19.07.2019
Wide Receiver der Kansas City Chiefs soll Sohn misshandelt haben
Tyreek Hill steht nach wie vor unter Verdacht, seinen dreijährigen Sohn misshandelt und dabei den Arm gebrochen zu haben. Zuletzt hatte sich der Wide Receiver der Kansas City Chiefs diesbezüglich mit NFL-Offiziellen zu einem klärenden Gespräch getroffen, um einiges aufzuklären. Seit Freitag steht fest: Hill droht keine Sperre, die Liga zeigt sich "nachgiebig".

Tyreek Hill wird nicht im Sinne der "Personal Conduct Policy" belangt und darf - Stand jetzt - aktiv in die neue Saison der National Football League starten. Der 25-jährige Passempfänger ist damit quasi von Ligaseite freigesprochen worden - obwohl im Raum steht, dass er seine ehemalige Verlobte bedroht und vor allen Dingen seinen dreijährigen Sohn misshandelt sowie den Arm gebrochen habe.
Zuletzt hatte bereits die zuständige Bezirksstaatsanwaltschaft erklärt, Hill sei nicht mehr Gegenstand einer aktiven strafrechtlichen Untersuchung. Es lasse sich nämlich nicht nachweisen, welches Elternteil für die Misshandlungen verantwortlich gewesen ist. Die NFL selbst hätte Hill (1479 Yards sowie zwölf Touchdowns 2018/19) allerdings trotzdem gemäß ihrer persönlichen Verhaltensrichtlinien bestrafen und für den Spielbetrieb sperren können - zumal der Profi bereits in der Vergangenheit einige Male aufgrund von Gewaltausbrüchen aufgefallen war.
In dem offiziellen Statement erklärt die Liga nun: "Über die letzten vier Monate haben wir eine eingehende Untersuchung durchgeführt. Während dieser Untersuchung lag die oberste Priorität der NFL auf dem Wohlergehen des Kindes. Nach unserem Verständnis ist das Kind in Sicherheit und wird vom Johnson County District Court und dem örtlichen Familien- und Kinderamt überwacht." Darüber hinaus heißt es: "Die örtlichen Behörden haben mitgeteilt, dass ihnen die Beweislage keinen Schluss darauf zulässt, wer genau für die Verletzungen des Kindes zuständig ist."
Und so könne auch die NFL, "basierend auf den verfügbaren Beweismitteln, nicht zu dem Schluss kommen, dass Herr Hill die Personal Conduct Policy verletzt hat. Dementsprechend darf er im Training Camp der Kansas City Chiefs sowie bei allen anderen Teamaktivitäten teilnehmen." Eine Sperre ist damit vorerst vom Tisch, wenngleich die Liga abschließend klarstellt: "Sollten weitere Informationen zugänglich werden, werden wir diese unverzüglich prüfen und alle notwendigen Schritte einleiten."
mag