sportartikelriesen "Nike" am Freitag an der Börse in New York ein Rekord-Hoch erreicht. Am Ende des Handelstages wurde der Anteilsschein des Konzerns mit dem Allzeithoch von 83,47 US-Dollar notiert. Der Sportartikelhersteller kam damit bei einem Jahresumsatz von gut 36 Milliarden US-Dollar auf eine Marktkapitalisierung von mehr als 133 Milliarden US-Dollar.
Ein gewichtiger Grund für den Höhenflug der Aktie ist der markant gestiegene Umsatz im Online-Verkauf. Dieser zog seit der Einführung der Kampagne mit dem ehemaligen 49ers-Spielmacher Colin Kaepernick, mit der "Nike" den 30. Geburtstag seines berühmten Slogans "Just do it" feiert, um 30 Prozent an. "Glaube an etwas. Selbst wenn es bedeutet, alles zu opfern", wird der Quarterback in der Anzeige, die vor zehn Tagen in den sozialen Medien in Umlauf kam und auch im TV lief, zitiert.
Die Entscheidung des Unternehmens, den Auslöser der umstrittenen Hymnenproteste in der Football-Profiliga NFL auszuwählen, spaltete eine Nation . Für manche, nicht nur Schwarze, wurde er zum Helden, für andere ist Kaepernick ein Nestbeschmutzer, unpatriotisch, eine Schande, ohne Respekt vor dem Militär. Präsident Donald Trump verbreitete in seiner typischen Art eine zielgerichtete Beleidigung.
Quarterback Kaepernick war in der Saison 2016/17 vor den Spielen der NFL bekanntlich beim Abspielen der Nationalhymne auf die Knie gegangen, um gegen Polizeigewalt und Rassendiskriminierung im Land zu protestieren. Der Kämpfer für Gleichberechtigung ist deshalb vielen Amerikanern ein Dorn im Auge. Allerdings ist auch die Schar seiner Unterstützer groß. Seit seinem Abschied von den San Francisco 49ers im März 2017 wartet er vergeblich auf ein neues NFL-Angebot. Kaepernick hatte zuletzt Beschwerde gegen die Liga eingereicht, weil er den Teambesitzern eine systematische Ausgrenzung seiner Person vorwirft. Dieses Verfahren bzw. das Resultat steht aus.
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sid/mag