01.11.2023
Veränderung bei den Falcons hat sich abgezeichnet
Die Atlanta Falcons befinden sich mit ihrer ausgeglichenen Bilanz von 4:4 mitten im Rennen um die NFC-South-Krone, hatten zuletzt aber verstärkt Probleme auf der Quarterback-Position notieren müssen. Das führte nun zu einem wenig überraschenden Schritt - doch auch zu einem langfristigen?

"Nur für diese Woche": Mit diesen Worten verkündete Atlantas Head Coach Arthur Smith an diesem Mittwoch den von Kritikern immer mehr erwarteten Wechsel auf der Quarterback-Position - weg von Desmond Ridder hin zum in der Offseason geholten Taylor Heinicke.
Ein "vorerst" schwingt im Zitat des Falcons-Cheftrainers aber sicher mit. Denn der bisherige Starter Ridder war für viele bereits zum Start dieser Regular Season als Unsicherheitsfaktor angesehen worden - etwas, was sich immer wieder in seinen bisherigen Auftritten bestätigte. Der 24-jährige Draft-Pick des Jahres 2022 (3. Runde, 74. Stelle) erreichte in acht Saisonspielen lediglich sechs Touchdown-Pässe - und das bei sechs Interceptions. Vollends überzeugend war im Grunde nur sein Auftritt beim 21:19 gegen die Houston Texans Anfang Oktober, als er für 329 Yards warf, zwei Total Touchdowns verbuchte und sich keinen Pick leistete.
Am vergangenen Wochenende beim 23:28 in Tennesee waren es derweil nur magere acht angekommene Pässe, 71 Yards und sonst nichts.
In der Offseason hatten sich die Macher in Atlanta dazu entschieden, Ridder als Starting Quarterback einzusetzen - nachdem dieser zu Saisonende 2022/23 recht ordentlich performt hatte. Zur Sicherheit hatten sich die Bosse aber auch die Dienste von Heinicke als gute Backup-Lösung gesichert.
Der 30-jährige Quarterback, 2015 als Undrafted Agent in die Liga gekommen und über die Minnesota Vikings, New England Patriots (nur Practice Squad), Houston Texans und Carolina Panthers in Washington gelandet (2020 bis 2022). Hier war der Stern von Heinicke durchaus aufgegangen, hatte er doch so einige Einsätze gehabt.
Insgesamt steht Heinicke bei 34 NFL-Einsätze, 25 davon als Starter. Dabei bringt er es auf eine Passquote von etwas mehr als 63 Prozent, 5920 Yards, 35 Touchdowns und 24 Interceptions. Und darf sich nun erstmals als Starter der Falcons zeigen, wenn es am kommenden Sonntag (19 Uhr) im Zuge von Week 9 gegen die ebenfalls von einem Quarterback-Wechsel begleiteten Minnesota Vikings geht.
Bereits am vergangenen Wochenende war Heinicke übrigens schon für Ridder, nachdem dieser bei den Titans wegen einer potenziellen Gehirnerschütterung rausgenommen worden war, auf den Platz gekommen. Seine Bilanz: Zwölf von 21 Zuspiele angebracht für 175 Yards und einen Touchdown. Ridder derweil, der nun laut Head Coach Arthur Smith nicht aus Leistungsgründen auf die Bank gesetzt wird, hatte sich allein in den letzten drei Spielen sieben (!) Turnover geleistet - drei Interceptions und vier Fumbles.
Gut möglich also, dass wenn sich Heinicke gut angestellt, er auch die längerfristige Lösung auf QB sein kann. Auch wenn Trainer Smith nochmals betonte: "Vorerst ist das für diese Woche die beste Lösung." Danach werde man weitersehen und neu entscheiden.
mag