08.09.2019
Week 1: Vorjahres-MVP Mahomes dreht für die Chiefs gleich auf
Am Sonntag hatten die frühen Abendspiele von Week 1 eine ganze Menge zu bieten: Baltimore watschte dabei Miami böse ab, auch Cleveland kassierte zum Start eine heftige Niederlage. Bei den Quarterbacks herrschten insgesamt gemischte Gefühle vor - wobei vor allem der Vorjahres-MVP gleich aufdrehte.

Beim Duell zwischen Baltimore und Miami sorgten die Ravens schnell für klare Verhältnisse. Der Favorit konnte sich dabei auf Quarterback Lamar Jackson verlassen, der neben seiner bekannten Laufstärke diesmal auch im Passspiel beeindruckte. 17 seiner 20 Pässe kamen an (324 Yards, fünf (!) Touchdowns). Kein Wunder, dass am Ende ein krachender 59:10-Erfolg für Baltimore stand. In Sachen Rushing Yards dominierte bei den Hausherren Mark Ingram (107 Yards, 2 TD), Marquise Brown sammelte 147 Receiving Yards an (2 TD). Dolphins-QB Ryan Fitzpatrick brachte nur 14 seiner 29 Pässe an den Mann, er warf für 185 Yards (1 TD). Bereits zur Pause hatten die Ravens mit 42:10 geführt.
Deutlich enger ging es zwischen den Los Angeles Rams und den Carolina Panthers zu, wobei sich der diesjährige Super-Bowl-Finalist letztlich mit 30:27 durchsetzte. Rams-Quarterback Jared Goff wusste nicht vollends zu überzeugen, 23 seiner 39 Pässe kamen an (186 Yards, 1 TD, 1 Interception). Todd Gurley häufte 97 Rushing Yards bei 14 Läufen an, es war aber Malcolm Brown, der zu zwei Touchdowns kam. Bei den Panthers erreichte QB Cam Newton gegen den Favoriten aus Los Angeles 239 Passing Yards (1 Interception). Dominanz strahlte Christian McCaffrey aus, der 19-mal mit dem Ball für 128 Yards lief (2 TD) und zehn Catches für 81 Yards hinzufügte (209 Total Yards). Aufgrund der starken ersten Hälfte (13:3) trugen am Ende die Rams den Sieg nach Hause.
In Cleveland bekamen die hoch gehandelten Browns derweil eine heftige Abreibung von den Tennessee Titans. Im ersten Heimspiel der Saison kamen die Browns mit 13:43 unter die Räder. Quarterback Baker Mayfield warf in seinem zweiten NFL-Jahr zwar für 285 Yards (1 TD), leistete sich allerdings auch fatalerweise drei Interceptions. Star-Neuzugang Odell Beckham Junior fing sieben Bälle (71 Yards), blieb im ersten Einsatz aber ohne Touchdown. Bei den Titans wusste QB Marcus Mariota zu gefallen (248 Passing Yards, 3 TD, keine Interception). Erfolgreicher Passempfänger war am Sonntag Delanie Walker, der zwei Touchdowns einsammelte. So stehen die Browns in Week 2 direkt unter Zugzwang.

Beeindruckende Zahlen wies mal wieder Vorjahres-MVP Patrick Mahomes auf, der seine Kansas City Chiefs zu einem 40:26-Erfolg über die Jacksonville Jaguars führte. Beim Quarterback kamen 25 von 33 Pässen an (378 Yards, 3 TD). Als Receiver überzeugte Sammy Watkins, der neunmal das Ei fing (198 Yards, 3 TD). Bei den Jaguars kam Quarterback Gardner Minshew zu 275 Passing Yards (2 TD, 1 Interception). Unterstützt wurde er von D.J. Chark, der 146 Receiving Yards anhäufte (1 TD). Bitterer Tiefpunkt natürlich: Quarterback-Neuzugang Nick Foles warf für die Jaguars einen Touchdown - und brach sich dann das Schlüsselbein. Er wird damit für längere Zeit nicht zur Verfügung stehen.

Atlanta musste sich in Week 1 den Minnesota Vikings beugen, die ihr Auftaktmatch mit 28:12 gewannen. Bei den Falcons agierte Quarterback Matt Ryan (304 Passing Yards, 2 TD) zu fehleranfällig und produzierte gleich zwei Interceptions. Vor dem letzten Viertel lag Atlanta bereits mit 0:28 zurück, ehe Julio Jones und Calvin Ridley noch je einen Touchdown zur Ergebniskosmetik beitrugen. Vikings-QB Kirk Cousins kam zu 98 Passing Yards (1 TD). Begeistern konnte Dalvin Cook, der bei 21 Läufen 111 Yards und zwei Touchdowns beisteuerte.
Im Duell zwischen Philadelphia und Washington ging es eng zu, was auch an den Leistungen der beiden Quarterbacks lag. Case Keenum führte die Redskins stark an (380 Passing Yards, 3 TD), Carson Wentz (313 Passing Yards, 3 TD) stand ihm auf der Gegenseite aber in nichts nach und so gewannen letztlich die Eagles mit 32:27 - nach anfänglichem 0:17-Rückstand.
msc