20.09.2023
Ex-Spieler ist Free Agent gewesen
Zwei Tage nach der schlimmen Verletzung von Running Back Nick Chubb haben die Cleveland Browns reagiert und den zuletzt arbeitslosen Kareem Hunt an Land gezogen. Für den 28-Jährigen bedeutet das eine schnelle Rückkehr.

Es waren ganz schlimme Bilder, die die Verantwortlichen der National Football League während des Abschlussspiels von Week 2 zwischen Pittsburgh Steelers und Cleveland Browns (26:22) bewusst auch nicht detailgenau wiederholt abgespielt hatten: Running Back Nick Chubb, seit 2018 als Zweitrunden-Pick im Team und zuletzt viermal in Folge für über 1000 Yards gelaufen, hatte sich übelst verletzt.
Der 27-Jährige hatte sich kurz nach Beginn des zweiten Viertels extrem unglücklich das Knie und das komplette Bein verdreht, als er bei einem kurzen Lauf von Steelers-Safety Minkah Fitzpatrick gestoppt worden war. Wirklich nichts für schwache Nerven.
Die Folge war schnell ersichtlich: Chubb wird Cleveland auf dem anvisierten Weg in Richtung der erst zweiten Play-off-Teilnahme seit 2002/03 nicht mehr zur Verfügung stehen. Browns-Cheftrainer Kevin Stefanski hatte anschließend von einer "ernsthaften Knieverletzung" gesprochen. Und für das Saison-Aus brauchte es keine genaue Diagnose, die aber inzwischen vorliegt: Chubb riss sich laut Medienberichten drei Bänder im linken Knie: Innenband, hinteres Kreuzband und Außenband. Bereits im Jahr 2015 hatte sich der Athlet - damals noch am College in Georgia - eine schwerwiegende Verletzung am selben Knie zugezogen.
Die Frage war im Anschluss nun: Wie würde das NFL-Franchise aus Ohio auf diesen schwerwiegenden Verlust reagieren? Wie kann man das Wegbrechen von 6511 Rushing Yards und 48 Touchdowns aus den vergangenen sechs Jahren abfedern?
Die Antwort: mit einem alten Bekannten. Denn schon am Dienstag war durchgesickert, dass sich der vertragslose Kareem Hunt auf dem Gelände zu Gesprächen befindet. Einen Tag später kam es bereits zur Einigung - auch weil die Browns-Macher dem eigentlichen Chubb-Ersatzmann Jerome Ford trotz beachtlicher Leistung bei den Steelers (106 Rushing Yards) nicht die alleinige Verantwortung zutrauen wollen: Cleveland stattete deslhalb Hunt mit einem Einjahresvertrag und vier Millionen US-Dollar Gehalt aus.
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Für den 28-Jährigen ist es eine Art schnelle Heimkehr: Der frühere Spieler der Kansas City Chiefs (2017 bis 2018, Drittrunden-Draft-Pick 2017) stand bereits zwischen 2019 und 2022 für das Team aus Cleveland auf dem Feld. Nach eigentlich nur einem starken Jahr (über 1000 Total Yards und elf Total Touchdowns in 2020) beschäftigten die Browns Hunt auch aufgrund von Verletzungsproblematiken dann nicht mehr. Nun aber ist die Tür wieder aufgegangen - und Hunt darf zeigen, ob er noch genug im Tank hat, um die unter Quarterback Deshaun Watson aktuell strauchelnde Passoffensive auf dem Boden zu tragen.
Der Name Kareem Hunt ist auch anderweitig in der NFL bereits in den Schlagzeilen gewesen: Am 30. November 2018 war der Spieler von den Chiefs fristlos entlassen und von der NFL auf die Reserve/Commissioner Exempt List gesetzt worden. Anlass war damals das Auftauchen eines Videos, das Hunt bei einem Vorfall in einem Hotel im Februar 2018 zeigt, wo er eine Frau misshandelt, schubst und tritt. Im März 2019 gab die NFL bekannt, dass Hunt für die ersten acht Spiele der Regular Season 2019 gesperrt werde.
mag