05.12.2022
Bengals bezwingen Chiefs zum dritten Mal 2022
Joe Burrow hat das Duell mit Patrick Mahomes zum dritten Mal in Folge für sich entschieden. Die San Francisco 49ers mussten gegen die Miami Dolphins auf "Mr. Irrelevant" setzen - und konnten sich auf ihre Defense verlassen.

Die Cincinnati Bengals kommen in der NFL immer besser in Fahrt. In der Neuauflage des AFC-Championship-Games der Vorsaison setzten sich Joe Burrow & Co. gegen die Kansas City Chiefs mit 27:24 durch. In einem packenden Duell schienen die Gäste zu Beginn des Schlussviertels Oberwasser zu bekommen, als sie mit 24:20 führten und in Ballbesitz waren. Star-Quarterback Patrick Mahomes fand Lieblingsziel Travis Kelce, der zu einem gewinnträchtigen Lauf ansetzte, sich aber von Linebacker Germaine Pratt den Ball entreißen ließ.
So übernahm wieder Burrow, der die Bengals auf einem 53-Yard-Drive mit 6 von 7 Pässen zum Touchdown von Running Back Chris Evans führte. Anschließend hielt die Bengals-Defense dicht und sicherte den dritten Sieg in Folge gegen die Chiefs - alle im Jahr 2022.
"Er spielt auf MVP-Level", sagte Bengals-Coach Zac Taylor über Burrow (25/31, 286 Yards, 2 TD, Passer-Rating 126,6), der einmal selbst mit dem Ball in die Endzone hechtete. Auch Gegenpart Mahomes (16/27, 223 Yard, TD) erlief einen Touchdown, musste sich Burrow am Ende aber erneut geschlagen geben. Am 2. Januar hatten die Bengals mit einem Sieg gegen die Chiefs Platz 1 in der AFC North gesichert, vier Wochen später waren sie dank eines 27:24-Overtime-Erfolgs im Arrowhead Stadium erstmals seit 33 Jahren in den Super Bowl eingezogen.
Nach vier Siegen in Folge liegen die Bengals in der AFC North gleichauf mit den Baltimore Ravens (beide 8:4). Die Chiefs (9:3) führen die AFC West weiter an, mussten den Spitzenplatz in der AFC, der Heimrecht bis zum Super Bowl bedeuten würde, aber vorerst wieder an die Buffalo Bills (ebenfalls 9:3) abtreten.
Ein Topduell stieg auch in San Francisco, wo die 49ers (zuletzt vier Siege in Folge) die Miami Dolphins (zuletzt fünf Siege in Folge) empfingen - und nach dem ersten Wurf des Spiels (Tua Tagovailoa auf Trent Sherfield, 75-Yard-Touchdown) direkt in Rückstand gerieten. Wenig später fiel Quarterback Jimmy Garoppolo verletzt aus, sodass "Mr. Irrelevant" Brock Purdy (letzter Pick im Draft 2022) übernehmen musste. Und der Rookie machte seine Sache gut (25/37, 210 Yards, 2 TD, INT), warf Touchdown-Pässe auf Kyle Juszczyk und Christian McCaffrey.
Erfolgsgarant der 49ers war aber einmal mehr die beste Defense der NFL, die Dolphins-Quarterback Tagovailoa das Leben richtig schwer machte - allen voran Edge Rusher Nick Bosa, der gleich drei Sacks verbuchte. Nach dem letzten davon trug Linebacker Dre Greenlaw den Ball kurz vor Schluss zum 33:17-Endstand in die Endzone.
Im dritten Viertel hatte sich der unter Dauerdruck stehende Tagovailoa gleich zwei Interceptions geleistet (in der kompletten Saison zuvor drei). Immerhin: Sein Touchdownpass auf Tyreek Hill beendete die Serie der Niners-Defense, die in der zweiten Halbzeit zuvor vier Spiele in Folge (!) keinen Punkt zugelassen hatte. 49ers-Coach Kyle Shanahan, der im vierten Viertel zweimal erfolgreich die rote Challenge-Flagge warf, gewann das Duell mit seinem langjährigen Zögling Mike McDaniel - muss aber für den Rest der Saison ohne Garoppolo auskommen.
Die 49ers (8:4) führen die NFC West nach fünf Siegen in Folge vor den Seattle Seahawks (7:5) an, die sich beim taumelden Vorjahres-Champion L.A. Rams mit 27:23 durchsetzten. Für den entscheidenden Touchdown sorgte Receiver D.K. Metcalf 36 Sekunden vor Schluss. Im Spätspiel setzten sich die Dallas Cowboys dank eines starken Schlussviertels (33 Punkte) am Ende deutlich mit 54:19 gegen die Indianapolis Colts durch.
ski