19.03.2026
FAQ zur neuen Football-Liga
Ticketpreise, Liga-Finanzierung, Spielstätten oder TV-Übertragung: Hier erfahrt ihr alles Wichtige zur neuen American Football League Europe, die Ende Mai an den Start geht.

Die AFLE ist als Verein (Association) organisiert, wobei die teilnehmenden Teams die einzigen Mitglieder der Liga sind. Sportliche, regulatorische und strukturelle Entscheidungen werden gemeinsam von den Franchises getroffen. Die Governance-Struktur umfasst ein Board of Governors, verschiedene Arbeitsgruppen sowie ein Beratungskomitee. Die Teams haben umfassende Einsichts- und Kontrollrechte über den Ligabetrieb und sind aktiv in Entscheidungsprozesse eingebunden.
Die sportliche Organisation der Liga ist bewusst von der Finanzierungsstruktur getrennt. Eine separate Finanzierungseinheit verwaltet Investitionen, wobei die Teilnahme daran freiwillig ist und keine Voraussetzung für den Spielbetrieb darstellt. In den ersten beiden Saisons erhalten alle Teams garantierte Zahlungen in Höhe von 325.000 Euro pro Jahr. Diese Zahlungen sind keine Darlehen und müssen nicht zurückgezahlt werden. Insgesamt investiert ein US-Investor rund 12 Millionen Euro in das Projekt und trägt dabei das vollständige unternehmerische Risiko. Für die Teams entstehen dadurch keinerlei finanzielle Verpflichtungen und sie müssen auch keine Sicherheiten leisten. Langfristig ist geplant, etwa 75 % der Gesamteinnahmen der Liga an die Franchises auszuschütten. Ab der dritten Saison entfallen die festen Garantiezahlungen.
Für die ersten beiden Saisons ist die Finanzierung durch den Investor vollständig abgesichert. Jedes Team erhält in diesem Zeitraum garantierte Zahlungen in Höhe von 325.000 Euro pro Jahr. Ab der dritten Saison soll die Liga auf einem nachhaltig eigenständigen Geschäftsmodell basieren, das ohne feste Garantiezahlungen auskommt und sich über eigene Einnahmen trägt.
Das finanzielle Risiko liegt vollständig beim US-Investor. Die Teams selbst tragen keinerlei finanzielles Risiko und müssen auch keine Sicherheiten hinterlegen. Dieses Modell soll den Franchises Planungssicherheit geben und gleichzeitig die langfristige Stabilität der Liga fördern.
In der AFLE gibt es einen Salary Cap. Die Owner der Franchises haben gemeinsam mit der Liga und dem Football Operations Department ein entsprechendes Modell entwickelt. Ziel dieses Systems ist es, Wettbewerbsbalance zwischen den Teams zu gewährleisten und gleichzeitig eine nachhaltige finanzielle Struktur für die Liga zu schaffen.
In der AFLE wird nach dem Regelwerk der National Football League gespielt. Dadurch orientiert sich das Spiel auf dem Feld an den weltweit bekanntesten und etabliertesten Football-Regeln.
Die Liga unterscheidet mehrere Spielerkategorien, um eine ausgewogene Mischung aus internationalem Talent und regionaler Entwicklung zu gewährleisten. A-Spieler sind Athleten, deren erste organisierte Tackle-Football-Erfahrung in den USA stattfand und die mindestens zwei aufeinanderfolgende Saisons in einem anerkannten amerikanischen Footballsystem gespielt haben. Pro Team dürfen maximal vier dieser Spieler unter Vertrag stehen, wobei sich höchstens zwei gleichzeitig auf dem Feld befinden dürfen.
I-Spieler sind Athleten, deren erste organisierte Tackle-Football-Erfahrung in Kanada, Mexiko oder Japan stattfand und die mindestens zwei Saisons im jeweiligen nationalen System absolviert haben. Davon darf jedes Team einen Spieler im Kader haben. E-Spieler sind Athleten, deren erste organisierte Tackle-Football-Erfahrung außerhalb der USA, Kanada, Mexiko, Japan und der jeweiligen Homegrown-Region des Teams stattfand und die mindestens zwei Saisons in einer organisierten Footballstruktur gespielt haben. Pro Team sind bis zu neun dieser Spieler erlaubt.
Zusätzlich gibt es die Homegrown-Kategorie, die Spieler umfasst, deren erste organisierte Tackle-Football-Erfahrung in der zugewiesenen Homegrown-Region des jeweiligen Teams stattfand. Am Spieltag dürfen insgesamt 48 Spieler sowie zwei zusätzliche Homegrown-Spieler unter 21 Jahren registriert werden.
Die Regular Season der AFLE läuft über 14 Wochen vom 23. Mai bis zum 23. August 2026. Jede Franchise bestreitet in dieser Zeit zwölf Spiele und hat zwei spielfreie Wochenenden. Jedes Team tritt zweimal gegen die Teams der eigenen Conference an, jeweils in einem Hinund Rückspiel. Zusätzlich spielt jedes Team mindestens einmal gegen jede Franchise aus der anderen Conference. Insgesamt umfasst die Saison 51 Spiele, die über einen Zeitraum von 16 Wochen ausgetragen werden. An einem Spielwochenende können bis zu vier Spiele stattfinden, die üblicherweise auf Samstag und Sonntag verteilt sind.
