13.12.2022
Verdacht auf Kreuzbandriss beim Cardinals-Quarterback
Die New England Patriots feiern in Arizona einen wichtigen 27:13-Erfolg. Für die Cardinals ist der Zug Richtung Play-offs abgefahren. Schlimmer noch: Quarterback Kyler Murray hat sich wahrscheinlich das Kreuzband gerissen.

Nicht schön, aber überaus wichtig: Durch den Sieg kletterten die Patriots (7:6) im engen Play-off-Rennen der AFC auf Platz 7 und nehmen derzeit den letzten Wild-Card-Rang ein. Die aus Cardinals-Sicht folgenschwerste Szene ereignete sich gleich im ersten Drive: Ohne Gegnerkontakt verletzt sich Franchise-Quarterback Murray am Knie und wurde auf dem Cart aus dem Stadion gefahren.
"Es sieht nicht gut aus", sagte Head Coach Kliff Kingsbury. Laut einer ESPN-Quelle bestehe "wenig Zweifel", dass das Kreuzband gerissen sei. Dem 25-Jährigen, der in der Offseason einen Sechsjahresertrag über 230,5 Millionen Dollar unterschrieben hatte, droht eine lange Pause.
Ersatzmann Colt McCoy (27/40, 246 Yards, INT) zeigte eine ordentliche Leistung, musste aber sechs Sacks einstecken. Das Duell blieb lange offen, ehe ein Ballverlust der Cardinals, die zur Halbzeit 13:10 geführt hatten, den Patriots den Weg bereitete. Linebacker Raekwon McMillan eroberte beim Stand von 13:13 fünf Minuten vor Ende des dritten Viertels nach einem Fumble den Ball und trug ihn über 23 Yards in die gegnerische Endzone. Safety Kyle Dugger hatte Cardinals-Receiver DeAndre Hopkins zuvor den Ball aus den Armen geschlagen.
Dank ihrer Defense brachten die Patriots den Sieg ins Ziel, Running Back Pierre Strong Jr. sorgte mit einem 3-Yard-Lauf für den 27:13-Endstand. Quarterback Mac Jones brachte 24 von 35 Pässen für 235 Yards an (bei einer Interception). In der Patriots-Offense, die sich einmal mehr schwertat, wird es nach weiteren Ausfällen von Running Back Rhamondre Stevenson (Knöchel) und Receiver DeVante Parker (Kopf) langsam dünn.
Zur Entdeckung der Saison wird bei den Patriots mehr und mehr Rookie Marcus Jones. Der Drittrundenpick fing als Cornerback seine erste Interception, sorgte als Receiver für ein neues First Down und war bei den Special Team für Kick- und Punt-Returns zuständig.
Für die Cardinals wird die Saison nach fünf Niederlagen aus den letzten sechs Spielen und einer Heimbilanz von 1:7 immer mehr zum Desaster. Ob das auch personelle Konsequenzen hat, wird sich zeigen. Head Coach Kliff Kingsbury und General Manager Steve Keim hatten erst im März langfristige Verträge bis 2027 unterzeichnet.
ski