16.11.2018
NFL, Week 11: Seahawks mit wichtigem Sieg gegen Green Bay
Die Seattle Seahawks haben ihre Play-offs-Chance nach einem späten 27:24-Sieg gegen die Green Bay Packers gewahrt. Für Aaron Rodgers & Co. wird es hingegen immer schwerer.
Für die Packers hätte es im lautesten Stadion der NFL nicht besser losgehen können: Gleich beim allersten Play fumblete Seahawks-Running-Back Chris Carson den Ball, und Green Bay schlug durch Aaron Jones (8-Yards-Touchdown-Run) umgehend Kapital aus dem Fehler der Gastgeber. Kurz darauf - Seattle hatte punten müssen - verpasste Kicker Mason Crosby aus 47 Yards die Chance, auf 10:0 zu stellen. Besser machte es sein Pendant Sebastian Janikowski aus 39 Yards zum 3:7.
Dann trat Packers-Superstar Aaron Rodgers das erste Mal so richtig in Erscheinung: Nach 10- und 9-Yards-Pässen auf seine Receiver folgte eine 54-Yards-Bombe in die Endzone auf den jungen Tight End Robert Tonyan - sein erster Catch überhaupt war gleich ein Touchdown.
Seattle kam schnell zurück, vor allem dank starker Läufe von Carson, der sich im ersten Spielzug noch den Fumble geleistet hatte. Am Ende eines langen Spielzugs (14 Plays, 85 Yards, 7:31 Minuten Ballbesitz!) fand Quarterback Russell Wilson Receiver Doug Baldwin mit einem 6-Yards-Pass in der Endzone (10:14). Während sich Green Bay mit einem Punt begnügen musste, drehte Seattle auf und legte gleich noch einen Touchdown nach - auch weil die Packers-Secondary einen 48-Yards-Penalty wegen Pass Interference hergeschenkt hatte. Anschließend belohnte sich Carson mit dem kurzen Touchdown-Run.
Doch es blieb ein Spektakel in Abschnitt eins, denn jetzt fand Rodgers wiederum die richtige Antwort und legte einen 24-Yards-Touchdown-Pass auf Running Back Aaron Jones nach; für beide war es der zweite des Abends. Es sollte für lange Zeit die letzte aufsehenerregende Szene bleiben, weil im dritten Viertel vor allem zwei starke Defensiv-Reihen überzeugten. Sowohl Wilson als auch Rodgers gingen mehrfach zu Boden.
In Q4 wurde es dann nochmal wild: Bei 3rd & 9 an der eigenen 26 holte Rodgers zum zweiten Big Play des Abends aus: Sein 57-Yards-Pass auf Davante Adams trug letztendlich aber "nur" zu einem Field Goal zum 24:20 aus Packers-Sicht bei.
"Nur", weil Seattle anschließend den spielentscheidenden Drive hinlegte. Nach zwei wichtigen Catches von Receiver Tyler Lockett (18 und 34 Yards) warf Wilson fünf Minuten vor Schluss durch die Mitte auf Tight End Ed Dickson zum Touchdown (15 Yards). Es war der späte Schlusspunkt, diesmal blieb die Antwort von Rodgers & Co. aus.
Während Seattle durch den wichtigen Sieg seine Play-offs-Chancen gewahrt hat (5:5-Bilanz), wird es für Green Bay in einer guten NFC North auf Rang drei immer schwerer (4:5:1). Immerhin bleiben den Packers gegen Chicago (6:3) und Minnesota (5:3:1) noch die Division-Duelle.
mkr