Für die Playoffs qualifizieren sich aus jeder der beiden Conferences, North/West und South/East, jeweils die zwei bestplatzierten Teams. Im Halbfinale tritt der Erstplatzierte einer Conference als Heimteam gegen den Zweitplatzierten der jeweils anderen Conference an. Die Sieger dieser beiden Halbfinalspiele treffen anschließend im AFLE-Finale aufeinander, das am 6. September 2026 ausgetragen wird.
Moritz Heisler ist COO und Managing Director der AFLE und verantwortet die operative Führung der Liga nach außen.
Der Hauptsitz der Liga befindet sich in Hamburg. Zusätzlich gibt es ein weiteres Büro in Wien. Aktuell arbeiten 17 festangestellte Mitarbeiter für die Liga, wobei die Schiedsrichter in dieser Zahl nicht enthalten sind. Bis zum Start der Saison sollen noch weitere Positionen besetzt werden.
Das Officiating Department der AFLE wird von Malte Scholz, Damian Jurzyk und Michael Kattillus geleitet. Malte Scholz fungiert gleichzeitig als offizieller Repräsentant der Abteilung. Insgesamt besteht das Department aus rund 80 Schiedsrichtern aus ganz Europa, die zu den erfahrensten und höchstqualifizierten aktiven Offiziellen des Sports zählen.
Die AFLE hat eine mehrjährige Partnerschaft mit Stats Perform geschlossen, einem der weltweit führenden Anbieter für Sportdaten und Analysen. Durch diese Partnerschaft erhalten Fans, Teams und Partner in Echtzeit Statistiken über alle Plattformen. Ein zentraler Bestandteil ist die Integration von Opta Live, einem Analyse-Tool, das detaillierte Daten zu Team- und Spielerleistungen in Echtzeit bereitstellt.
Der Spielplan konnte erst finalisiert werden, nachdem die Stadionverfügbarkeiten aller Franchises bestätigt wurden. Die Stadien stehen daher fest und werden sowohl von den Franchises selbst als auch von der Liga zeitnah offiziell veröffentlicht.
Die Ticketpreise für alle Spiele der Regular Season und der Playoffs werden von den jeweiligen Heimteams festgelegt. Die Preise für das Finalspiel werden hingegen von der Liga bestimmt. Konkrete Ticketpreise liegen derzeit noch nicht vor. Die AFLE hat jedoch die Kritik europäischer Fans an überteuerten Tickets in der Vergangenheit wahrgenommen und möchte in diesem Bereich bewusst fanfreundlichere Lösungen anbieten.
Tickets werden über den offiziellen Ticketing-Partner EVENTIM erhältlich sein. Die AFLE hat eine langfristige Partnerschaft mit EVENTIM bis 2028 abgeschlossen. Das Unternehmen übernimmt den exklusiven Ticketverkauf für alle Spiele und Events der Liga, einschließlich des Finalspiels. Informationen zu Ticketverkäufen werden über die Websites von EVENTIM, der AFLE sowie der jeweiligen Franchises veröffentlicht. Zusätzlich wird es bei den Spielen auch die Möglichkeit geben, Tickets an Tageskassen vor Ort zu erwerben.
Spiele der AFLE werden sowohl im Fernsehen als auch auf einer eigenen Streaming-Plattform übertragen. SPORT1 wird offizieller Free-to-Air-Partner der Liga für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Damit wird während der gesamten ersten Saison jede Woche ein AFLE-Spiel kostenlos im Free-TV übertragen. Zudem hat die Liga ihre eigene Plattform AFLE+ verkündet. Hier können Fans mit verschiedenen Bezahlmodellen weltweit die Spiele der acht Teams verfolgen.
Die AFLE wurde gegründet, um Stabilität, Transparenz und nachhaltiges Wachstum für den professionellen American Football in Europa zu schaffen. Nach Jahren der Unsicherheit in der europäischen Football-Landschaft verfolgt die Liga das Ziel, eine langfristige und verlässliche Struktur aufzubauen. Die Liga gehört den Teams und wird von ihnen gemeinsam geführt. Gleichzeitig steht die Entwicklung des Sports für kommende Generationen im Mittelpunkt. Transparenz, Zusammenarbeit, professionelle Strukturen und eine starke Community bilden dabei die zentralen Werte der Liga.
Für die Saison 2026 plant die Liga keinen eigenen zentralen AFLE-Merchandise-Shop. Stattdessen wird jedes Team für seinen eigenen Team-Merchandise verantwortlich sein und entsprechende Produkte über die jeweiligen Franchise-Kanäle anbieten. Auf der AFLE-Webseite wird es jedoch eine zentrale Shop-Seite geben, die als Übersicht dient und von dort direkt zu den jeweiligen Team-Shops weiterleitet. Dadurch können Fans schnell und einfach auf die Merchandise-Angebote der einzelnen Franchises zugreifen.
tih