25.12.2022
NFL an Heiligabend: Cowboys schlagen Eagles - Titans von der Rolle
Das Play-off-Rennen in der NFL spitzt sich zu. In der NFC spielte an Heiligabend alles für die Green Bay Packers. Dallas gewann das Prestigeduell gegen Philadelphia. In der AFC buchten die Cincinnati Bengals und die Baltimore Ravens ihre Tickets, die Tennessee Titans befinden sich im freien Fall.

Die Philadelphia Eagles hätten sich Platz 1 in der NFC und damit das Heimrecht bis zum Super Bowl durch einen Sieg bei den Dallas Cowboys sichern können. Auch mit Backup-Quarterback Gardner Minshew, der für den verletzten Jalen Hurts (Schulter) spielte, sah es lange Zeit gut aus. Doch dann erlaubte sich der NFC-Spitzenreiter in den letzten fünf Minuten zwei Turnover. Sekunden vor Schluss stand Minshew mit seiner Offense noch einmal kurz vor der Endzone, doch sein letzter Versuch segelte ins Nichts. Cowboys-Quarterback Dak Prescott warf beim 40:34-Erfolg für 347 Yards und drei Touchdowns. Den Eagles (13:2) reicht ein Sieg aus den letzten beiden Spielen zu Platz 1.
Den zweiten Platz in der NFC haben weiterhin die Minnesota Vikings (12:3) inne, die nach dem Drama in der Vorwoche auch gegen die New York Giants starke Nerven brauchten und sich dank eines 61-Yard-Field-Goal (Franchise-Rekord!) von Kicker Greg Joseph mit ablaufender Uhr mit 27:24 durchsetzten. Es war bereits der elfte "One score"-Sieg der Vikings in dieser Saison (NFL-Rekord!). Justin Jefferson brach zudem die von Randy Moss aufgestellte Franchise-Bestmarke in Sachen Receiving Yards in einer Saison und ist nur noch 209 Yards von Calvins Johnsons NFL-Rekord (1.946) entfernt.
Die Giants (8:6:1) verpassten es somit denkbar knapp, ihre sechs Jahre währende Play-off-Durststrecke zu beenden. Allerdings nutzte die Konkurrenz das nicht: Die Washington Commanders (7:7:1) unterlagen mit 20:37 bei den San Francisco 49ers (11:4), die ihren achten Sieg in Serie verbuchten. Als erster Quarterback der Franchise-Geschichte hat Brock Purdy, der erneut zwei Touchdown-Pässe auf Tight End George Kittle warf, bei seinen ersten drei NFL-Starts gewonnen. Das hatten selbst Joe Montana oder Steve Young nicht geschafft.
Giants und Commanders belegen in der NFC trotz der Niederlagen die Wild-Card-Ränge, da auch die Verfolger verloren: Die Seattle Seahawks (7:8) zogen bei den Kansas City Chiefs mit 10:24 den Kürzeren, für die Detroit Lions (7:8) mit Amon-Ra St. Brown setzte es bei den Carolina Panthers einen Dämpfer (23:37). Die Panthers dürfen in der schwachen NFC South genau wie die New Orleans Saints (17:10 in Cleveland) weiter hoffen.
Zum großen Weihnachts-Gewinner könnten in der NFC Aaron Rodgers und die Green Bay Packers (6:8) avancieren, die am ersten Weihnachtsfeiertag aber als Außenseiter bei den Miami Dolphins antreten.
In der AFC liegen weiterhin die Buffalo Bills (12:3) vorne. Josh Allen und Co. sicherten sich durch ein 35:13 bei den Chicago Bears zum dritten Mal in Folge den Division-Titel der AFC East. Auch die Cincinnati Bengals (11:4) buchten ihr Play-off-Ticket durch einen 22:18-Erfolg gegen die New England Patriots, die nach dem bizarren Ende ihres letzten Spiels auch diesmal kurz vor Ende patzten und durch Rhamondre Stevenson den Ball an der gegnerischen 8-Yard-Linie verloren. Um die Krone der AFC North kämpfen die Bengals mit den Baltimore Ravens (10:5), die nach dem 17:9 gegen die Atlanta Falcons (dank der Patriots-Niederlage) auch sicher in der Endrunde dabei sind.
Völlig von der Rolle sind hingegen die Tennessee Titans (7:8), die gegen die Houston Texans (zuvor erst ein Sieg) vor heimischer Kulisse mit 14:19 verloren und nach der fünften Niederlage in Folge Platz 1 in der NFC South an die Jacksonville Jaguars (ebenfalls 7:8) abgeben mussten. Die Partie in Nashville begann mit einer Stunde Verspätung, da es in der Umgebung wegen der extremen Kälte zu Stromausfällen gekommen war. Die Jaguars hatten sich bereits am Donnerstag bei den New York Jets durchgesetzt.
ski