16.09.2019
Pittsburgh Steelers müssen auf ihren Star-Quarterback verzichten
Mit reichlich Optimismus ist Pittsburgh in die neue Regular Season der National Football League gestartet - und steht nach zwei Spielen bereits in einem Scherbenhaufen. Auch die New Orleans Saints müssen einen schweren Rückschlag auf der Spielmacher-Position hinnehmen.

Dieser Saisonstart ist zum Vergessen: Nicht nur, dass die Steelers sowohl bei den Patriots (3:33) als auch gegen die Seahawks (26:28) verloren haben, für den Rest der Saison muss man in "Steel City" auch noch auf Star-Quarterback Ben Roethlisberger verzichten. Ein herber Rückschlag. "Big Ben" ist damit schon der dritte Spielmacher mit einer frühen Verletzung in dieser jungen Regular Season.
Pittsburghs Trainer Mike Tomlin hat sich am Montag diesbezüglich den Medien gestellt und wortkarg mitgeteilt, dass sein Starting Quarterback Roethlisberger für den Rest dieser gerade erst begonnen Spielzeit ausfallen wird.
Den 37-jährigen Spielmacher, der das Franchise aus dem US-Bundesstaat Pennsylvania schon zweimal zum Gewinn des Super Bowl geführt hat (2005/06 und 2008/09), macht der Ellenbogen zu schaffen. Sogar eine Operation ist noch in dieser Woche nötig - und diese zwingt den Routinier zum frühen Aus.

Zugezogen hatte sich "Big Ben" die Verletzung beim 26:28 gegen die Seattle Seahawks am Sonntag: Der Quarterback war gegen Ende des zweiten Viertels zu Boden gegangen, hatte sich sofort den Ellenbogen gehalten und Schmerzen signalisiert. Zu diesem Zeitpunkt hatte er gerade einmal acht von 15 Pässen für 75 Yards angebracht. Roethlisberger, der schweizerischer Abstammung ist (sein Vorfahre Karl Röthlisberger war 1873 von Unterfrittenbach im Emmental in die USA ausgewandert), beendet diese NFL-Saison damit mit 351 Yards, keinen Touchdown-Pass und einer Interception. Vergangene Saison hatte der sechsmalige Pro Bowler die gesamte Liga noch mit 5129 Passing Yards angeführt, die Play-offs aber verpasst.
Mitspieler wie Ryan Switzer reagierten entsetzt: "Das ist frustrierend, weil er ohne Zweifel der Leader unserer Offense ist... Wir haben jetzt 14 Spiele. Und wir alle stehen in der Pflicht gegenüber dieser Organisation und Fanbase, uns zusammenzureißen." Für Guard David DeCastro kein leichtes Unterfangen: "Das ist komisch. Irgendwie surreal. Natürlich hast du selbst diese Football-Mentalität, dass es weitergehen muss und der Nächste einspringt. Doch es ist offensichtlich, dass es bei einem Typ wie 'Big Ben' nicht so leicht ist, einfach so weiterzumachen. Das ist leichter gesagt als getan."
Wer folgt überhaupt? Einspringen muss nun Ersatzmann Mason Rudolph, der seinen Job gegen Seattle auch direkt gut machte und die Steelers (sechsmaliger Super-Bowl-Champion) beinahe zum Comeback führte. 112 Yards, zwei Scores und eine Interception standen am Ende als Leistungsnachweis in der Statistik des 24-jährigen Drittrunden-Picks von 2018.
Roethlisberger ist damit bereits der dritte Top-Quarterback, den in den ersten beiden Wochen der neuen Saison eine schlimmere Verletzung ereilt hat. Zunächst hatte es Nick Foles, den Super-Bowl-Sieger von 2018 mit den Philadelphia Eagles und jetzigen Neuzugang der Jacksonville Jaguars erwischt (Schlüsselbeinbruch, wochenlange Pause), ehe an diesem Sonntag auch Drew Brees von den New Orleans Saints das Aus ereilte (Daumenverletzung, bis zu sechs Wochen Pause).
mag