19.11.2019
Defensive End hat trotz Saisonsperre eine Zukunft in Cleveland
Einige Tage sind ins Land gezogen - und noch immer wird über das krasse Vergehen von Myles Garrett gesprochen. Kein Wunder, hat der Defensive End der Cleveland Browns einen Gegenspieler mit dem Helm attackiert und geschlagen. Sein Trainer Freddie Kitchens teilte nun aber mit, seinem Spieler weiter zu vertrauen.

Die NFL-Offiziellen hatten nach dem "barbarischen Finale" beim Thursday Night Game zwischen den Cleveland Browns und Pittsburgh Steelers (21:7) wie erwartet Ermittlungen aufgenommen und allen voran Myles Garrett mit einer langen Strafe belegt. Der Defensive End, der kurz vor Spielschluss in eine handfeste Ringeinlage mit Quarterback Mason Rudolph geraten war und dabei den Helm seines Gegners als Schlagwaffe benutzt hatte, muss mindestens für den Rest dieser Spielzeit aussetzen und sich im Anschluss zu einem Gespräch mit der National Football League melden. Es ist eine der längsten ausgesprochenen Strafen der Liga.
Garrett selbst zeigte sich im Anschluss bereits mehrmals reumütig, sagte unter anderem: "Ich habe die Ruhe verloren, das bereue ich. Ich habe einen schrecklichen Fehler gemacht. Ich weiß, dass ich für all meine Taten verantwortlich bin und kann meinen wahren Charakter nur durch mein Handeln in der Zukunft beweisen."
Die Zukunft des erst 23-jährigen First-Overall-Picks aus dem NFL-Draft 2017, der in bislang 37 Spielen auf 104 Total Tackles, 30,5 Sacks und sechs Forced Fumbles kommt, ist auch heiß diskutiert dieser Tage. Experten debattieren derzeit immer wieder darüber, inwieweit sein Vergehen als Brandmarkung gelten wird und ob der Spieler diesen krassen Aussetzer jemals wieder vergessen lassen kann.
Sicher ist dagegen: Sein Team setzt offenkundig weiterhin auf die Dienste des in der Vergangenheit eigentlich immer hochgelobten Akteurs, der im Privaten ruhig und bescheiden sein soll. Das stellte Head Coach Freddie Kitchens nochmals am Montag klar: "Myles Garrett ist ein guter Mensch. Wir werden Myles auf keinen Fall verurteilen. Er hatte einen Aussetzer und das war's. Ich bin weiterhin ein Fan von Myles und werde ihn weiter unterstützen. Die ganze Browns-Organisation wird ihn weiter unterstützen, genauso seine Teamkollegen und der Trainerstab."
Kitchens hob allerdings auch nochmals hervor, dass es "kein Entschuldigung für sein Verhalten auf dem Football-Feld gibt. Das weiß ich, das weiß Myles. Doch das ist geklärt - und so werden wir ihm in Zukunft unter die Arme greifen, wenn er auf seinem Weg nach vorn unsere Hilfe braucht."
mag