14.11.2022
NFL - Week 10
Gegen seinen "Lieblingsgegner" lief Star-Quarterback Aaron Rodgers für seine Green Bay Packers endlich mal wieder heiß. Auch die San Francisco 49ers feierten einen Comeback-Sieg.

Fünf Niederlagen in Folge hatte es für die Green Bay Packers in Serie gesetzt, und auch gegen die Dallas Cowboys sah es für die Käsestädter alles andere als gut aus. 28:14 führten die Texaner nach dem dritten Viertel und schienen im prestrigeträchtigen NFC-Duell einem Sieg entgegenzustreben.
Doch im Schlussabschnitt lief Packers-Quarterback Aaron Rodgers heiß. Der Superstar, der in den letzten Wochen wie sein gesamtes Team strauchelte und sich in dieser Saison bereits sieben Interceptions erlaubt hatte, warf zwei Touchdown-Pässe über sieben und 39 Yards zu Wide Receicer Christian Watson. Der Zweitrunden-Pick der Packers hatte bereits im zweiten Quarter einen Touchdown über 58 Yards erzielt. Insgesamt kam der 23-Jährige auf 107 Yards bei vier gefangenen Pässen, zum ersten Mal seit Keith Woodside im Jahr 1988, kam ein Rookie wieder auf mehrere Passing-Touchdowns in einem Spiel für die Packers.
Somit ging es beim Stande von 28:28 in die Overtime. In der Dallas den Coin Toss gewann und somit das Ei bekam. Ein Touchdown hätte zum Sieg gereicht, doch ein riskanter Play-Call von Head Coach Mike McCarthy (früher mit Rodgers in Green Bay jahrelang aktiv und 2011 Super-Bowl-Sieger) gab dem Spiel die entscheidende Wende. Der 59-jährige Trainer ließ einen vierten Versuch über drei Yards an der 35 Yards-Line tatsächlich ausspielen - trotz ziemlich sicherem Field Goal. Der Versuch misslang - und so kam "The Pack" in Ballbesitz. Mit einem Pass auf Allen Lazard brachte Rodgers, der in diesem finalen Drive auch noch selbst einen starken Block setzte, der erfahrenen Kicker Mason Crosby (38) in Position. Der Routinier behielt die Nerven und traf aus 28 Yards zum gefeierten 31:28-Sieg in der Overtime.
Neben der Offensive mit Rodgers (14 Pässe, 224 Yards, drei Touchdown-Pässe) und Watson gebührte ein großer Anteil am Sieg aber auch der Packers-Defense. Diese sorgte gleich für fünf Turnovers und brachte so die eigene Offense immer wieder in gute Positionen zum Scoren. Mit nunmehr vier Siegen bei sechs Niederlagen halten die Packers ihre Saison am Leben, Dallas steht in der bärenstarken NFC East nun bei einer Bilanz von 6:3.
Und auch Rodgers persönlich baute seine gute Bilanz gegen die Cowboys aus. Im zehnten Vergleich fuhr er seinen achten Sieg ein.
Wie Green Bay holten auch die San Francisco 49ers einen Comeback-Sieg - allerdings in der regulären Spielzeit. Gegen die Los Angeles Chargers lagen sie zwischenzeitlich bereits mit zehn Punkten zurück, zur Pause hatten die Chargers mit 16:10 geführt. Doch in der zweiten Hälfte ließ die Defense der Niners keinen einzigen Zähler mehr zu, der von den Carolina Panthers gekommene Running Back Christian McCaffrey sorgte mit einem Touchdown-Lauf über zwei Yards im Schlussbaschnitt für den wichtigen 22:16-Sieg für San Francisco (5:4).
Nicht auf die Beine kommt weiterhin der amtierende Super-Bowl-Sieger: Die Los Angeles Rams unterlagen bei den Arizona Cardinals mit 17:27. Bei den Cards überzeugte besonders Backup-Quarterback Colt McCoy, der für den verletzten Starter Kyler Murray in die Bresche springen musste.

Der 36-jährige Routinier warf bei seinem ersten Start in dieser Saison für 238 Yards und einem Touchdown, eine Interception unterlief ihm dabei nicht. Den Rest besorgte Running Back James Connor mit zwei Rushes in die Endzone. Auch die Rams mussten auf ihren Backup-Quarterback setzen, John Wolford in Vertretung von Matthew Stafford (Gehirnerschütterung, "concussion protocol") kam auf 212 Yards und einem Touchdown-Pass, leistete sich aber einen Pick. In der NFC West belegen die Rams mit einer Bilanz von 3:6 den letzten Platz, die Hoffnungen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung schwinden immer mehr.
jer