31.12.2018
NFL, Week 17: Steelers scheitern erstmals seit 2013
Der amtierende Super-Bowl-Champion Philadelphia Eagles hat doch noch ein Ticket für die anstehenden Play-offs gebucht. Der Titelverteidiger überholte am letzten Spieltag der Regular Season noch die Minnesota Vikings, die damit bei der Endrunde ebenso zusehen müssen wie die Pittsburgh Steelers. In der Nacht sicherten sich die Indianapolis Colts den letzten noch offenen Platz in der K.-o.-Phase.
Auf den letzten Drücker hat der amtierende Super-Bowl-Champion Philadelphia Eagles noch ein Ticket für die NFL-Play-offs ergattert und die Chance auf die Titelverteidigung somit am Leben gehalten. Die Eagles erledigten ihre eigene Pflichtaufgabe bei den ersatzgeschwächten Washington Redskins letztlich souverän mit 24:0. Bereits im ersten Spielzug der Partie hatte Eagles-Cornerback Rasul Douglas mit einer Interception gegen Redskins-Quarterback Josh Johnson einen anschließend weitgehend glanzlosen Eagles-Sieg gegen harmlose Hauptstädter auf den Weg gebracht. Ersatz-Quarterback Nick Foles stellte mit 25 angekommenen Pass-Versuchen in Folge einen NFL-Rekord ein, musste in der zweiten Hälfte jedoch verletzt vom Feld.
Trotz des Sieges war der Vorjahressieger auf Schützenhilfe der bereits für die Play-offs qualifizierten Chicago Bears angewiesen, die beim direkten Eagles-Konkurrenten Minnesota Vikings antraten – und mit 24:10 die Oberhand behielten. Gegen die von Linebacker Khalil Mack angeführte Bears-Defense brachte die Angriffsreihe der Vikings keinen Fuß in die Tür, Quarterback Kirk Cousins und Wide Receiver Adam Thielen lieferten sich Ende der ersten Hälfte sogar einen lautstarken Disput an der Seitenlinie. Somit verloren die Vikings ihren Play-off-Platz noch an die Eagles. Der Titelverteidiger tritt in der Wild Card Round am ersten Januarwochenende nun ausgerechnet bei den Chicago Bears an - dem Team an, das Philadelphia den Platz überhaupt ermöglicht hatte.
Im zweiten Wild Card Match der NFC treffen am ersten Januarwochenende die Seattle Seahawks und die Dallas Cowboys aufeinander. Chicago hatte sich trotz des eigenen Sieges kein Erstrunden-Freilos mehr erspielen konnten, da auch die Los Angeles Rams ihr Spiel gegen die San Francisco 49ers mit 48:32 gewannen und nun genau wie die bereits gesetzten New Orleans Saints die erste Play-off-Runde überspringen dürfen.
Neben den Vikings musste auch ein weiteres Team die Segel streichen, das vor der Saison noch zum absoluten Favoritenkreis gezählt hatte. Die Pittsburgh Steelers mühten sich in Abwesenheit von Star-Receiver Antonio Brown (Knieverletzung) zwar zu einem knappen 16:13 über die Cincinnati Bengals, verpassten aber dennoch erstmals seit 2013/14 wieder die Endrunde.
Rivale Baltimore Ravens siegte in einem in der Schlussphase dramatischen Match mit 26:24 gegen die Cleveland Browns, deren beherzte Aufholjagd im zweiten Durchgang beinahe noch zu einer Ravens-Niederlage und somit einem Play-off-Platz für Pittsburgh geführt hätte. Doch knapp eine Minute vor Ende fing Baltimores Linebacker CJ Mosley einen Pass von Browns-Quarterback Baker Mayfield und verhalf seinem Team somit erstmals seit 2014/15 wieder zum Einzug in die Play-offs. Dort werden die Ravens kommende Woche die Los Angeles Chargers empfangen.
Die Top-Platzierung in der AFC bestätigten indes die Kansas City Chiefs durch ein überlegenes 35:3 gegen die Oakland Raiders. Das Team von Quarterback-Shooting-Star Patrick Mahomes, der seinen 50. Touchdown-Pass der Saison anbrachte (zweithöchster Wert der NFL-Geschichte nach 55 TD von Peyton Manning im Jahr 2013), hat somit in beiden möglichen Play-off-Spielen bis zum Super Bowl Heimvorteil.
Zum neunten Mal in Folge dürfen außerdem die New England Patriots in der ersten Runde der NFL-Play-offs aussetzen. Der letztjährige Finalist verpasste aufgrund des Chiefs-Sieges zwar Platz eins der Setzliste, durch den deutlichen 38:3-Erfolg über die New York Jets sicherte sich das Team um Quarterback-Legende Tom Brady aber erneut eine der ersten beiden Platzierungen in der AFC und somit ein "First Round Bye".
Die Patriots hielten sich damit die Houston Texans vom Leib, deren souveräner wie unspektakulärer 20:3-Sieg über die Jacksonville Jaguars aber dennoch nicht ganz gegenstandslos war: JJ Watt, Deshaun Watson & Co. verpassten zwar das Freilos, machten durch den Erfolg aber den Divisions-Sieg in der AFC South klar und haben somit in der Wild-Card-Runde Heimrecht - gegen die Indianapolis Colts.
Das Team um Quarterback Andrew Luck (24/35, 285 Yards, 3 TD, 1 INT) siegte im Entscheidungsspiel um das letzte Ticket in der AFC mit 33:17 bei den Tennessee Titans und stellte seine Bilanz dadurch auf 10:6. Für Luck war es der elfte Sieg im elften Duell mit den Titans, die mit 1:5 in die Saison gestartet waren.
Houston - Indianapolis
Dallas - Seattle
Baltimore - Los Angeles Chargers
Chicago - Philadelphia
mib/aho