03.09.2020
Tampa Bay gehört schon jetzt zu den großen Play-off-Favoriten
Bestens aufgestellt sind die Tampa Bay Buccaneers längst, was nicht nur mit den Offseason-Verpflichtungen Tom Brady und Rob Gronkowski zu tun hat. Doch warum nicht auch noch einen Running Back für die womöglich oft relativ offene Mitte verpflichten?

Die Tampa Bay Buccaneers stehen schon jetzt hoch im Kurs, 2020/21 in die Play-offs zu stürmen. Warum? Ganz einfach: Neben der Offseason-Verpflichtung von Superstar Tom Brady (sechsmaliger Super-Bowl-Sieger mit den New England Patriots) plus der Ergänzung des extra aus dem Ruhestand gekommenen Tight Ends Rob Gronkowski (dreimaliger Champion mit den Pats) verfügen die Bucs längst über mächtige Waffen in der Offense.
So verfügt das Team über eines der besten Wide-Receiver-Duos der NFL, schließlich belegte Chris Godwin letztes Jahr schon den zweiten Platz in Yards per Game (95,2, insgesamt 1333 inklusive neun Touchdowns), Mike Evans war in dieser Rubrik Vierter (89, insgesamt 1157 inklusive acht TDs). Der seit sechs Jahren in der NFL spielende Evans hat es außerdem geschafft, jeweils mindestens 1000 Yards zu verbuchen.
Neben einer soliden Offensive Line hat das Team außerdem auch die von Defensive Coordinator Todd Bowles verantwortete Abwehr starke Bereiche - so zum Beispiel in Sachen Linebacker um Lavonte David (seit 2012 im Team). Unter anderem damit hat Tampa Bay 2019 die beste Laufverteidigung gestellt mit im Schnitt nur 73,8 zugelassenen Yards pro Spiel.
Fehlt eigentlich nur noch eine Top-Aufstellung für gutes Laufspiel, wofür die Patriots unter dem selbst eher "lauffaulen" Brady sowie Head Coach Bill Belichick stets bekannt gewesen sind (James White, Rex Burkhead, Sony Michel).
Das haben sich Bucs-Trainer Bruce Arians zusammen mit Brady wohl jetzt auch überlegt - und neben dem bereits vorhandenen Ronald Jones zuletzt den hocherfahrenen LeSean "Shady" McCoy an Land gezogen. Doch damit nicht genug: Den zuletzt im Nordosten Floridas bei den Jacksonville Jaguars entlassenen Leonard Fournette hat sich das im Westen Floridas an der Meeresbucht am Golf von Mexiko liegende Tampa Bay nun auch noch gesichert.

Mit dem Fourth-Overall-Pick aus dem NFL-Draft 2017, der in seinen ersten drei Profijahren schon oft sein Können gezeigt hat (zweimal über 1000 Yards, 17 Touchdowns insgesamt), haben die Bucs der Offensive das noch fehlende Puzzlestück hinzugefügt. Mit seiner Kraft und Explosivität durch die Mitte könnte Fournette den gegnerischen Defenses in der kommenden, in einer Woche offiziell startenden neuen Regular Season, sehr weh tun. Zumal die Mitte nicht allzu massiv gedeckt werden kann, eben weil in Sachen Receiver (Godwin/Evans) und Tight End (Gronkowski) in Verbindung mit dem bereits 43 Jahre alten und weiterhin noch lange nicht müden Passer Brady auch besondere Vorsicht gilt.
Es wird in jedem Fall spannend zu beobachten sein, wie dominant diese stark aufgestellten Tampa Bay Buccaneers auftreten werden - zumal es zum Start direkt zum NFC-South-Showdown bei den New Orleans Saints kommt (Sonntag, 13. September, 22.25 Uhr MESZ).
mag