23.09.2026
Wiedersehen mit Jones
Die Indianapolis Colts müssen mehrere Wochen auf Alec Pierce verzichten. Der Wide Receiver hat sich erneut an der linken Ferse verletzt und soll zunächst ohne Operation behandelt werden. Als Ersatz reagiert Indianapolis mit der Verpflichtung von Ex-Giants-Receiver Darius Slayton.

Die Indianapolis Colts müssen mehrere Wochen auf Alec Pierce verzichten. Der Wide Receiver hat sich beim 33:30 gegen die Kansas City Chiefs erneut an der linken Ferse verletzt. Als Reaktion auf den Ausfall verpflichtete Indianapolis den erfahrenen Darius Slayton.
Pierce zog sich die Verletzung bereits im März zu und musste damals operiert werden. Seine Rückkehr verzögerte sich anschließend, sodass er das komplette Training Camp verpasste und erst im vergangenen Monat wieder ins Training einstieg. Nun hat sich der 25-Jährige dieselbe Fersenverletzung erneut zugezogen.
Zunächst soll Pierce die Verletzung ohne Operation auskurieren. Der Receiver will stattdessen eine Reha absolvieren und hofft auf eine Rückkehr zur Saisonmitte. Eine erneute Operation ist allerdings weiterhin möglich und hängt vom Verlauf der Rehabilitation ab. Pierce dürfte während seiner Genesung auf die Injured Reserve List gesetzt werden.
Für die Colts ist der Ausfall besonders bitter. Pierce hatte im März einen neuen Vierjahresvertrag über 114 Millionen Dollar unterschrieben und sollte eine zentrale Rolle in der Offensive einnehmen. Zudem fehlt mit Ashton Dulin aufgrund einer Knöchelverletzung bereits ein weiterer erfahrener Receiver.
Mit Slayton reagierte Indianapolis nun schnell auf die angespannte Personalsituation. Der 29-Jährige war zuletzt für die New York Giants aktiv und fing in der vergangenen Saison 37 Pässe für 538 Yards. Dabei stand er in zwölf Spielen als Starter auf dem Feld.
Slayton soll vor allem für zusätzliche Tiefe und Big-Play-Potenzial sorgen. In seiner NFL-Karriere kommt der Receiver auf durchschnittlich 15,0 Yards pro Catch, in der vergangenen Saison waren es 14,5 Yards.
Besonders interessant ist die Verbindung zu Quarterback Daniel Jones. Beide wurden 2019 von den Giants gedraftet und spielten mehrere Jahre gemeinsam in New York. In den vier Spielzeiten, in denen Slayton zumindest teilweise mit Jones zusammenspielte, kam er jeweils auf mehr als 700 Receiving Yards.
Auch bei den Colts könnte diese Verbindung nun wieder eine Rolle spielen. Jones konnte bislang nicht an die Explosivität der vergangenen Saison anknüpfen. Während er 2025 durchschnittlich 8,1 Yards pro Passversuch erzielte, kommt er nach den ersten beiden Spielen dieser Saison lediglich auf 6,1 Yards. Dabei war Pierce in Week 1 bereits eingeschränkt und verpasste am Sonntag nach seiner Verletzung große Teile der Partie.
Mit Slayton erhalten die Colts nun eine zusätzliche Option, die das Feld vertikal strecken kann. Gleichzeitig müssen sie mehrere Wochen auf Pierce verzichten - und hoffen, dass ihr wichtigster Receiver zur Saisonmitte ohne weiteren Eingriff zurückkehren kann.
nhu