12.09.2022
Packers kassieren nächste Auftaktpleite
Sowohl die Dallas Cowboys als auch die Green Bay Packers haben zum Saisonstart ein Desaster erlebt. Die Cowboys werden in den kommenden Wochen zudem ohne ihren Quarterback auskommen müssen. Patrick Mahomes präsentierte sich hingegen in überragender Frühform.

Viel schlechter hätte die Saison für Dallas nicht beginnen können. Beim 3:19 gegen die Tampa Bay Buccaneers bekam die Offense so gar keinen Fuß auf den Rasen - und zu allem Überfluss verletzte sich Quarterback Dak Prescott im vierten Viertel am rechten Daumen. Bereits kurz nach Spielschluss bestätigte Teambesitzer Jerry Jones, dass die Verletzung eine Operation notwendig mache. Medienberichten zufolge wird Prescott nun sechs bis acht Wochen ausfallen - ein herber Schlag ins Kontur für die ambitionierten Texaner.
Prescotts Gegenüber Tom Brady, der neuen Berichten zufolge wohl endgültig in seine letzte NFL-Saison geht, genügte eine durchschnittliche Leistung zum Auftaktsieg. Da seine Defense dominierte, rächte sich auch eine ungewohnt leichte Interception des 45-Jährigen nicht. Den einzigen Touchdown-Pass der Partie warf er Ende des dritten Viertels auf seinen Lieblings-Receiver Mike Evans.
Ähnlich schlecht wie für die Cowboys geriet der Auftakt für die Green Bay Packers. Das in der Offense durch zahlreiche Verletzungen geschwächte Team um den amtierenden MVP Aaron Rodgers enttäuschte beim 7:23 gegen Division-Rivale Minnesota auf ganzer Linie. Bereits im Vorjahr waren die Packers mit einem 3:38 gegen New Orleans verheerend in die Saison gestartet, um dann doch noch aufzudrehen. Die Leistung gegen die Vikings machte allerdings wenig Mut, Minnesotas Star-Receiver Justin Jefferson (184 Yards, zwei Touchdowns) bekam Green Bay zu keinem Zeitpunkt in den Griff, die ersatzgeschwächte O-Line ließ Rodgers weitgehend im Stich.
Ein anderer Mitfavorit ist seinen Ambitionen hingegen direkt gerecht geworden. Die Kansas City Chiefs ließen den Arizona Cardinals keine Chance und brannten beim 44:21 ein regelrechtes Offensivfeuerwerk ab. Auch ohne den abgewanderten Star-Receiver Tyreek Hill lief die Angriffsreihe auf Hochtouren, vor allem Quarterback Patrick Mahomes zeigte sich zum Start in Bestform. Gleich fünf Touchdowns warf der Chiefs-Spielmacher, davon zwei auf seinen kongenialen Tight End Travis Kelce. Bereits im dritten Viertel war die Partie entschieden, Arizona betrieb gegen Ende lediglich Ergebniskosmetik.
Die Los Angeles Chargers haben das wichtige Division-Duell gegen die Las Vegas Raiders knapp für sich entschieden. Zwar kämpfte sich Las Vegas nach einem 3:17-Halbzeitrückstand noch einmal heran, vor allem Neuzugang Davante Adams glänzte in seinem ersten Spiel als Raider mit 141 Yards und einem Touchdown. Beim Stand von 19:24 bekamen die Raiders kurz vor Schluss auch nochmal die Chance, die Partie komplett zu drehen, bekamen ihren finalen Drive aber nicht zu Ende gespielt. Den Unterschied machte am Ende die Quarterback-Leistung: Während Chargers-Spielmacher Justin Herbert (279 Yards, drei Touchdowns) überzeugte, zeigte sich Derek Carr auf Seiten der Raiders mit drei Interceptions fehleranfällig.
Die New York Giants sind mit einem überraschenden Sieg in die Saison gestartet. Das 21:20 gegen die Tennessee Titans geriet dabei in der Schlussphase zum Krimi. Bis gut eine Minute vor Schluss lagen die Giants noch mit 13:20 in Rückstand, schafften durch einen Touchdown-Pass von Quarterback Daniel Jones aber den vermeintlichen Ausgleich - und entschieden sich dann für eine Two Point Conversion statt den Extrapunkt. Der widererstarkte Running Back Saquon Barkley belohnte die mutige Entscheidung - doch Tennessee schaffte es beim finalen Drive in die Field Goal Range. Aus 47 Yards versagten Kicker Randy Bullock aber die Nerven - statt den Titans jubelten die Giants.
mib