02.10.2020
New Yorker Football-Teams weiter ohne einen einzigen Sieg
Trotz eines herausragenden Starts in das Thursday Night Game von Week 4 haben die New York Jets abermals verloren - mit 28:37 gegen die ersatzgeschwächten Denver Broncos. Das Team des angezählten Head Coaches Adam Gase verkommt immer mehr zur Lachnummer - und leistet sich auch noch reihenweise Unsportlichkeiten.

Wenn Fans im New Yorker MetLife Stadium dieser (Corona-)Tage zugelassen wären, dann wären die Ränge gegen Spielende oft, sehr oft wie leergefegt gewesen. Der hartgesottene Rest würde sich außerdem mit Buh-Rufen die restliche Zeit vertreiben - ganz besonders der hartgesottene Rest der Jets-Fans.
Zwar liefern auch die traditionsreichen Giants (0:3) in der noch ohne einen einzigen Sieg dastehenden Football-Metropole des "Big Apple" ohne den am Kreuzband verletzten Saquon Barkley keine Show ab, doch die Jets setzen dem Ganzen nochmals die Krone auf.
Neuestes Armutszeignis war das aktuelle 28:37 gegen die akut vom Verletzungspech geplagten Denver Broncos (ohne Quarterback Drew Lock, Running Back Philipp Lindsay, ohne Linebacker Von Miller, insgesamt mehr als zehn teils sehr wichtige Spieler auf "Injured Reserve").
Dabei begann es dieses Mal top: New Yorks veranlager Spielmacher Sam Darnold, 2018 in der ersten Runde an dritter Stelle gezogen, sprintete mit Schnelligkeit wie eleganten Körpertäuschungen über 46 Yards bis in die Endzone - 7:0. Ein Startschuss, ein Euphorieschub? Mitnichten! Von der Offense kam den gesamten Rest über nur noch Kicker Sam Ficken mit fünf verwandelten Field Goals auf die Anzeigentafel, Darnold dagegen (230 Yards, kein Touchdown-Pass) blieb bis auf die Bemühungen von Receiver Jamison Crowder (104 Yards) weitestgehend allein gelassen.
Selbst drei Interceptions - darunter ein Pick Six von Broncos-Cornerback Pierre Desir - von Denvers Undrafted-Quarterback Brett Rypien, der allerdings auch mit 242 Yards und zwei Touchdown-Würfen teils herausragende Pässe zeigte, verhalfen dem stagnierenden Jets-Angriff nicht zu einem Push. Und weil sich das gesamte Team auch noch schier endlose Diziplinlosigkeiten wie einen komplett unnötigen Helmgittergriff von Quinnen Williams an Rypien erlaubte (insgesamt elf Stück für minus 118 Yards, darunter sechs Personal Fouls gegen die Defense), scheint diese Mannschaft aus der Weltstadt schon jetzt sportlich begraben. Selbst Denvers Cheftrainer Vic Fangio hatte dafür keinen Respekt mehr übrig, beorderte seine Schützlinge direkt mit Ablauf der Uhr in die Katakomben - und sagte hinterher, dass er und viele Spieler schlicht maßlos enttäuscht von der späten, überharten Gangart waren.
"Brutal", antwortete der längst auf dem heißen Stuhl sitzende Head Coach Adam Gase angesprochen auf die vielen Strafen und fügte kleinlaut an: "Wir arbeiten daran, das alles in den Griff zu kriegen. Ich bin nicht glücklich damit." Das werden die Besitzer Woody und Christopher Johnson auch nicht sein. Zumal der Hohn und Spott aus den Medien auch immer deutlicher wird. So schreibt etwa ESPN-Reporter Rich Cimini klar und deutlich: "Die Jets haben eine niedrige Messlatte. Sie sind das schwächste Team der NFL." Und nun schon seit 2010 ohne Play-off-Teilnahme ...
mag