21.11.2022
NFL, Spätspiele am Sonntag: Raiders siegen in der Overtime
Die Dallas Cowboys holten die Minnesota Vikings in Week 11 der NFL am Sonntag auf eindrucksvolle Weise auf den Boden der Tatsachen zurück. Die Kansas City Chiefs machten einen großen Schritt zum Division-Sieg.

So sieht wohl ein Ausrufzeichen aus! Die Dallas Cowboys beendeten die Siegesserie der Minnesota Vikings, die zuvor siebenmal in Folge gewonnen hatten, am Sonntagabend auf beeindruckende Art und Weise. Beim Spitzenreiter der NFC North fuhr "America's team" einen 40:3-Kantersieg ein. Es war der höchste Auswärtssieg der ruhmreichen Franchise-Geschichte.
Running Back Tony Pollard glänzte bei den Cowboys, die bei ihren ersten sieben Spielzügen Punkte erzielten, mit zwei Touchdowns und einem Karriere-Bestwert von 189 Yards. Auch Ezekiel Elliott lief zweimal mit dem Ball in die Endzone. Hinzu kamen vier Field Goals von Kicker Brett Maher, der kurz vor der Halbzeit aus 60 Yards traf (sogar zweimal, weil der erste Versuch wiederholt werden musste).
Auch die Defense der Cowboys lieferte eine dominante Vorstellung ab. Vikings-Quarterback Kirk Cousins musste gleich sieben Sacks einstecken, so viel wie noch nie in seiner NFL-Laufbahn. Jeweils zwei davon gingen auf das Konto von Micah Parsons und Dorance Armstrong.
Die Cowboys (7:3) liegen in der starken NFC East auf Platz zwei hinter den Philapdelphia Eagles (9:1), die am Sonntag knapp in Indianapolis gewannen. An Thanksgiving werden kommenden Donnerstag die New York Giants in Dallas vorstellig, die ebenfalls bei 7:3 stehen. Minnesota (8:2) führt die NFC North trotz der Niederlage weiter klar an und liegt hinter den Eagles in der Tabelle der NFC insgesamt auf Platz 2.
Einen großen Schritt zum Divisionstitel in der AFC West machten die Kansas City Chiefs durch einen 30:27-Erfolg im Sunday Night Game bei den Los Angeles Chargers. Dabei konnten sich die Chiefs einmal mehr auf die Kombination Mahomes/Kelce verlassen. Der Quarterback warf insgesamt drei Touchdownpässe auf den Tight End, den letzten und entscheidenden davon 31 Sekunden vor Schluss. Insgesamt brachte Mahomes 20 von 34 Pässen für 329 Yards an. Kelce verbuchte sein 34. NFL-Spiel mit mindestens 100 Receiving Yards, so viele wie kein anderer Tight End in der NFL-Geschichte. Kelce löste mit seiner Vorstellung am Sonntag Rob Gronkowski als Rekordhalter ab.
Mit einer 8:2-Bilanz führen die Chiefs die AFC West nun deutlich vor den Chargers (5:5) an, bei denen Quarterback Justin Herbert (23/30, 280 Yards) zwei Touchdownpässe warf.
Das zweite AFC-West-Duell am Sonntag ging an die Las Vegas Raiders, die sich in der Verlängerung mit 22:16 bei den Denver Broncos durchsetzten. Ein 35-Yard-Touchdown-Pass von Quarterback Derek Carr auf den sträflich freien Davante Adams sorgte in der Overtime für die Entscheidung für das Team des Stuttgarters Jakob Johnson. Kicker Daniel Carlson hatte die Raiders 16 Sekunden vor Schluss per Field Goal in die Verlängerung gerettet, nachdem Carr (23/37, 307 Yards, 2 TD) sein Team ohne Timeouts 71 Yards über das Feld in Position geführt hatte. Raiders und Broncos stehen bei 3:7.
Einen wichtigen Sieg fuhr auch Vorjahres-Super-Bowl-Teilnehmer Cincinnati ein. Die Bengals (6:4) setzten sich mit 37:30 bei den Pittsburgh Steelers (3:7) durch. In Abwesenheit des verletzten Top-Receivers Ja’Marr Chase suchte sich Quarterback Joe Burrow ein neues Ziel und warf drei seiner insgesamt vier Touchdownpässe auf Running Back Samaje Perine.
ski