30.11.2020
NFL, Week 12: Green Bay schenkt Chicago 41 Punkte ein
Mit Highlights gespickt waren die Spätspiele der NFL am Sonntagabend. Schier unglaubliche Zahlen lieferte Wide Receiver Tyreek Hill von Titelanwärter Kansas City Chiefs ab.

Weil die Tampa Bay Buccaneers Wide Receiver Tyreek Hill anfänglich oft nur mit einem Mann in Deckung nahmen, führte das zu einer herausragenden Vorstellung des Ballfängers der Kansas City Chiefs: 13 Pässe von Quarterback Patrick Mahomes landeten bei Hill, der sage und schreibe 269 Yards sammelte (203 im ersten Viertel), gleich dreimal nach Spielzügen über 75, 44 und 20 Yards die Endzone erreichte. Zum fünften Mal erst knackte ein Receiver die 260-Yard-Hürde. Mahomes wiederum schaffte beim 27:24-Erfolg über Tom Brady und die Bucs 452 Yards (359 in der ersten Hälfte!) mit 37 von 49 erfolgreichen Pässen.
Während die Chiefs auf 10:1-Siege stellten und Hill nach Spielende die Drohung herausschickte, "noch besser werden" zu wollen, rutschten die wankelmütigen Buccaneers nach der dritten Heimniederlage in Serie auf 7:5 ab. Brady leistete sich bei 345 Yards und drei Touchdown-Pässen zwei Interceptions, die letztlich zu kostspielig waren - trotz toller Moral Tampa Bays, das nach 0:17- und 10:27-Rückständen durch zwei Touchdowns von Mike Evans noch für Spannung sorgte.
In der NFC North dürfte in der Nacht die Vorentscheidung gefallen sein. Durch den 41:25-Triumph über Gruppenrivale Chicago (5:6) zogen die Green Bay Packers mit nun 8:3-Siegen davon. Matchwinner: Aaron Rodgers. Der überaus effiziente "Gunslinger" (21/29, 211 Yards) warf vier Touchdown-Pässe bei seinem 20. Sieg im 25. Duell mit dem ewigen Kontrahenten. "Es ist schon speziell, Teil dieser Rivalität sein zu können", sagte der Spielmacher der Packers, der mit seinem letzten Touchdown-Pass die 50.000-Yards-Hürde knackte - als elfter Spieler in der NFL-Geschichte.
Sein Gegenüber Mitchell Trubisky kam zwar auch auf drei TDs (26/46, 242 Yards), leistete sich jedoch auch drei Turnover. Am Ende stand die fünfte Bears-Niederlage in Serie.
Bemerkenswertes trug sich in der Mile High City Denver zu. Ohne etatmäßigen Quarterback war klar, dass die Luft für die Denver Broncos dünn werden würde. Die Rolle des Spielmachers gab ein gewisser Kendall Hinton, eigentlich Wide Receiver im erweiterten Trainingskader der Broncos. Seine Zahlen fielen entsprechend aus: ein erfolgreicher Pass bei neun Versuchen, zwei Interceptions, ein Sack. Mit 3:31 ging das Spiel für Denver gegen die New Orleans Saints (9:2) erwartungsgemäß verloren. Brees-Vertreter Taysom Hill reichten 78 Passing Yards für die laufstarken Saints. Latavius Murray lief für 124 Yards und zwei TDs, Hill erreichte ebenfalls zweimal zu Fuß die Endzone.
Nach drei Niederlagen am Stück kehrte Vizemeister San Francisco 49ers (5:6) im NFC-West-Duell mit den Los Angeles Rams (7:4) per 23:20-Auswärtssieg in die Erfolgsspur zurück. Die von außergewöhnlich vielen Verletzungen geplagten Nord-Kalifornier gewannen dank eines verwandelten Field Goals von Robbie Gould mit Spielende. QB Nick Mullens (253 Yards) durfte trotz fehlenden Touchdown-Passes und einer Interception seinen ersten Sieg in der NFL feiern, die Rams (Jared Goff: 198 Yards, zwei INT, ein Fumble) kassierten die erste Niederlage im brandneuen SoFi-Stadium.
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aho