11.06.2023
ELF, Week 2
Die Hamburg Sea Devils haben ihr Heimspiel gegen Rhein Fire verloren - aber einen neuen Zuschauerrekord aufgestellt. Die alte Bestmarke wurde regelrecht pulverisiert.

Zur Partie am Sonntagnachmittag erschienen 32.500 Zuschauer im Hamburger Volksparkstadion. Die bisherige Rekordkulisse in der erst seit 2021 bestehenden ELF lag bei knapp über 12.000 Menschen und wurde nun praktisch pulverisiert. Auch die Bestmarke für ein Footballspiel in Hamburg aus dem Jahr 2007 (30.528) wurde knapp übertroffen.
"Über 30.000 Leute - die Stimmung, die Energie, es ist einfach super", sagte der ehemalige NFL-Spieler und Sea-Devils-Linebacker Kasim Edebali bereits vor dem Spiel und nannte die Atmosphäre "atemberaubend". Normalerweise tragen die Sea Devils ihre Spiele im Stadion Hoheluft aus, das Aufeinandertreffen der beiden deutschen Top-Teams war aber in den Volkspark gelegt worden, in dem normalerweise der Hamburger SV seine Heimspiele austrägt.
Die lautstarke Unterstützung von den Rängen half den Hamburgern auf dem Platz aber nicht. Rhein Fire übernahm bereits früh die Spielkontrolle und führte zu Beginn des dritten Viertels bereits mit 27:9. Die Sea Devils kämpften sich mit zwei Touchdowns im vierten Viertel noch einmal zurück, konnten den hohen Rückstand aber nicht mehr umdrehen.
Der ELF-Samstag war aus deutscher Sicht positiv verlaufen. Stuttgart Surge, in der vergangenen Saison komplett sieglos geblieben, gewann sein erstes Saisonspiel bei den Paris Musketeers mit 29:20. Die Cologne Centurions feierten beim 23:14 über die Prague Lions ihren ersten Saisonsieg - genauso wie Frankfurt Galaxy, das die überforderten Fehervar Enthroners mit 48:13 schlug. Berlin Thunder musste am Sonntag hingegen eine Niederlage hinnehmen. Beim amtierenden ELF-Champion Vienna Vikings lagen die Hauptstädter lange hoch in Rückstand, kämpften sich aber immerhin noch einmal heran und unterlagen nur mit 24:27.
mib, sid