23.11.2020
NFL, Week 11: Erste Niederlage für Dolphins-Rookie Tua
Ein zweites Mal ließ sich Patrick Mahomes nicht von den Raiders ärgern, Aaron Rodgers hatte wenige Stunden vorher allen Grund zum Stirnrunzeln. Der späte NFL-Sonntag im Überblick.

Eine einzige Niederlage hatten die Kansas City Chiefs in dieser Saison erst hinnehmen müssen, im Hinspiel gegen die Las Vegas Raiders. Ein zweites Mal wollte sich Patrick Mahomes das nicht gefallen lassen, hatte gegen einen wieder mal starken Gegner aber alle Hände voll zu tun. In einem wahren Offensivfeuerwerk beendeten beide Teams ihre ersten zwei Drives mit Touchdowns, konnten dieses Niveau jedoch nicht halten.
Mahomes, der wieder mal Lücken fand, wo eigentlich keine waren, leistete sich zwar seine erst zweite Interception der Saison, führte seine Chiefs aber nach 28:31-Rückstand in der letzten Minute übers Feld und fand Tight End Travis Kelce zum entscheidenden Touchdown in der Endzone. Im Verzweiflungsmodus leistete sich Raiders-Quarterback Derek Carr anschließend eine Interception, und der neunte Saisonsieg der Chiefs im zehnten Spiel war unter Dach und Fach - nach einem ganz harten Stück Arbeit.
Während die Raiders mit ihrer 6:4-Bilanz immer noch gut dastehen, werden die Chiefs wohl mit den Pittsburgh Steelers um den Nummer-1-Spot der AFC konkurrieren. Mahomes beendete seinen Arbeitstag mit 34 von 45 angekommenen Pässen, 348 Yards, genannter Interception und zwei Touchdowns. Carr (23/31) kam neben der Interception auf 275 Yards und drei Touchdown-Pässe.
Nicht weniger spannend ging es einige Stunden zuvor in Indianapolis zu. Dort führten die Green Bay Packers gleich zweimal mit 14 Punkten, mussten allerdings zweimal den Ausgleich hinnehmen und am Ende selbst einem Rückstand hinterherlaufen. Quarterback Aaron Rodgers (27/38, 311 Yards, 3 TD, INT), bis dahin nicht fehlerfrei, leitete den Spielzug, der den Packers Sekunden vor Schluss immerhin noch das Field Goal zum 31:31 und damit zur Overtime sicherte.

Dort bekam Green Bay zuerst den Ball und dementsprechend die Chance, mit einem weiteren Touchdown den achten Sieg im zehnten Spiel einzufahren. Dazu kam es nicht, weil Receiver Marquez Valdes-Scantling den Ball nach einem Rodgers-Pass verlor, und die Colts um Routinier Philip Rivers (24/36, 288, 3 TD, INT) den Turnover ausnutzten. Rookie-Kicker Rodrigo Blankenship, der zuvor schon reichlich gefordert war, behielt die Nerven und traf zum Sieg für Indianapolis, das nach der Bilanz (7:3) mit den Packers gleichzog.
Zum ersten Mal in seiner noch jungen NFL-Karriere lief für Tua Tagovailoa am Sonntag kaum etwas nach Plan. Der Rookie-Quarterback fand mit seiner Miami-Offense in Denver kaum ins Spiel und wurde nach einer schwachen Leistung (11/20, 83 Yards, TD) im vierten Viertel von Head Coach Brian Flores auf die Bank gesetzt. Routinier Ryan Fitzpatrick sprang ein (12/18, 117 Yards, INT), konnte die erste Dolphins-Pleite nach fünf Siegen in Serie jedoch nicht mehr abwenden. Denver verbesserte seine Bilanz auf 4:6.
Nach vier Niederlagen in Serie durften die Dallas Cowboys in Minnesota mal wieder einen Sieg bejubeln. Bei den Vikings, die zuvor viermal am Stück gewonnen hatten, brauchte es einen starken letzten Drive von Backup-Quarterback Andy Dalton, um den 24:28-Rückstand noch in einen 31:28-Sieg umzubiegen. In der verheerenden NFC East hat Dallas (3:7) damit alle Chancen auf eine Play-off-Teilnahme, die Division führen momentan noch die Philadelphia Eagles an (3:6:1).
mkr