27.03.2026
Klare Kante vor dem Draft
Der nächste Quarterback aus Tuscaloosa meldet sich mit Nachdruck im NFL-Draft an - und spricht die Sprache der Liga. Nach seinem Pro Day lässt Ty Simpson keinen Zweifel daran, wie er selbst seinen Wert einschätzt: Runde eins, ohne Diskussion.

Ty Simpson wählt deutliche Worte. Nach seinem Auftritt vor NFL-Scouts erklärte er, er halte sich "auf jeden Fall für einen Spieler der ersten Runde". Eine Aussage, die nicht als Provokation gemeint ist, sondern als Einordnung seines eigenen Leistungsstands.
Simpson tritt damit selbstbewusst auf, ohne überzogen zu wirken. In der entscheidenden Phase vor dem Draft gehört diese Klarheit zum Gesamtbild, das Teams bewerten.
Beim Pro Day nutzte Simpson die Gelegenheit, sich umfassend zu präsentieren. Er erklärte, er habe "einfach frei aufspielen und alle Würfe zeigen" wollen. Dabei ging es ihm nicht nur um spektakuläre Pässe, sondern auch um saubere Abläufe und konstante Genauigkeit.
Für Scouts zählt genau das: Wie stabil arbeitet ein Quarterback unter kontrollierten Bedingungen, und wie übertragbar ist das auf das Spielniveau in der NFL?
Im Draft-Prozess zeigt sich bei Simpson ein bekanntes Bild. Seine physischen Voraussetzungen und sein Spielverständnis werden positiv bewertet. Gleichzeitig fällt auf, dass ihm im Vergleich zu anderen Quarterbacks Spielpraxis auf höchstem College-Niveau fehlt.
Das führt zu einer klassischen Abwägung: Wie hoch ist das Entwicklungspotenzial, und wie groß ist das Risiko?
Mit seinem Auftritt hat Simpson seine Position im Quarterback-Markt gestärkt. Teams, die auf dieser Position Bedarf haben, dürften ihn weiterhin genau beobachten.
Ob es am Ende tatsächlich für die erste Runde reicht, hängt von vielen Faktoren ab - nicht zuletzt davon, wie sich die Konkurrenz präsentiert.
nkr