09.09.2022
Verhandlungen gehen erst nach der neuen Saison weiter
Die Baltimore Ravens und Quarterback Lamar Jackson haben es nicht geschafft, sich bis zum Saisonstart auf eine Vertragsverlängerung zu einigen. Eine entsprechende Frist hat der 25-jährige Star des Teams zuvor gesetzt.

Lamar Jackson, dessen Vertrag schon am Ende der Saison 2022 ausläuft, hat unlängst betont, dass er keine Gespräche über einen neuen Kontrakt führen will, während die Regular Season läuft und den heutigen Freitag als Deadline genannt.
"Trotz bester Bemühungen von beiden Seiten waren wir nicht in der Lage, uns mit Lamar Jackson eine Vertragsverlängerung zu schließen", erklärt General Manager Eric DeCosta nun in einer Mitteilung am Freitag. "Wir wissen es sehr zu schätzen, wie sich Lamar im Verlauf der Gespräche verhalten hat." Man werde nach der Saison weiter an einer langfristigen Lösung arbeiten.
Jackson, der als einer der wenigen NFL-Profis keinen Berater hat und sich selbst vertritt, wird in der neuen Saison, welche Baltimore bei den New York Jets um den ehemaligen Ravens-Super-Bowl-Sieger Joe Flacco am Sonntag (19 Uhr) eröffnen, unter der sogenannten "fifth-year option" seines Rookie-Vertrags spielen. Das beschert dem laufstarken Anführer des AFC-North-Teams rund 23 Millionen US-Dollar. Wenn sich beide Parteien bis zum 7. März 2023 nicht geeinigt haben, müssen die Ravens ihn mit dem "Franchise Tag" belegen, wenn der Star und das Franchise-Gesicht kein Free Agent werden soll. Ohne Gegenpreis ziehen lassen, das werden sie ihn wohl kaum.
Dem 25-Jährigen winkt jedenfalls ein großer Zahltag: Dieses Jahr haben drei Franchise-Quarterbacks neue Verträge, die ihnen jeweils mehr als 165 Millionen US-Dollar garantiertes Gehalt einbringen, erhalten. Jackson geht natürlich das Risiko ein, dass ihm ein solcher Geldregen durch die Lappen geht, sollte er sich in dieser Saison ohne Verlängerung schwerer verletzen.
Die Ravens hatten Jackson einst im Draft 2018 mit dem letzten Pick der 1. Runde gewählt. Daraufhin hatte der gefürchtete Spielmacher sein Team zu drei Play-off-Teilnahmen geführt und war 2019 zum Liga-MVP gewählt worden. In der vergangenen Saison verpasste Baltimore die Play-offs dagegen als Letzter der Division - auch weil Jackson zeitweise verletzt ausgefallen war.
ski