03.10.2018
Star-Quarterback der Green Bay Packers beschwert sich
Die Green Bay Packers sind ordentlich in die neue Spielzeit gestartet, stehen nach vier Spieltagen bei zwei Siegen, einem Remis und einer Niederlage. Zuletzt gegen Buffalo zeigte dann sogar die Defense ihr Können und sorgte dafür, dass ein nie gefährdetes 22:0 heraussprang. Star-Quarterback Aaron Rodgers zeigte sich hinterher trotzdem etwas erzürnt - und fordert mehr.
Heimspiel im altehrwürdigen Lambeau Field, 78.312 lautstarke Zuschauer im Stadion - und dann auch noch solch eine Defense-Performance: Mit 22:0 schickten die Packers die Bills am vergangenen Wochenende wieder in den US-Bundesstaat New York zurück . Die beeindruckenden Zahlen dabei: Dies war der erste Shutout seit 2010 und zudem mit 145 zugelassenen Yards die beste Abwehrleistung seit 2014. Sieben Sacks (Saisonhöchstwert) gab's obendrein.
Das dürfte Zufriedenheit hervorrufen, zumal eben auch die Offense (423 Total Yards) um Spielmacher Aaron Rodgers (298 Yards, ein Touchdown, eine Interception) ordentlich funktionierte. Oder nicht? Geht es nach dem Star-Quarterback, dann ist noch reichlich Luft nach oben.
"ARod" wirkte im Anschluss an dieses Heimspiel sogar richtig angefressen. Sein harscher Ausbruch im Wortlaut: "Wir waren fürchterlich schlecht in der Offense. Es war mit diesem erreichten Wert die schlechteste Vorstellung seit langer Zeit." Einzelne Akteure pickte sich Rodgers dabei zwar nicht heraus, er ergänzte aber, dass das gesamte Spiel "keinen Flow" gehabt habe. "Wir müssen einfach Mittel und Wege finden, unsere Playmaker mehr in Szene zu setzen." Angesprochen auf seinen ausgelebten Ärger legte der 34-Jährige und einmalige Super-Bowl-Champion gar nochmals nach: "Ich bin Realist. Und so etwas darf für uns nicht akzeptabel sein. 423 Total Yards sehen auf dem Papier sicherlich gut aus, doch an diesem Tag hätten wir eigentlich 45 Punkte und 600 Yards haben sollen."
Harte Worte, die ein Führungsspieler wie Rodgers aber sicherlich bewusst wählt. Vielleicht genau eben zur rechten Zeit, um vor den kommenden Aufgaben zu warnen. Schließlich wartet am Sonntag (19 Uhr) das wichtige NFC-North-Duell in Detroit auf "The Pack", ehe ein Heimspiel gegen San Francisco und dann Partien bei den bärenstarken Los Angeles Rams (28. Oktober) und gegen New England (5. November) warten.
Packers-Trainer Mike McCarthy sieht das ähnlich, wenngleich er selbst in der Vergangenheit mal angemerkt hatte, dass man "negative Stimmung" aus der Kultur in Green Bay verbannen wolle. Der Coach sagt zu den Äußerungen seines Spielmachers: "Ich werde über die Worte nicht richten. Aaron und ich kennen uns seit vielen Jahren, wir unterhalten uns täglich. Wir alle sind hier bislang zufrieden mit dem Geleisteten, doch natürlich müssen wir uns noch in vielen Dingen verbessern. Das ist eben ein andauernder Prozess. Das ist Football."
mag