24.10.2021
NFL, Week 7: Patriots gewinnen erstes Heimspiel - und das extrem deutlich
Die Kansas City Chiefs sind aktuell nicht mehr die Kansas City Chiefs, das Gastspiel in Week 7 bei den Titans ist gar zu einem Tiefpunkt in der Karriere von Superstar Patrick Mahomes mutiert. In der AFC North haben derweil die Cincinnati Bengals die Baltimore Ravens in die Schranken gewiesen - und die Packers haben Washington besiegt.

Zeilen, die man in den letzten Jahren ganz und gar nicht mit den Kansas City Chiefs verbunden hat, sind nun Realität: Der Super-Bowl-Sieger von 2019/20 steht aktuell mit einer Bilanz von 3:4 auf einem geteilten letzten Rang der AFC West - und Patrick Mahomes ist mit schuld daran. Der Star-Quarterback hat nun in seinen jüngsten 15 Partien ganze 15 Interceptions geworfen, zuletzt sechsmal am Stück mindestens eine. Das ist dem 26-Jährigen noch nie zuvor in seiner Karriere passiert.
Doch nicht nur das: Die Defense lässt das Team ebenfalls hängen und hat es den heimischen Tennessee Titans (5:2) in dieser Week 7 viel zu einfach gemacht. Allen voran Spielmacher Ryan Tannehill (270 Yards, ein Passing Touchdown, ein Rushing Touchdown), der obendrein zwischenzeitlich lässig mit einem Air-Jordan-Sprung jubelte, und natürlich Laufmaschine Derrick Henry (86 Yards), der bei einem Trick Play selbst einen Touchdown-Pass über ein Yard zu Tight End MyCole Pruitt warf, wurden nicht aufgehalten.
Dass die Chiefs ohne Touchdown ein Spiel beendet haben, hat es in der Ära Mahomes übrigens noch gar nicht gegeben. Und so wenig Punkte hat es schon gleich seit Dezember 2012 (3:38 gegen Detroit) nicht mehr gegeben. Kurzum: Es sieht duster aus in Kansas City.
Dass der Vergleich zwischen Baltimore und Cincinnati, zweier stark gestarteter AFC-North-Rivalen, spannend werden könnte, war klar. Favorit waren aber dennoch die heimischen Ravens, die dann aber mit 17:41 komplett baden gingen und zum ersten Mal überhaupt so hoch ein Duell mit Cincy verloren.
Warum? Weil Bengals-Spielmacher Joe Burrow überragte (416 Yards waren Karrierehöchstwert, drei TDs, eine Interception) und unter anderem einen 82-Yard-Touchdown-Pass zum starken Rookie-Receiver Ja'Marr Chase anbrachte. Der ehemalige Burrow-Teamkollege beim College LSU verbuchte am Ende gar stolze 201 Receiving Yards!
Das war alles in allem zu viel für einen ebenfalls nicht schlecht aufspielenden Ravens-Quarterback Lamar Jackson (257 Yards Passing, 88 Yards Rushing, ein TD), der aber auch fünfmal einen Sack einsteckte. Nun stehen sowohl Cincinnati als auch Baltimore bei 5:2 in der Saison.
In Week 1 hatte Green Bay mit 3:38 bei den New Orleans Saints verloren, seitdem aber alle sechs Partien gewonnen. So eben auch das jetzige Heimspiel gegen das Washington Football Team (24:10). Aaron Rodgers, der mit 274 Yards, drei Touchdowns und keiner Interception mal wieder maßgeblichen Anteil am Erfolg und öfters sein Top-Receiver Davante Adams (76 Yards, ein TD) fand, avancierte damit zum ersten Team der NFL-Geschichte, das nach einer so deutlichen Auftaktniederlage sechs Partien in Folge gewann.

Der Sieg über Washington war aber keinesfalls leicht erspielt, weil die Gäste aus der Hauptstadt um den früheren Green-Bay- und Brett-Favre-Fan Taylor Heinicke (268 Yards, ein TD, eine Int., zwei Fumbles) frech mithielten. Doch gleich fünfmal (!) verpassten sie innerhalb der Packers-30-Yard-Zone Punkte. Einmal unter anderem deswegen, weil der Spielmacher bei freier Bahn zu früh zu Boden sank, trotzdem feierte und nach Urteil der Schiedsrichter erkennen musste, dass sein vermeintlicher Touchdown-Lauf gar nicht zählte.
16:17 gegen Miami, 13:28 gegen New Orleans, 17:19 gegen Tampa Bay, 29:35 gegen Dallas: Alle vier ersten Heimspiele in dieser Regular Season hatte New England in den Sand gesetzt, um nun aber mit Wut im Bauch den ersten Erfolg im Gillette Stadium unter Dach und Fach zu bringen. Und was für einen: Mit 54:13 schickten die Pats den direkten AFC-East-Rivalen New York Jets wieder nach Hause, spendierten dem Kontrahenten somit einen sogenannten "50 Burger". Es war zugleich der zwölfte Sieg am Stück über die Jets und zugleich der sechste "Season Sweep" in Folge über den Gegner aus New York (bereits 25:6 in Week 2).
mag