27.05.2019
Quarterback-Legende hat den Mythos der Packers mit aufleben lassen
Den ersten und den zweiten Super Bowl der National Football League hat er gewonnen, er hat die Geschichte der Packers maßgeblich geprägt und Green Bay an der Seite von Kult-Trainer Vince Lombardi zu dem gemacht, was es heute ist - "Titletown". Nun ist Quarterback Bart Starr mit 85 Jahren gestorben.
Die Green Bay Packers und die NFL trauern um Football-Legende Bart Starr. Der frühere Quarterback, wertvollster Spieler (MVP) bei den Siegen in den Super Bowls I und II, ist am Sonntag im Alter von 85 Jahren in Birmingham/Alabama gestorben. Das gaben die Packers im Verlaufe des Tages bekannt: "Wir sind traurig, feststellen zu müssen, dass unser Mann, Vater, Großvater und Freund Bart Starr von uns gegangen ist." Zudem gab seine Familie die Ursache für das Ableben bekannt: "Er kämpfte mit Mut und Entschlossenheit gegen den schweren Schlaganfall, den er im September 2014 erlitten hatte. Aber seine letzte Krankheit war zu viel."
Starr hatte von 1961 bis 1968 als erster Quarterback ein Team zu fünf NFL-Titeln geführt, insgesamt in 196 Spielen 24.718 Yards sowie 152 Touchdowns erreicht (138 Interceptions) - und obendrein 90 Prozent seiner Play-off-Spiele gewonnen (neun Siege, eine Niederlage; 15 TDs, nur drei Interceptions). Dazu gehörten zwei Erfolge nach dem Beginn der Super-Bowl-Ära (1967).
Weniger glorreich war seine Zeit als Trainer der Packers. In neun Spielzeiten verbuchte Starr, der seine aktive Karriere 1972 beendete, 52 Siege und 76 Niederlagen. Nur einmal kam das Team unter Starr in die Play-offs.
Der Hall-of-Famer hat all seine 16 NFL-Jahre bei den Packers verbracht. Seine Trikotnummer 15 wurde 1973 von den Käsestädtern zurückgezogen. Besonders berühmt machte Starr der "Ice Bowl" am 31. Dezember 1967. In diesem NFL Championship Game, damals das Play-off-Halbfinale, sorgte der Spielmacher bei einer schier unglaublichen Temperatur von minus 25 Grad Celsius (!) mit einem Touchdown für den Sieg über die Dallas Cowboys (21:17).
mag/sid