14.12.2018
NFL, Week 15: L.A. Chargers gewinnen Thriller
Philip Rivers hat das Duell mit Shooting-Star Patrick Mahomes knapp für sich entschieden. Eine erfolgreiche Zwei-Punkt-Conversion vier Sekunden vor Schluss führte die Los Angeles Chargers zum 29:28-Sieg bei den Kansas City Chiefs - beide Teams liegen nun bei 11:3.
Krimi in Kansas City! Die L.A. Chargers behielten in einer spannenden Schlussphase bei den Chiefs die Nerven - zwei späte Touchdowns und ein Taktik-Kniff führten zum Auswärtssieg der Kalifornier um ihren erfahrenen Spielmacher Philip Rivers. Die Chargers lösten damit auch das Ticket für die Play-offs.
Anstatt mit einem Schuss durch die Stangen den Extra-Punkt zu sichern und das Spiel in die Overtime zu schicken, entschieden sich die Gäste nach ihrem späten Touchdown für die Zwei-Punkt-Conversion. Rivers fand den völlig freistehenden Mike Williams rechts in der Endzone und drehte den Spielstand somit von 27:28 auf 29:28. Williams hatte zuvor schon zwei Pässe zu je sechs Punkten veredelt, war einmal in die Endzone gelaufen und hatte insgesamt 95 Yards eingesammelt (Pass- und Laufspiel kombiniert).
"Wir sind nicht hierhergekommen, um unentschieden zu spielen. Wir wollten gewinnen", sagte Chargers-Head-Coach Anthony Lynn nach dem Spiel. "Ich musste also gar nicht überlegen." Erstmals seit den Minnesota Vikings im Jahr 2000 gewann somit ein Team durch eine Zwei-Punkt-Conversion in den finalen zehn Sekunden der regulären Spielzeit.
Der 37-jährige Rivers, der erstmals seit 2013 und nach neun Niederlagen in Folge gegen Kansas City wieder gewinnen konnte, war in diesem Thursday Night Game nervenstärker als der hochgelobte Kontrahent in der gegnerischen Schaltzentrale. Während der Routinier für 313 Yards warf (zwei Touchdowns und zwei Interceptions), blieb Patrick Mahomes bei 243 Yards hängen (ebenfalls zwei TD).
In der AFC-West-Division zogen die Chargers durch den Triumph mit Kansas gleich (elf Siege, drei Niederlagen), wobei die Chiefs wegen der besseren Division-Bilanz vorne liegen. Nur die Los Angeles Rams und New Orleans Saints haben in der Liga mit 11:2 eine bessere Bilanz.
aho/dpa/sid